Angst, Unsicherheit, Panik, Deprivation... das alles wird viel verwendet und viel diskutiert. Für diese Worte gibt es sicherlich auch halbwegs klare Definitionen. "Angsthund" höre ich meist als Beschreibung der Hunde von Tierschutzvereinen. Da fällt dann aber oft alles vom schlecht sozialisierten Junghund bis zum vor Panik erstarrten und deprivierten Althund drunter.
Ich mag den Begriff nicht, setzt er dem Tier doch einen sehr starken Stempel auf. Wenn es dann noch heißt der Hund sei traumatisiert... dadurch macht man es sich selbst nur schwerer.
Bei dem Hund der Themenstarterin klingt es eher nach einem klassischen Junghund mit gewissen Unsicherheitsmomenten, der das Leben in einer Familie noch nicht kennt. Da wird sich sehr Vieles sehr schnell finden.
In meinem Fotothread berichte ich auf den ersten Seiten viel von der ersten Zeit des Trainings mit Kito. Er kam nach Deutschland und lag wochenlang fast nur in einer kleinen Box, fraß nur nachts und brauchte 1/2 Jahr Training bis Anfassen möglich war.
Ihn würde ich als sehr schlecht sozialisiert und vom Temperament her sehr sensibel und reaktiv bezeichnen. Er steht sich bei vielem durch sein Wesen selbst im Weg, ist aber alles in allem ein wirklich unkomplizierter und meist entspannter Wohnungshund geworden. Das er ein tatsächliches Trauma erlitten hat glaube ich nicht einmal, er hatte nur nen doofen Start ins Leben. Vielleicht ist das auch interessant.