Beiträge von Cherubina

    Vielen Dank für eure Antworten - zumindest tut es gut mal drüber zu sprechen, auch wenn es die Situation nur wenig ändert...

    muecke: Ich fahre mit meinem Auto und meinen zwei Hunden dorthin und nehme dann zu meinen beiden 3 immer gleiche Hunde und 1-2 wechselnde Hunde mit. Von der Pflegestelle aus bin ich nach 50 Metern im Feld und meine Hunde und einer der anderen laufen (außer an der Straße) immer frei. Bilder gibts im Fotothread.
    Früher war das tatsächlich ein bezahlter Nebenjob - also nicht ganz uneigennützig. Jetzt läuft es auf Gegenseitigkeit, denn meine zwei dürfen dort sein, wenn ich meiner Arbeit nachgehe (2 1/2 Tage die Woche).

    Dass von der Pflegestellen-"Mutter" aus wenig Hilfe im Training kommt, hat unterschiedliche Gründe, die ich hier nicht näher ausführen möchte. Geschirr an und ausziehen und mit der Leine durch die Wohnung laufen würde sie wohl machen, allerdings geht sie nie mit den Hunden spazieren. Zum Lösen ist der Garten da. Das heißt, dass die Hunde sehr wohl unterscheiden können, ob ich sie an die Leine nehme oder sie.
    Ich müsste mal mit der Tochter sprechen, die wenigstens ab und zu kleine Runden mit den Hunden dreht und im gleichen Haus lebt. Vielleicht ist da noch was zu machen.

    Heute hatte ich ein kleines Erfolgserlebnis. Ich habe es still mit ihm nach draußen geschafft! Ich brauchte draußen gar keinen Pfosten einschlagen, sondern habe die Hunde am Geländer angebunden, bin dann wieder zurück ins Haus gegangen und habe dann erst Clooney das Geschirr angezogen und ihn rausgetragen. Erst vor der Ür hat er sein gemäßigtes Gewimmer angestimmt, während ich die Leinen wieder gelöst habe. Ich war stolz und bin gespannt, wie oft der Trick funktioniert, bevor er dann eben drinnen schon kläfft während ich die anderen rausführe. :hust:

    In einen anderen Raum gesperrt dreht er völlig auf - leider - und das Kläffenlassen bis er aufhört übersteigt zumindest mein Nervenkostüm! Ich bin aber wirklich dankbar für euer Mitdenken...

    Ich glaube ja auch, dass ein neues Zuhause das einzige große Ziel sein kann - aber er ist zwar klein, aber nicht wuschelig, kurzbeinig, aber nicht träge und sportlich, aber nicht pflegeleicht (obwohl das noch zu beweisen wäre).

    Wie gesagt, wie ich es machen würde, wenn es mein Hund wäre steht auf einem anderen Blatt. Dafür habe ich in dem Fall definitiv nicht die Zeit - bzw. es würde dazu führen, dass er solange das Training eben dauert fast nur noch in den Garten kommt. Ich bin berufstätig, halte Schafe und habe selbst zwei fordernde Hunde... Ich wohne auch nicht dort, ich fahre nur zum Gassigehen hin.

    Bisher bin ich der Meinung, dass für ihn halbwegs entspannte Spaziergänge wichtiger sind, als das Problem von Grund auf zu lösen - was schwerlich überhaupt möglich sein wird, da er allein mit der Anwesenheit mehrerer Rüden im Haus seine Probleme hat und es regelmäßig kracht. Der Hund kann kaum entspannen und schon gar nicht in der Situation des Rausgehens.
    Ich suche nach einem Weg es zu entschärfen... :sad2:

    Die sprichwörtliche Katze beißt sich in den Schwanz und uns allen ist klar, dass er dringend vermittelt werden muss - oder auf eine andere Pflegestelle... aber woher nehmen?

    Es geht um einen Dackelmischling, der zur Zeit auf der Pflegestelle untergebracht ist, bei der ich fast täglich die Hunde ausführe.
    Clooney ist unheimlich schnell auf 180 und hat einen ziemlichen Kontrollwahn (vor allem gegenüber anderen Rüden) neben mangelhafter Impulskontrolle und einer niedrigen Frustrationsschwelle. In den ersten Wochen war es nicht machbar ihn mit den anderen Hunden gemeinsam auszuführen (ich bin meist mit meinen eigenen 2 Hunden, den 3 festen Hunden der Pflegestelle und 1-2 Pfleglingen gleichzeitig unterwegs). Er hing nur in der Leine und hat sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Kito gestürzt, außerdem hat er ab dem Anziehen des Geschirrs bis wir mitten im Feld waren ununterbrochen gekläfft.

    Ich war also soweit es meine Zeit zuließ mit ihm alleine unterwegs, was viel besser funktionierte. Leider schaffe ich das höchstens 3-4 Mal in der Woche und mehr als eine halbe Stunde ist oft auch nicht drin. Er liebt Suchspiele und eine improvisierte Reizangel, mit der ich seine Implskontrolle trainiere. Er kann mittlerweile trotz schnell bewegter Beute warten und lässt sich auf Komando aus dem vollen Hetzen abbrechen.
    Außerdem läuft er an kurzer Leine sehr manierlich ohne zu kläffen und weiß an der Schlepp zumindest, dass von ihm erwartet wird den Zug wegzunehmen, wenn ich stehenbleibe - ansonsten zerrt er schon öfter mal, aber das habe ich erstmal hinten angestellt.
    Seit ein paar Wochen kann ich ihn auch wieder mit den anderen mitnehmen, was den Vorteil bietet, dass er deutlich regelmäßiger und länger spazieren geht. Sein Verhalten draußen ist in Ordnung und er genießt die großen Runden sichtlich.

    So weit so erfreulich. Wo ich aber nicht weiter komme ist die Haustür. Sobald er merkt, dass er mit darf steigert er sich in ein furchtbares Gekläffe hinein bis wir vor der Haustür stehen und ich ihn hinter mir absitzen lasse (dann ist es nur noch ein Wimmern). Das Gekläffe ist dermaßen schrill und laut, dass es (je nach Entfernung) richtig in den Ohren wehtut. Abends oder mittags traue ich mich kaum mit ihm raus, weil es dann die ganze Straße des ansonsten sehr ruhigen Wohngebietes hoch- und runterschallt. Abgesehen davon lässt es meinen eigenen Blutdruck ansteigen - es strengt einfach unheimlich an!

    Wenn ich nur mit ihm gehe ist die Lösung bis jetzt ihn nach dem Anlegen des Geschirrs auf den Arm zu nehmen und sofort raus zu gehen, bevor er überhaupt anfängt - so klappt es mit erträglich leisem Jammern.

    Nehme ich ihn mit den anderen mit, ist sein Erregungslevel ungleich höher und es dauert natürlich auch länger bis alle angeleint sind - dann ist es furchtbar.
    Auf den Arm nehmen hilft gar nicht mehr.
    Kurze Atempausen macht er, wenn man ihn berührt (Hand auf den Rücken legen), sich vor ihm aufbaut oder ihn anschnautzt - nichts davon hält länger als wenige Sekunden. Ja, ich war auch schonmal grober, habe ihm das Maul zugehalten, ihn grob gepackt oder ihn mit dem Fuß immer wieder hinter mich befördert (er drängt dabei wie ein Irrer zur Haustür um auch ja als erster nach draußen zu stürmen).
    Für ein paar Tage war er mal aus organisatorischen Gründen auf einer anderen Pflegestelle, da bekam er einen engen Maulkorb auf, was das Kläffen abdämpft, aber das ist in meinen Augen ja auch keine Lösung.

    Keine Wirkung hat ihn dieser Situation ein Spielzeug - das nimmt er gar nicht war.

    Mein Vorgehen zur Zeit:
    Ich lasse ihn in den Eingangsbereich und mache die Tür hinter ihm zu während ich den Rest anleine. Er kläfft zwar wie ein Irrer, aber ich stehe nicht direkt daneben. Dann gehe ich dazu, leine ihn zügig an und verlasse das Haus um dann draußen die Hunde zu sortieren und ihn hinter mich zu setzen (das ist im Haus leider auch undenkbar ohne Anwendung von Starkzwang).
    Habe sogar mal überlegt erst alle Hunde draußen anzubinden um dann mit Clooney alleine hinterher zu kommen - aber dafür müsste erstmal ein Pfosten o.Ä. installiert werden...

    Prinzipiell weiß ich, wie man so etwas trainieren sollte:
    Geschirr an - Geschirr aus... Tür auf - Tür zu ... und bei jeder Aufregung sofort zurück auf die Couch...
    Aber ich kann das zeitlich nicht leisten!

    Hat irgendjemand Erfahrungen mit so einem extremen Verhalten und hat vielleicht noch einen Ansatz für mich, mit dem ich diesen enormen Stresspegel runterfahren kann? Es geht mir ums Managment, um eine Übergangslösung, mit der alle Parteien leben können.

    Ziel ist es sicherlich ihn gut zu vermitteln, damit er aus der "Rudelsituation" rauskommt. Ich bin mir fast sicher, dass er als Einzelhund und bei regelmäßiger Auslastung so schlimm nie wäre.
    Aber es gestaltet sich ausgesprochen schwer einen Platz für ihn zu finden und wer weiß, wie lange er noch hier leben wird. Inzwischen ist es fast ein halbes Jahr.

    Ich habe gerade nochmal Bilder von Podis gegoogelt und ich sehe äußerlich einfach viele rauhaarige Podencos, die viel Ähnlichkeit mit dem Lünchen haben.
    Alleine am Jagdverhalten würde ich nie eine Herkunftsrasse ausschließen. Schon reinrassige Hunde richten sich nicht immer nach Rassebeschreibungen. So hat Tessa zum Beispiel nie jemand gesagt, dass Galgos reine Sichtjäger sind. Sie hängt unheimlich gerne mit der Nase in Mauselöchern und nimmt auf freiem Feld Witterung auf, wenn Rehe in der Nähe stehen. Mal ganz abgesehen davon, dass sie mit ihrer langen Galgonase jedes Leckerli in jeder Tasche erschnüffelt.

    Am Ende bleibt es aber natürlich Rätselraten und Lünchen bleibt ein unverwechselbares Unikat!

    Zitat

    @ Cherubina: Dass Luna viel von einem Podi hat glaube ich ehrlich gesagt nicht, zumindest lässt ihr Verhalten nicht darauf schließen. So wie ich das verstehe ist der Podenco ja ein "Allrounder", der bei der Jagd (und auch ganz allgemein) sowohl Augen als auch Nase einsetzt. Das ist bei Luna gar nicht der Fall. Fährten interessieren die nullkommagarnicht, auch simple Dinge wie Leckerli suchen kann man mit ihr im Grunde vergessen. Die geht ausschließlich auf Sicht.

    Zum Trimmen: Ich dachte, dass man das bei Hunden macht, die im Grunde keinen regelmäßigen Fellwechsel haben? Lasse mich da gern korrigieren, ich kenne mich mit dem Thema zugegebenermaßen nicht aus.

    "Gleichmäßig glatt" würde Lunas Fell ohnehin nicht werden. Bei ihr sind die Haare an Hals, Brust und Rücken relativ lang und dicht, am restlichen Körper dagegen sehr fein und dünn - fusselig halt (Ein schönes Wort - danke, Danny! :D ). Auf den Fotos täuscht das etwas, das weiß ich, aber man merkt einen deutlichen Unterschied, wenn man z.B. vom Nackenbereich in Richtung Brustkorb streicht.

    Unterwolle hat sie übrigens keine. Ich kämme die wirklich regelmäßig, aber selbst wenn gerade der Fellwechsel stattfindet kommen da maximal zwei Handvoll Haare zusammen.

    Hast schon recht, wahrscheinlich täuschen die Bilder. Ich sage ja, mich juckt es in den Fingern - ich würde einfach gerne Mal selbst fühlen und grabbeln... vielleicht auch zupfen *duck* Aber wenn es wirklich so weich ist und unten drunter kein kürzeres Fell ist, dann würd ich ihr die langen Haare natürlich auch lassen ;)
    Hast du denn eine Idee, wo sie ihr Fell her hat?

    Ob man Rauhhaarpodencos trimmt oder nicht weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich habe eine Zeit lang in einem Hundefriseursalon gejobbt und da waren Deutsch Drahthaar, Border Terrier, Dackel... bei allen drei Rassen kenne ich auch Exemplare, die nicht getrimmt werden. Das stumpfe, relativ lose sitzende drahtige Fell geht schon auch irgendwann aus, nur eben unregelmäßig und spät.

    Zitat

    Ich klinke mich mal wieder mit ein paar Luna-Bildern hier ein.... :D

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    Deine Luna ist echt ne Süße, aber mir juckt es immer in den Fingern, wenn ich Fotos von ihr sehe. Hast du mal versucht sie zu trimmen? Das ist gar nicht so schwer. Sie hat ja ohne Zweifel einen ordentlichen Schuss Rauhhaar (Podenco) in sich und die sehen so viel gepflegter aus, wenn man die alten abgestorbenen Haare auszupft. Aber vielleicht ist Lunas Fellstruktur auch etwas anders und die Haare sitzen fester als sie aussehen. Sicherlich wäre sie auch etwas weniger originell mit gleichmäßig glattem Fell, aber ich würds so gern mal versuchen =)

    das meine ich:
    http://www.google.de/imgres?imgurl=…ved=0CHwQrQMwHQ

    Oder hier die oberen Beispiele, die getrimmt wurden:
    http://www.google.de/imgres?imgurl=…0CH4QrQMwKDjIAQ

    Kito macht ziemlich laute Juchzer und hohe Beller inklusive Fiepen, das ins Jaulen übergeht, wenn ich mit dem Auto vorfahre und er alleine in der Wohnung war. Das hat er sich in der Pflegestelle angewöhnt, denn wenn er mein Auto gehört hat, dann ging es kurz danach Spazieren. Er bleibt ruhig und friedlich alleine bis ich komme, aber diese laute Freuorgie führt dazu, dass ich ihn zur Zeit abends nicht alleine lassen kann - ich wohne in einer WG und wenn er das ganze Haus aufweckt, wenn ich nach Hause komme geht das nicht... :muede:
    Wir arbeiten dran - wenn ich nach Hause komme wird Hund nicht begrüßt und ich pflanze mich erstma auch die Couch.

    Mein Lieblingsmissverständnis mit einer Schwäbin:

    Ich habe ein Praktikum in Schwaben gemacht und durfte bei den Eltern einer Kommilitonin wohnen. Nach der ersten Nacht (Hochsommer) fragt mich die Gastmutter wie ich geschlafen habe. Ich antworte wahrheitsgemäß, dass das Bett sehr bequem ist, es aber sehr heiß war und es darum eine etwas unruhige Nacht war.
    Daraufhin sagt sie mir, dass sie mir extra einen Teppich hingelegt hat :???:

    Ich habe mir vorgestellt, wie die Schwaben im Sommer alle vom Bett auf den Fußboden umziehen... Glücklicherweise hat man mir die Fragezeichen im Gesicht ansehen können und mich dann aufgeklärt: Teppich heißen in Schwaben dünne Wolldecken.

    Die Hessen sind auch nicht besser: Da heißen diese Decken "Kolter"

    Pinkeln ist selbstbelohnend (jeder, der mal mit voller Blase endlich ein Klo gefunden hat weiß das), da braucht es im Prinzip kein zusätzliches Lob. Im Gegenteil kann man einen unsicheren und sensiblen Hund sogar vom Pinkeln abbringen, wenn man ihn dabei zu überschwenglich lobt. Belasse es bei ruhigen freundlichen Worten.