Beiträge von Cherubina

    Das Punktieren von Blutohren hat meiner Erfahrung nach fast nie einen Erfolg - so lange hat das aber auch noch niemand, den ich kenne probiert. Dass das nicht zusammenwächst war abzusehen.
    Erstaunlich finde ich, dass euer Hund das Hochbinden der Ohren scheinbar toleriert.

    Lasst es operieren, dann habt ihr Ruhe! Wenn der Verband und die Fäden abkommen sieht es ziemlich hässlich aus, aber dann verheilt es gut. Die zusätzliche Behandlung des Juckreizes, der zum Kopfschütteln führt ist sicher richtig!
    Das Vernarben lassen ohne weitere Maßnahmen ist auch eine Option, dauert allerdings auch viele Wochen und dem Hund bleibt das Fremdkörpergefühl an den Ohren über diesen Zeitraum.

    Beschnüffeln lassen und dann abschnappen, wenn es ihm zuviel wird ist ja erstmal nicht sooo furchtbar schlimm. Gibt es denn Menschen mit Hund in eurer Umgebung, mit denen ihr mal regelmäßig spazieren gehen könnt. Das erste Kennenlernen ist oft sehr spannungsgeladen. Interessant wäre es doch zu sehen, wie es dann weitergeht.
    Wenn die Hunde sich einmal kennen und einschätzen können, läuft es im Kontakt wahrscheinlich viel unkomplizierter.

    Ersteinmal solltest du deinen Hund einschätzen lernen.

    Wenn man den nötigen zeitlichen Freiraum hat, finde ich die Rettungshundearbeit auch unheimlich toll. Dazu gibt es hier im Forum ja schon eine Menge zu lesen im Bereich "Begleithundeausbildung und Rettungshundeausbildung".

    In unserer Staffel sind zur Zeit 4 geprüfte Border und zwei in der Ausbildung. Die Freude an der Flächensuche ist den Hunden deutlich anzumerken und sie machen einen wirklich guten Job.

    Ich traue mich jetzt auch mal ein Video von Sumi hier zu verlinken.

    Das war ihr 6. Training und wir haben angefangen die Richtungskommandos einzuführen. Sumi ist sicher kein Ausnahmetalent und wenn ich andere Hunde an den Schafen sehe, denke ich oft sie könnte sich einige Scheiben von deren energetischer Ausstrahlung und dem Tempo abschneiden, aber Sumi ist eben vorsichtig. Zum Teil hat das sicher mit ihren frühen Erfahrungen zu tun - sie wurde ja mit ca. 14 Wochen mal ordentlich von einem meiner Schafe in den Graben gestoßen und hat danach wochenlang die Schafe gemieden - aber ein bisschen ist es auch ihre Art.
    Wir haben schon gescherzt, dass sie es bestimmt wie "Ein Schweinchen namens Babe" machen würde, wenn sie könnte. "Würden die Damen bitte so freundlich sein und weiter nach rechts gehen!?"
    Gerade wenn wir stoppen, merkt man ihr noch etwas ihr Unbehagen an. Sie dreht den Kopf weg, tut desinteressiert..., aber sie bleibt dabei und lernt mit jedem Mal mehr, dass sie es ist, die die Schafe treibt.

    Hier also eine eher ruhige Nummer mit sehr netten Schafen.


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    Nächste Woche kommt jemand um mir zu helfen meine eigenen Schafe einzuhüten. Dann kann ich hoffentlich auch zu Hause üben. Anfang Juni habe ich dann noch ein Seminar gebucht - langsam kommt Bewegung in die Sache.


    Klar. Wenn ich auf einem Hundeplatz mich beim Agility-Training hinstelle und den Agi-Sportlern mit Border Collies erkläre, dass mein Border ja nicht in den Sport soll, weil er genau das Verhalten zeigt, was sie an ihren BC im Sport schätzen ... nö, da werd ich keinen tobenden Beifall kriegen und den kann ich auch nicht erwarten.

    Ich denke du formulierst das jetzt absichtlich etwas überspitzt und meinst nicht meinen Bericht im speziellen!?
    Vielleicht zur Erklärung: Mein Gespräch fand statt mit einem Vereinsmitglied, das ich lange kenne und mit dem ich mich gut verstehe.
    Das Verhalten, was ich als besonders auffällig ansehe (kreiseln, kläffen am Tunnel und von außen in die Tunnelwand hacken), schätzt auch sie nicht am BC und gab mir Tipps es in die richtigen Bahnen zu lenken. Dennoch sind unsere grundsätzlichen Einschätzungen des Verhaltens unterschiedlich und da kommen wir bestimmt nie auf einen 100%igen gemeinsamen Nenner, aber das ist für mich auch OK. Ich rede ihr auch nicht das Agi aus - umso merkwürdiger, dass ich das Gefühl bekam sie wolle mir das Hüten ausreden...



    Es begegnete uns ein Ehepaar mit einem BC. Nach kurzer Kommunikation "ist Ihr Hund verträglich?", ließen wir einen Hundekontakt zu. Der fremde BC war total aus dem Häuschen, rannte wie angestochen durch den Wald, drehte vollkommen auf. Die Erklärung der Besitzer "wir kommen gerade vom Agility und da ist der Hund immer so, wir kriegen ihn gar nicht mehr runter".

    Ich weiß. das artet jetzt wieder in den gleichen Schleifen aus, die dieses Thema meistens produziert, aber:
    Sumis Verhalten nach der Stunde auf dem Agi-Platz fand ich ebenfalls auffällig.
    Sie kennt das Autofahren in der Box sehr gut und tut dort fast immer nur eins: Dösen!
    Langweilige Autofahrt: Hund döst
    Warten im Auto: Hund döst
    Trainingspause im Wald oder bei den Schafen: Hund döst
    Wenns wirklich mal zu öde ist, dann bearbeitet sie ihre Kauwurzel und als sie jünger war, hat sie auch mal ne Decke geschreddert, das kam aber schon lange nicht mehr vor.

    Nach dem Agi-Training: Sie fiept und quietscht - nicht ewig lange und schlimm, aber für mich war das Geräusch so neu, dass ich einen Moment braucht um es dem richtigen Hund zuzuordnen. Zuhause (wir fahren fast ne Stunde) wars dann auch längst wieder gut - also wirklich nicht dramatisch, aber eben auffällig für mich.

    Hier noch ein Foto von heute Abend. 5200 g, wieder 200 g in 2 Tagen. xD Man beachte die Körperhaltung. Auf dem letzten Foto noch ganz gekrümmt, mit Buckel, offensichtlich hungrig. Hier ist es schon deutlich entspannter und kräftiger. Die Schwester hat übrigens schon 7500g.

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    @Cherubina

    Wie gehts denn Deinem Sorgenkind?


    Ich mag es noch nicht laut sagen, aber ich glaube deutlich besser. Mein Plan es jede Nacht reinzuholen um es mehrmals mit kleinen Portionen Milch zuzufüttern und es vor Frost und Regen zu schützen hatte den Erfolg, dass es sogar noch abgenommen hat. Die Flasche wurde immer vehementer verweigert.

    Jetzt ist es über 5 Wochen alt und nachdem ich es auch schon habe wiederkauen sehen, habe ich beschlossen die Milchfütterung ganz einzustellen und es auch nachts draußen zu lassen (es war jetzt auch wärmer). Dreimal habe ich noch Pansenstimmulanz zur Förderung der Pansenflora eingegeben und nach drei Tagen draußen nochmal gewogen: 300g Zunahme in drei Tagen. Nun hat es 5 kg - immernoch viel zu leicht, aber es geht vorwärts.

    Außerdem sehe ich beide Lämmer regelmäßig bei Mama trinken und auch die Schwester des Sorgenlamms holt sich keine Milch mehr (da hat das ja immer gut geklappt). Beide Lämmer sehen dabei fitter aus. Ich vermute also stark, dass das frische Gras der Mutter gut tut und sie inzwischen tatsächlich mehr Milch hat.

    Du darfst aber gerne noch etwas länger die Daumen drücken!

    Ich hatte heute ein Gespräch, dass ich irgendwie gerne mal loswerden möchte und ich denke, dass das hier unter anderen Borderhaltern am besten aufgehoben ist.

    Ich bin mit Smilla vor 3 Jahren einem Agilityverein beigetreten. Sie macht das ganz gerne, es ist aber nicht ihr Leben. Während die anderen laufen liegt sie gechillt in der Sonne und wenn sie dran ist, muss ich ganz schön in die Trickkiste greifen damit sie mal richtig rennt.
    Ich bin dann umgezogen und fahre seither mehr als 50 km zum Training. Dazu kommt, dass ich seit 2 Jahren mit Smilla in der Rettungshundearbeit aktiv bin - viel Zeit fürs Agi bleibt also nicht.

    Als Border Sumi kam, war für mich klar: Sie soll auch Flächensuchhund werden, sie soll an die Schafe (ich habe schon seit 5 Jahren welche, bisher ohne passenden Hund), aber Agility stelle ich ganz hinten an. Inzwischen habe ich beschlossen meine Mitgliedschaft dort aufzukündigen, aber dieses Jahr ist der Mitgliedsbeitrag eh flöten und drum gehe ich eben mit Smilla noch ab und an hin, wenn es zeitlich passt. Wenn Sumi schon dabei ist, will ich ihr auch ein bisschen die Geräte zeigen.


    Als Welpe war Sumi ein paarmal mit auf dem Platz und auch bei 2-3 Turnieren. Dann kam eine laaange Winterpause und heute war ich seit über 7 Monaten wieder bei einem Training.

    Im Training waren zwei weitere Borderhalterinnen, die mit ihren Hunden nur Agi machen und dies auch von Anfang an so geplant haben.
    Besonders in der Unterhaltung mit der einen kam ich mir seltsam fehl am Platze vor. Alleine die Vorstellung mit einem Border unter den gegebenen Bedingungen kein Agi zu machen, schien sie völlig zu irritieren. Es wurde gelobt wie toll sich die Kleine anstellt - ich fands furchtbar: überdreht, hektisch, schnell in Übersprungshandlungen kippend, einfach überhaupt nicht so, wie ich Sumi kenne - und erklärt, dass es doch völlig normal ist, wenn Hunde im Parcour bellen oder überdrehen.
    Dann wurde mir begeistert erzählt, wie die zwei anderen Border und die jeweils dazugehörigen Shelties beim letzten Training im Anschluss eine Stunde lang so schön gespielt haben. Der Ball wurde geschmissen, die Border holten ihn und die Shelties kreisten um die Border wie zwei Satelitten.
    Zu guter Letzt kam dann mein Hütetraining mit Sumi zur Sprache: O-Ton: "Ich habe ja das Video auf Youtube gesehen, aber ganz ehrlich: die sieht nicht so aus, als bräuchte sie das Hüten nun wirklich. Meine war ja an den Schafen ganz anders."
    Bemerkenswert: Ihr Hund hat außer ein paar Anfängerstunden nicht weiter gehütet.

    Ich glaube ja auch nicht, dass Sumi es ohne Schafe schlecht hätte. SIe ist kein Superhütetalent, aber ein ausgeglichener Hund ist mir auch wichtiger als ein unbändiger Arbeitstrieb. Vor allem höre ich bei all dem heraus: Ohne Schafe ist kein Problem, aber ohne Agi ist kaum nachzuvollziehen.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit Sumi Agility machen könnte und in Turnieren erfolgreich sein könnte, genauso sicher bin ich mir aber inzwischen, dass ich das nicht will. Ich freue mich lieber an ihrer unheimlichen Freude und Begeisterung in der Flächensuche und warte, was sie an den Schafen im Laufe der Zeit noch so auspackt.


    Habt ihr auch manchmal solche Gespräche? Ich habe es mir gespart zu tief in die Diskussion einzusteigen. Das wird auch immer gleich so persönlich, wenn man sich hinstellt und den Umgang der Leute mit ihren Hunden kritisiert.