Beiträge von Cherubina

    Bitte euren Tierarzt doch am Freitag am besten um einen Ausdruck der Labor Ergebnisse von eurem Hund.

    Ihr müsst ja nicht sagen, dass ihr noch woanders hingehen wollt. Es gibt ja viele Leute, die die Ergebnisse gerne für Ihre Unterlagen mit nach Hause nehmen.

    Ich halte an so einer Stelle überhaupt nichts von Geheimniskrämerei. Ich würde den Hund auch schnellstmöglich in einer Klinik vorstellen. Wenn er wirklich so massiv unterzuckert war gehört einfach mehr dazu, als alle paar Tage mal den Blutzucker zu messen.

    Dafür lasst ihr euch aber eine vernünftige Überweisung fertig machen, in der steht welche Medikamente der Hund bekommen hat (auch im Zusammenhang mit der Umfangsvermehrung am Hals) und der natürlich auch die bisherigen Befunde beiliegen. Jeder vertrauenswürdige Tierarzt wird dir sowas fertig machen.

    Sollte der Tierarzt sich tatsächlich weigern das zu machen (was ich mir nicht vorstellen kann), kann man immernoch die Befunde verlangen, denn die stehenn dem Kunden zu, er hat ja dafür bezahlt.

    Vielleicht - hoffentlich - wei die Frau auch einfach nicht genau was ihr Beagle wiegt.

    Ich hatte das umgekehrt mal mit dem Border Collie eines Landwirts (der fetteste Border, den ich je gesehen habe. Ein Kreuz breit wie ein Pony bei ca. 52 cm Schulterhöhe).
    Für die Dosierung eines Medikaments brauchte ich das ungefähre Gewicht, eine Waage war aber nicht verfügbar. Also habe ich den Besitzer gefragt, ob er weiß, was sein Hund wiegt. Er: "Och, vielleicht so 20 kg!?"

    Das Medikament habe ich dann tatsächlich auf 40 kg dosiert...

    dann habe ich wohl nur einen Entwurf gefunden? Da steht:Zusammengedrückte Nase und starke Faltenbildung auf dem Nasenrücken sind unakzeptabel und sollten schwer bestraft werden.
    Und weiter unten:
    Augen und Nase sollen niemals nachteilig beeinträchtig oder von Falten auf dem Nasenrücken verdeckt werden.

    Das ist jetzt von 2011. Scheint dann wohl nicht umgesetzt worden zu sein? Keine Ahnung, ich kenne mich da in der Züchterwelt nicht aus.

    Ne, vielleicht habe ich auch nur eine Kurzfassung gefunden.
    Ich glaube du liegst schon richtig! :ops:

    dim Rassestandart steht drin, dass der Mops keine Falte über der Nase haben darf (so in etwa). So arg viel kann sich der Käufer also auch nicht informiert haben, ich glaube nämlich nicht, dass die Elterntiere diese große Falte nicht hatten. Das war ja wirklich sehr ausgeprägt.

    Nicht ganz. Im Rassestandard steht:

    "Kopf und Schädel: gross, rund, kein " Apfelkopf", ohne Furche zwischen den Augen; deutliche Faltenbildung"

    Also keine Furche zwischen den Augen, aber die Nasenfalte scheint durchaus erwünscht zu sein.

    was ich ernsthaft nicht verstehe sind die Besitzer von wissentlich gekauften Qualzuchthunden, die dann rumjammern, wie krank der Hund ist.

    Oh nein, diese Besitzer verstehe ich schon. Die waren schlecht informiert, haben das Problem nicht ernstgenommen, sehen aber am eigenen Hund wie schlimm es wirklich ist.
    Was ich nicht verstehe sind Besitzer und Züchter dieser Hunde, die offensichtliche Einschränkungen und Qualen herunterspielen oder gar süß finden. Und das ist gerade beim Mops die Mehrzahl!
    Gerade neulich hatte ich es wieder mit einer Mopshalterin zu tun, deren Hund wegen eines einfachen Hustens richtige Atemaussetzer hatte (deutlich daran zu erkennen, dass zwischenzeitlich das laute Röcheln abbrach und der Hund sekundenlang aufgeregt würgte, leckte und schmatzte). Die Besitzerin machte sich ernsthaft Sorgen ihr Hund würde ersticken - nicht ganz zu unrecht -, dass der Hund aber ein permanentes starkes Atemproblem hat, da er nicht mal in absoluter Ruhe ohne Röcheln und Schnarchen atmen kann wollte sie nicht wahrhaben. "Der hatte noch nie Probleme."

    Dann ist vielleicht diese Doktorarbeit bezüglich des Tests interessant Martin_Verena_Marlene.pdf
    Von 21 VDH Möpsen haben nur 12 bestanden, 6 sind durchgefallen und 3 haben abgebrochen. Bei Nicht VDH Möpsen haben ebenfalls von 21 nur 10 bestanden, 8 sind durchgefallen und ebenfalls 3 haben abgebrochen.

    Das bestätigt ja meine Vermutung:
    Würde man den Test anspruchsvoller machen, würden unheimlich viele Hunde durchfallen (ich finde es sind so schon sehr viele). Eine Zuchtbasis hätte man dann gar nicht mehr.
    Wobei ich gestehen muss, dass es den Mops als Rasse für mich persönlich nicht geben müsste.


    Es stimmt schon, dass damit dem nicht-verbandsunterstellten Züchten die Bahn geebnet wird. Wenn die VDH Zucht so schwierig ist, macht das bald niemand mehr.

    Ich würde auch vermuten, dass das Ziel des VDHs beim Mops erstmal nur ist, die extrem "übertypisierten" Hunde aus der Zucht zu bekommen. Soll heißen: Um die Züchter im Boot zu behalten kann man nur eine sehr vorsichtige Anpassung der Zuchtausrichtung durchsetzen.
    Dann wäre ein solcher Belastungstest so konzipiert, dass ein größerer Teil der Rasse ihn noch schafft und nur die mit extremen Atemproblemen daran scheitern - interessant wäre zu wissen wieviele wirklich scheitern...

    Erschreckend finde ich, was so ein Testniveau dann über die "Fitness" der Rasse aussagt!

    Kann einer von euch denn einschätzen inwieweit die Richter bei Ausstellungen in der Hinsicht kontrollierbar sind? Ich habe schon oft gehört, dass die Beurteilung eines Hundes sehr individuell ist und auch beim gleichen Richter von Mal zu Mal sehr unterschiedlich ausfallen kann. Da frage ich mich schon manchmal wie stark die Entwicklung einer Rasse auch von dem Geschmack einiger langjähriger Richter abhängt.
    Hilfreich für die Entwicklung der Kurznasen wäre ja, wenn auch, oder sogar besonders, Hunde mit längerer Nase gute Noten bekämen.