Beiträge von Cherubina

    Glückwunsch zum ersten Trial!

    Ich komme gerade von einem Seminar bei Con McGarry. 3 Tage super Hütewetter, nette Leute, tolle Hunde und harte Arbeit für Sumi... die zusätzlich auch noch in der Standhitze ist.

    Con gefiel mir mit seiner ruhigen Art sehr gut und er hat sich prima darauf verstanden jedes Team dort abzuholen, wo es stand.
    Bei Sumi sagte er zunächst sehr wohlwollend, dass ja die wichtigste Arbeit schon getan sei. Sie hat sich in der nahen Arbeit sehr schön gezeigt, kennt die wichtigsten Kommandos...
    Schnell hat er dann zwei Punkte (eher drei) gefunden, an denen wir intensiver gearbeitet haben.
    1. Arbeiten ausschließlich mit Hörkommandos, also ohne Hände, Körpersprache und schließlich auch ohne Augenkontakt.
    Ich habe wirklich unheimlich viel geholfen und es fiel mir gar nicht so leicht darauf zu verzichten. Sumi hat es aber recht schnell ganz gut angenommen.

    2. Quertreiben. Ich durfte ihm zunächst unser Wegtreiben zeigen, mit einer Sumi, die sich ständig zu mir umblickt. Fand er zum Üben suboptimal. Also habe ich sie links und rechts quertreiben lassen - nicht leicht das Gleichgewicht zu finden, zumal wenn sich Schafe und Hund einig sind, dass die Schafe Richtung Mensch gehören. Mit größerem Abstand liefen die Schafe nicht mehr zu mir, aber Sumi wurde immer unsicherer. Echt harte Konzentrationsarbeit für sie.
    Aber es wurde immer besser und Tipps für Zuhause gabs auch:
    Den Schafen auf der Trainingsfläche durch ausgestreutes Kraftfutter (nicht zu viel, nur ne Hand voll) einen Zugpunkt schaffen und in diese Richtung arbeiten. Mal sehen ob das klappt.

    3. Ich habe Sumi was dummes begebracht. Schicke ich sie in einen kleinen Outrun rechtsherum, dreht sie sich nach wenigen Metern wieder zu mir um und kommt zurück. Mit drei Abläufen und viel Körperhilfe läuft sie dann doch irgendwie... Auch wenn es ihr beim Quertreiben von rechts nach links zu viel wurde, tendierte sie dazu zu mir zu kommen.
    Con sagte für mich total nachvollziehbar: Es gibt nichts nützliches, was du in dieser Situation/Position tun kannst um ihr zu helfen, du musst deine Position zu Hund uns Schafen ändern. Also Hund in dem Moment ablegen, näher zu den Schafen und nur verbal wieder schicken. Das ist erstmal die Brücke, um aus der Gewohnheit wieder rauszukommen.

    Ich hab nun ganz viele Ideen und Ansätze das Arbeiten zu verfeinern und freu mich schon drauf.

    Sumis Züchterin hat mir mal erzählt, dass bei starker sportlicher Belastung Läufigkeiten sehr schwach ausfallen können.
    Sie macht mit ihren Hunden saisonweise recht intensiv Zughundesport.

    Sumis Läufigkeitsbeginn fiel dieses Mal (die 3.) auf den Beginn meines Urlaubs. Drei Tage lang waren wir mit dem Rad unterwegs. Sie ist zwar zeitweise auch mit im Anhänger gefahren, aber viel ist sie auch gelaufen. Natürlich habe ich die Hunde auf die Tour hin trainiert, aber am Ende waren es da doch deutlich mehr km als im Alltag.

    Mir fällt nun auf, dass sie deutlich weniger mit Blut suddelt, als beim letzten Mal. Vielleicht putzt sie sich auch besser, aber selbst nachts, wenn sie ein Höschen trägt (die Bettschläferin) verliert sie sehr wenig.

    Ist euch so ein Zusammenhang auch schon einmal begegnet?

    Ansonsten verläuft die Läufigkeit bisher sehr entspannt.

    Das Training startet um 9 und dauert zwischen 8 und (angeblich) 12/13 Stunden (bisher waren welche im Urlaub).Es sind 9 Hunde, alle trainieren einzeln.

    finde ich trotzdem krass. Nicht jeder hund braucht bei jedem Training eine große suche. Für 9hunde würden wir wahrscheinlich 2 Gruppen bilden und waren in vier Stunden durch. Dann war aber jeder Hund zweimal dran. Und rumstehen und Zeit vertrödeln geht gar nicht. raucherpausen schon dreimal nicht. Da würde ich wahnsinnig.[/quote]

    Geht mir auch so. Man verbringt ja ohnehin so viel Zeit beim Training. Ich will auch immer, dass es zügig durch geht.

    Als Anfänger erwartet man schnell, dass der Hund halbtot umfallen muss um zufrieden zu sein, aber bis an die Grenze der Kapazität sollte man tatsächlich möglichst selten kommen.

    Meine Hunde sind nach dem Training auch nicht müde. Aber sie sind zufrieden und haben ihren Kopf anstrengen müssen. Danach gibt es meist trotzdem noch nen schönen Spaziergang oder einen Abstecher an den See.
    Nicht weil es für Sumi und Smilla unbedingt nötig wäre, aber Kito ist ja auch dabei, darf nicht trainieren und nur in den Pausen raus.
    Alle drei genießen danach ein gemütliches Ausklingen des Sonntags.

    8 teams davon 3 trailer und ihr?

    Wir haben zur Zeit 4 geprüfte Flächenhunde (2 davon bei mir) und 3 Hunde deren Wiederholungsprüfung aussteht. Es ist aber fraglich, ob die Hundeführerin dieser drei Hunde noch weiter macht, da sie gesundheitlich sehr angeschlagen ist.
    Dazu kommt ein Trailer kurz vor der Prüfung und 3 Flächenhunde in Ausbildung.

    Dazu kommt noch, dass man halt an so einem Samstag, der von 8-19 Uhr geht, maximal 20-40 Minuten was mit dem eigenen Hund macht, den Rest der Zeit verbringt er im Auto... :ka:

    Das finde ich schon hart. Seit ihr wirklich 11 Stunden im Wald? Wieviele Hunde in Ausbildung habt ihr denn?

    Unser Training geht sonntags von 10 bis 18 Uhr und auf Grund der wenigen Staffelmitglieder arbeiten wir nur teilweise parallel mit zwei Hunden. Aus anderen Staffeln kenne ich es aber so, dass zwei Gruppen gebildet werden, damit jeder mehr davon hat.
    Beim Trailen gehen wir nach Möglichkeit alle mit.

    Seid ihr denn auch eher ländlich? Von Staffeln aus Gießen und München habe ich schon gehört, dass die ziemliche Hürden für Bewerber einbauen, damit es nicht zu viele werden.

    Und ja, Mantrailing ist in Mode. Leider ist kaum jemandem bewusst wie aufwändig und schwierig der Weg zum geprüften Trailer ist...

    Von mir auch nen großen Glückwunsch!


    Wir hatten heute Schnuppertag zur Mitgliedswerbung. Wir sind ja eine sehr kleine Staffel und haben echte Nachwuchssorgen. Ich weiß, besonders städtische Staffeln kennen das gar nicht, aber wir hatten bei uns tatsächlich in den letzten 3,5 Jahren nur zwei ernsthafte Interessenten, die beide nach wenigen Monaten wieder abgesprungen sind.
    Ich glaube nicht, dass es an der Ausbildungsqualität oder an der Atmosphäre liegt, eher an der Bereitschaft wirklich soviel Zeit zu investieren.

    Wir haben Werbung über Facebook, Zeitung und Plakate gemacht und genau eine Anmeldung zum Schnuppertag. Wir sind trotzdem optimistisch rangegangen und waren dann schon etwas enttäuscht, als 15 min nach geplantem Start immernoch nur drei Interessiert da waren (und einige Zuschauer vom Hundeverein, die uns den Platz zur Verfügung gestellt haben).
    Wir haben einfach angefangen mit einer kleinen Vorführung und als dann die ersten Bewerber mit ihren Hunden durch einen kleinen Parcour gehen durften kleckerten noch einige nach.
    Es folgten noch eine kleine Abfrage der UO-Vorkenntnisse und ein Spielkreis für jeden und am Ende der Veranstaltung haben wir tatsächlich 9 Mensch-Hunde Teams zum weiteren Schnuppern in den nächsten Trainings im Wald einladen. Ein toller Erfolg.

    Dabei sind:
    2 Viszladore (Viszla x Labrador) 9 und 11 Monate alt, kamen unabhängig voneinander.
    1 Labrador, 7 Monate alt
    1 Labrador-Mix, 1,5 Jahre alt
    1 Schäferhund-Dackel-Mix, 3 Jahre alt
    1 italienischer Hütehund (Rasse vergessen), 2 Jahre alt
    1 Elo, 3 Jahre alt
    2 Schäferhunde, 5 und 6 Jahre alt, beide mit sehr guten UO-Kenntnissen und der ältere macht sogar schon ne Anzeige, die Besitzerinnen sollen sich überlegen, ob sie es versuchen wollen (mit 7 müssen sie ja spätestens zur Prüfung), sollen aber die Chance kriegen.

    Ich finde das kann sich sehen lassen. Zumal auch die Menschen zum größten Teil echt nett, vernünftig und motiviert wirkten.

    Ich bin schon total gespannt!