Beiträge von Cherubina

    Was passiert denn nach dem Aussteigen normalerweise? Sind sie dann erstmal angeleint oder dürfen sie gleich frei laufen? Fährst du immer mit dem auto, wenn du spazieren gehen willst?
    Man könnte das sehr leinschrittig aufbauen: Kofferraum auf, einer quietscht, Kofferraum wieder zu... bzw. der Hibbel kommt bei jedem unruhigen Verhalten wieder einen Schritt zurück... ich glaube du weißt wie ichs meine. Allerdings geht das in meinen Augen nur, wenn du am Ende auch einfach ohne Spaziergang nach Hause fahren kannst um dann dort nach einer kurzen Pause im Haus von Zuhause aus ne Runde zu laufen.

    Etwas schneller geht es bestimmt, wenn man das Aussteigen einfach sehr streng reglementiert. Ablegen vor der Öffnen, Anleinen, Ablegen nach dem Aussteigen, eine gewisse Strecke erstmal nur an der Leine, bis die erste Spannung raus ist.

    Ich hab mal eine Frage und hoffe ihr habt ein paar Infos dazu. Gerne auch seiten wo ich das nachlesen kann.
    Erstmal vorweg, welcher ist der üblichste koppelgebrauchshund in Deutschland?

    Meine Frage stützt sich etwas darauf, ich gehe davon aus das der border collie ist, werde aber gerne belehrt.

    Wie kommt es das aus dem deutschen Schäferhund ein Dienst und Schutzhund geworden ist? Was hat ihn aus seiner Aufgabe vertrieben, oder war das hüten schon immer eher beiwerk?

    Ich antworte einfach mal aus meiner Sicht, auch wenn ich in der genauen Zuchtgeschichte des Deutschen Schäferhundes sicher große Lücken habe.

    Der in Deutschland häufigste Koppelgebrauchshund ist mit Sicherheit der Border Collie, allerdings ist die Koppelschafhaltung nicht die traditionelle Art der Schafhaltung in Deutschland. Insofern war der Deutsche Schäferhund auch nie ein Koppelgebrauchshund, sondern ein Hütehund, der an großen Wanderschafherden gearbeitet hat, die ohne Zaun gehütet wurden.
    Heute erfreuen sich einige Schläge des Deutschen Hütehundes (Schafpudel, Strobel, Gelbbacke, Harzer Fuchs...) für diese Aufgabe größerer Beliebtheit, als ausgerechnet der deutsche Schäferhund, aber auch dieser wird noch ab und an dazu verwendet. Aber die Arbeit für solche Hunde ist in Detschland eher rar geworden und so gibt es einfach keine große Stückzahl dieser Rassen bzw. Schläge. Der Deutsche Schäferhund hat einfach ausgehend von der Arbeit an der Herde einen großen Siegeszug angetreten und hat sich züchterisch sicher von seinen Ahnen an den Schafen entfernt. Ob er nun schlechter dazu geeignet ist als die alten ursprünglicheren Hütehundschläge, kann ich nicht beurteilen.

    Ganz grob die Unterschiede der Arbeitsweise:
    Der Border Collie ist sehr genau steuerbar, arbeitet auch präzise an kleinen Schafgruppen und auf sehr weite Distanz.

    Der deutsche Hütehund ist meist erst an großen Herden richtig glücklich, ist sehr ausdauernd und kann recht kräftesparend auch den ganzen Tag an einer gedachten Linie aufpassen, dass die Schafe dort nicht drüberlaufen (Straße, Ackerrand). Dieses "Auf der Furche gehen" kann einen Border schonmal in die völlige Erschöpfung treiben, weil er permanent hochkonzentriert und unter Strom ist solange er arbeitet.

    Phelan ist echt ein toller Hund!

    Mich würden mal Geschichten aus der Jugend eurer Hunde interessieren, also bevor ihr mit ihnen das Training begonnen habt. Wieviel Kontakt hatten sie zum Vieh? Haben sie schon durchs Gatter versucht zu fixieren und zu treiben? Gab es Spätzünder oder kleine Schisser? Wann und wie hats gefunkt?

    Meine Sumi hatte leider mit 4 Monaten einen unsanften Kontakt mit einem Mutterschaf (ich hab nicht aufgepasst). Sie ist gestoßen worden - zwar ist weiter nicht viel passiert, aber der Kleinen ist natürlich erstmal das Herz in die Hose gerutscht.
    Nach dem Erlebnis war sie natürlich erstmal nicht sehr begeistert von den großen wolligen Tieren. Ich habe bewusst kein großes Aufheben um die Sache gemacht und sie kommt nach wie vor regelmäßig mit zur Weide. Nach und nach ist sie auch wieder deutlich unbefangener geworden. Als Welpe ist sie allerdings immer begeistert am Zaun auf und ab gelaufen, wenn ich die Schafe für Entwurmung etc. eng gestellt hattte - das macht sie nun nicht mehr.

    Sie ist jetzt 6,5 Monate alt und ich würde ihr so gerne wieder etwas mehr Selbstbewusstsein gegenüber den Schafen beibringen - sonst ist sie ja auch sehr vorwitzig. Ich habe mich schon gefragt, ob junge Hunde stark davon profitieren, wenn sie anderen bei der Arbeit am Vieh zusehen können.


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    Bei uns in der Ortsgruppe ist es nicht verboten und schon gleich 3x nicht bei einem Welpen, wobei hier eher selten jemand seinen Welpen am Geschirr führt.Üben kann man doch mit was man will, nur ob das dann für die Prüfung mit Halsband so sinnvoll ist, sei mal dahingestellt.

    In unserer Ortsgruppe darf jeder nutzen was er möchte, Geschirr oder Halsband. Soweit ich weiß ist es in der BH auch erlaubt den Hund mit Geschirr zu führen:
    ââºSV Schäferhundeââ - BegleithundeprÃŒfung

    Für die BGH1-3 habe ich kein offizielles "Geschirrverbot" gefunden, aber man wäre damit bestimmt Exot.

    Ich würde mir genau überlegen, ob ich Lust hätte einer Ortsgruppe beizutreten, die schon bei nem Neuling mit Welpen mit solchen Verboten kommt. Mit der Zeit wirst du von alleine auf Halsband umsteigen, aber am Anfang ist es doch wirklich egal.

    *hochschubs*

    Was für Erfahrungen interessieren dich denn? Willst du züchten? Meine Erfahrungen:

    Ja, die gibt es.
    Nein, die stören den Hund nicht.
    In der Laktation kann es gut sein, dass sie sich wieder ausstülpen und das Trinken der Welpen problemlos möglich ist - jedenfalls ist das definitiv bei Schweinen so :-). Konkrete Erfahrungen bei der Hündin habe ich hierzu nicht. Bei einer Zuchthündin, die überall extreme Schlupfwarzen hat, wäre ich aber vorsichtig.

    Ich hatte heute eine irgendwie ulkige Begegnung. Ich kam mit meinen drei freilaufenden Hunden an einem Auto vorbei, dass am Feldweg stand. Daneben ein wirklich uralt wirkender Mann (im Mund kaum Zähne, sehr dünnes weißes Haar, krummer Rücken...), der sich auf eine Motorsense stützte, Ohrenschützer trug und mir freundlich entgegenblickte.

    Smilla und Kito trotteten desinteressiert vorbei und Sumi schaute sich den Mann näher an, blieb aber auf meinen Wunsch hin brav auf ihren vier Füßen und wurde von dem Mann kurz gestreichelt.
    Dann sah mich der Mann immer noch lächelnd an und ich habe ihm ebenfalls lächelnd zugenickt (einen Gruß hätte er wohl sowieso nicht gehört).

    Und dann sagte er...

    nicht "brave Hunde"
    nicht "hoffentlich gehen die nicht jagen"
    nicht "der ist aber noch jung"

    ...nein, er sagte:
    "dreimal Hundesteuer!"

    Ich melde mich hier auch mal mit Sumi. Aus dem Welpenthread haben wir uns schon vor Wochen verabschiedet, aber bisher gibt es einfach keine Probleme, nichts wahnsinnig Spannendes oder besonders Tolles. Sumi ist einfach eine unkomplizierte kleine Dame.
    Aber wenn ich hier schon immer mitlese, dann kann ich auch einen Gruß von meinem Jungspund dalassen:
    Sumi, Border Collie, 6,5 Monate alt


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