@Samita
Auch wenn das womöglich jetzt etwas off topic wird. Hast du direkten Kontakt zu Jägern und der jagdlichen Ausbildung?
Ich leider nicht, obwohl ich gerne mehr wüsste. Ich habe mich aber in letzter Zeit unabhängig voneinander mit drei Besitzern jagdlich geführter Bracken unterhalten.
Nr 1 sagte sinngemäß:
"Sie ist sehr unsicher und ich habe am Anfang zu viel gewollt. Nun bauen wir ihr Selbstbewusstsein auf und inzwischen stöbert sie selbstständig und treibt Wildschweine aus dem Wald. Nach 500-600 Metern dreht sie wieder ab."
Nr 2:
"Ich habe es nicht gesehen, aber sie ist bei Stöbern wohl auf einen Keiler gestoßen. Die tiefe Verletzung ist mir erst Zuhause aufgefallen, wenn die arbeitet merkt die das nicht."
Nr 3:
"Ich mache zur Zeit wieder Übungseinheiten am Wald zum Stöbern. Irgendwo tief drin hat sie aufgeschrien und ich dachte sie sei auf Schwarzwild getroffen. Sie kam aber nicht mehr raus. Ich habe sie dann irgendwann gefunden (mit Kreuzbandanriss)."
Nr. 3 (ein sehr netter Mann, der mir auch den Aufbau der jagdichen Fährtenarbeit etwas erklärt hat) habe ich auch gefragt, wie er das denn mit der Brut- und Setzzeit hält und er hat nur gelächelt und gesagt, dass das bisschen Aufscheuchen nichts mache.
Beim "Stöbern" fehlt mir da einfach der Einblick, aber wie kontrolliert kann das sein, wenn die Jäger ihre Hunde regelmäßig völlig aus den Augen verlieren und sie selbstständig arbeiten sollen?
Natürlich soll der Stöberhund nicht stundenlang wegbleiben und nicht zu viele Kilometer machen, aber wie wird daran gearbeitet, wie wird das aufgebaut? Außer dem Teletakt, dass ja unter Jägern noch recht häufig in der Anwendung ist, fällt mir da nicht viel ein. Es klingt für mich immer nach "Wir leinen ab, schicken den Hund in den Wald und drücken die Daumen."
Ich sollte wohl noch ein paar Jäger treffen und ein paar tiefergehende Gespräche führen...