Neulich auf dem Spaziergang:
Vor uns auf dem Weg läuft eine Frau in Begleitung von zwei 3-4 jährigen Mädels auf Laufrädern. Ich sammele die Hunde ein, weil wir schneller sind und sehe aus der Entfernung, wie ein Mädchen sein Fahrrad liegen lässt und nicht mehr weiter will. Die Mutter (?) nimmt das Mädchen auf den Arm und trägt es 5 Meter weiter zu einer Pferdekoppel, das andere Mädchen folgt - so weit so gut.
Als ich mich nun mit den angeleinten Hunden nähere sehe ich, wie die Mädchen anfangen die Ponys zu locken und ihnen lange Grashalme zu reichen. Prinzipiell nicht tragisch, ABER: Die Ponys standen hinter einem Stromzaun mit drei weißen Litzen, die mittlere etwa auf Gesichthöhe der Mädchen und die haben verdammt dicht daran gestanden, während die Mutter ihnen schweigend aus einiger Entfernung zusah.
Ich rief: "Passen sie auf, auf dem Zaun müsste Strom sein!"
Frau lächelte mir entgegen und antwortete: "Ja, ich weiß. Ich warte schon die ganze Zeit, dass die eine gewischt bekommen."
Ich: "Das find ich nicht lustig, das tut richtig weh!"
Sie: "Ja, aber ich glaub da ist nicht genug Saft drauf, die kommen ja ständig mit dem Ärmel dran und es passiert gar nichts."
Das Gerät tickte laut und vernehmlich, Glück für die Mädels, dass sie lange Vliespullis trugen.
Ich: "Ich hoffe sie haben den Mädchen wenigstens vorher erklärt, was ein Stromzaun ist..." Bin dann nur noch kopfschüttelnd weiter.
Das waren wirklich ganz nette Mädchen, die völlig fröhlich und naiv Ponys streicheln wollten und ich habe von der Mutter (?) nicht ein ermahnendes Wort, eine Warnung oder sonst etwas gehört. Ich könnte es ja prinzipiell verstehen, wenn es ein älteres Kind wäre, dass nach zigmaligem Warnen und Erklären immer wieder zum Zaun rennt - obwohl ich es auch da eine echt rabiate Methode finden würde, denn ich weiß wie weh so ein Zaun tut - aber diese Art fand ich mehr als unfair!