Das Problem ist doch, dass man heutzutage von einer Schafherde erst ab ein paar hundert Tieren leben kann. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein sehr sehr großer Anteil der Schafe und auch der Landschaftspflege im Nebenerwerb oder als Hoby gehalten werden.
Ich habe über den Sommer ca. 50 Schafe. Das ist Hobby! Geld bringt es mir deffinitiv nicht.
Also arbeite ich 45 Std/Woche, versorge meine Hunde und bin zusätzlich tgl 1 Std damit beschäftigt die Schafgruppen zu kontrollieren, Wasser aufzufüllen und Zäune weiterzustecken. Am Wochenende werden dann Klauen geschnitten, Lämmer entwurmt, Schafe sortiert etc. alles was eben dauert.
Halter wie ich müssten ihre Schafe schlichtweg abschaffen, wenn man sie durchs Hüten satt bekommen sollte. Man muss den Schafen 6-8 Stunden am Tag Zeit geben zu fressen. Das heißt jeden verdammten Tag 6-8 Stunden draußen stehen. Wenn sie dann nachts in den Stall müssen (weil ich ja auch mal schlafen muss), kommt dazu der Triebweg zur Weide und zurück, also eher 7-9 Stunden.
Koppelschafhaltung aus Bequemlichkeit??? Nein, bestimmt nicht. Es geht einfach nicht anders. Früher gab es für die Kleinhalter im Dorf den "Geißenpeter", da wurden alle Schafe und Ziegen morgens eingesammelt und abends zurück auf die Höfe verteilt.
Vielleicht wäre das ja ein Job für @Irish Terrier ? Ich glaube aber nicht, dass man in dem Job viel verdient - aber hey, nur nicht so bequem.