Beiträge von Cherubina

    Ich hatte die Ehre zwei neue Pfleglinge meiner Bekannten näher kennenzulernen. Mein Bild von Galgos orientierte sich bisher hauptsächlich an Tessa (auf dem Gruppenbil die blaue Galga), aber die beiden Rüden könnten unterschiedlicher kaum sein.
    Ich gebe zu, ganz warm werde ich mit der Galgoart einfach nicht. Ich bin zu sehr an Hütetiere und Dauerfreiläufer gewöhnt, die mit Spaß mit dem Menschen zusammenarbeiten. Trotzdem sind die beiden ganz besonders und auf ihre Art sehr liebenswert.

    http://www.boards-4you.de/wbb3/579/threa…d=1327#post1327

    Natürlich ist jeder Hund anders, aber viele Australien Shepherds sollten in dein Bild vom perfekten Hund passen. Was zum guten Beschützer wohl fehlt ist ein etwas gefährlicheres Aussehen. Was er hat ist aber ein Will-to-please, ein gewisser Schutztrieb, ein Jagdtrieb mit dem sich umgehen lässt und auch die Größe kann bei einer Hündin passen.

    Was mir sonst noch einfällt wäre ein Staff. Für mich in vieler Hinsicht eine ganz tolle Rasse - man muss eben mit den Begleiterscheinungen der Listenhund-Haltung leben können...


    er darf auch ruhig schlecken, das massiert und hält sauber, "besetzt" ist die Wunde ja schon.


    Einmal Drüberschlecken ist ja nicht das Problem, aber infizierte Wunden jucken, besonders, wenn die Heilung beginnt. Die Hunde schlecken und schlecken und machen hinterher aus einer kleinen Wunde ein großes Leckekzem! Das Lecken zu vermeiden ist wirklich wichtig, besonders in den Zeiten, in denen der Hund alleine ist.

    Eine Ansteckung mit Leishmaniose ist inzwischen leide auch in Deutschland möglich, wenn auch sehr unwahrscheinlich. Schau dir mal die Ohrränder und Ellenbogen genauer an, schuppige Haut an diesen Stellen würden darauf hinweisen, ansonsten würde ich die Leishmaniose aber nicht zwingend testen lassen.

    Viel wahrscheinlicher ist ja einfach eine chronische bakterielle Entzündung.

    Weißt du denn welches Antibiotikum noch wirken soll? Hast du die Befunde bei dir?

    Ich habe bei einer Pflegehündin eine 2 Jahre dauernde Odyssee mit einer offenen Stelle an der Zehe mitgemacht. Wochenlange Anibiosen nach Resistenztest, Rivanolbäder, die tollsten Salben, Verbände bis zum Abwinken...

    Die Lösung war bei dieser Hündin am Ende die Leishmaniose! Sie war in den Jahren vorher zweimal negativ getestet worden, weshalb es immer ausgeschlossen wurde. Mir ist dann aber irgendwann einfach nichts mehr eingefallen und ich habe neben einem kompletten Schilddrüsenprofil auch nochmal die Leishmaniose-AK testen lassen und siehe da: positiv. Seit sie Allopurinol bekommt ist der Fuß verheilt.


    Was ich in dieser Zeit auch in Zusammenarbeit mit einer Dermatologin gelernt habe:
    - Wichtig ist der Einsatz eines Antibiotikums nach Resistenztest (was ja gemacht wurde), auf eine Salbe alleine würde ich mich da nicht verlassen. India bekam über viele Wochen Chloramphenicol, ein Antibiotikum das die wenigsten Praxen in Tablettenform vorrätig haben.

    - Die Dauer der antibiotischen Behandlung muss unbedingt lange genug sein! Hautentzündungen sind hartneckig und man kann sich auf eine wochenlange Behandlung (manchmal Monate) mit entsprechender Erfolgskontrolle einstellen.

    - Natürlich ist beim Verbinden der Wunde sicherzustellen, dass der Verband keine neuen Druckstellen verursacht. Offen lassen ist gut, wenn der Hund wirklich nicht drangeht! Ein Belecken der Wunde macht das Ganze um ein Vielfaches schlimmer. Eine Alternative zum Verband kann eine Socke als Leckschutz sein.

    Wir machen Fortschritte:

    Smilla ist suchtechnisch mit Begeisterung bei der Sache. Im Wald gab es nach zwei "gezogenen" Suchen (Opfer läuft nach kurzem neugierig machen lustig weg und hockt sich hinter einen Baum. Hund darf sofort hinterher) eine Suche mit mehreren versteckten Opfern jeweils im Abstand von ca. 30-50 Metern rechts und links von einem Pfad im Wald. Smilla war von Anfang an Feuer und Flamme, hat alle Personen schnell gefunden und man hat richtig gesehen, wie sie den Geruch in die Nase bekommt und sich dann einmal fast nicht entscheiden konnte, welchem Geruch sie zuerst folgen soll... Die Trainerin war sehr zufrieden :smile:

    Schneller als gedacht hat sie auch das Bellen verstanden. Ich bekomme sie inzwischen recht zuverlässig zum Bellen und heute gab es sogar einen kleinen "Bellkreis" für sie. Ich habe sie warmgemacht und dann hat sie sich bellenderweise von jedem ihre Belohnung abgeholt. Ein bisschen Necken musste man sie schon noch und es wird auch noch jeder einzelne Beller belohnt - klar! Aber sie ist drangeblieben und hat jeden angebellt, der es ein bisschen eingefordert hat. Nochmal: :smile:

    Sie sieht auf den Fotos wirklich toll aus, aber ich frage mich, wie man eine solche Beschreibung zu einer Vermittlungsanzeige stellen kann. "Kann sehr freundlich und lieb sein" ist so ungefähr der einzige positive Halbsatz über diesen Hund.

    Ich finde es ja richtig und begrüßenswert, dass auch die unbequemen Wahrheiten beim Namen genannt werden, aber wer möchte denn tatsächlich einen stark territorialen Hund, der Kinder und Fremde beißt und scheinbar auch mal die Bezugsperson, wenn es um Ressourcen geht, der nur drei Beine hat und darum schon mit einem Jahr auf eine Zukunft mit Physiotherapie blicken kann und über denn es sonst nichts positives zu sagen gibt?

    Wenn ich die Bilder sehe, bin ich mir sicher es gibt postive Seiten an ihr!

    http://www.tierheim-alsfeld.de/2015/04/lina/

    Wir waren heute wieder auf dem Platz und Smilla ist endlich mal wieder richtig abgegangen - ausbaufähig, aber immerhin! :applaus:

    Ich habe sie erst etwas warmgespielt mit einer Tunnel - Hürden - Kombi und viel Belohnung, dann haben wir das Ganze um einen Slalom erweitert und sie hat sich richtig ins Zeug gelegt um schnell durch den Slolom zu kommen: toll!

    Später sind wir dann einen ganzen Parcour gelaufen, allerdings mit Zwischenspiel, und sie war besonders an der Slalom/Hürden/Tunnel Stelle, die wir vorher geübt hatten so schnell, dass ich kaum mitkam - ich hab am Ende richtig gekeucht...
    Wenn Smilla dauerhaft so schnell wird, dann muss ich entweder ziemlich an meinen Lauffähigkeiten arbeiten oder Smilla stark am selbstständigen Arbeiten der Geräte.

    Der Speed Circle hört sich interessant an. Da müsste dann ja auch in relativ hoher Frequenz ne Belohnung kommen, damit es wirklich zum SPEED circle wird. Würdest du da genau wie auf der Wiese etwas werfen und wenn sie es hat sofort weiter schicken?
    Bei Smilla würde ich es vielleicht mit Futterbelohnung nach ner halben Runde probieren und dann die Strecke, die sie läuft bis zur nächsten Futterbelohnung ausdehnen... oder eben "Zwischenzergeln"

    Ich danke euch sehr. Viele dieser Tipps kenne ich inzwischen und versuche ich auch umzusetzen (ich arbeite erst seit 2 Wochen etwas intensiver an dem "Problem"). Der fliegende Start hat nun schon ein paar Mal ganz gut geholfen, ist aber kein Garant. Im letzten Turnierhatte ich einen sehr langsamen Lauf mit fliegendem Start und einen relativ schnellen mit vorher Ablegen.
    Smilla vorher richtig heiß zu machen funktioniert auch relativ gut, aber manchmal bin ich scheinbar nicht interessant genug :ka:

    Kurze Sequenzen und viel Belohnen wird auch im Training seit kurzem verstärkt gemacht. Dabei gehen die Meinungen über die "richtige" Belohnung aber auseinander. Eine Trainerin sagte mir ich solle Smilla durch Zergeln bei mir belohnen und das Spielzeug eben nicht werfen (habe ich sonst immer gemacht), damit sie bei mir bleibt. Sie hat dabei auch richtig Spaß und legt sich ins Zeug. Eine andere Trainerin sagte ich solle nicht so lange Zergeln, sondern sie sofort gewinnen lassen - dann lässt sie ihr Spielzeug aber sofort fallen und wartet auf Futterbelohnung.
    Die Belohung rein über Futter funktioniert bei ihr eigentlich recht gut. Futter ist für sie das Größte, allerdings ist sie dann natürlich wieder sehr runtergefahren, kaut genüsslich... Bisher habe ich also Spiele und Futter in Form des Futterbeutels kombiniert...

    Ach das ist schon ne Wissenschaft und jeder Hund reagiert ja auch so unterschiedlich. Darum würde ich eben gerne Mal ein richtig gutes Seminar zu dem Thema besuchen.