Beiträge von Cherubina

    In Bezug auf die Infektionskrankheiten wäre es interessant zu wissen wo du sie her hast. Kommt sie aus dem Ausland?

    Wie sehen die anderen Blutwerte aus? Billirubin? Thrombozyten? Leukozyten?

    Da ich es so verstanden habe, dass du bereits in einer Klinik bist, gehe ich davon aus, dass ein Blutausstrich bereits gemacht wurde. Aber natürlich wäre das sehr wichtig.

    Könnt ihr Schafexperten mir bitte mal eine Frage beantworten: Warum kommen Lämmer schon so früh im Jahr, mitten in die Zeit der größten Kälte und Nahrungsknappheit? Hat die Natur das so vorgesehen oder hat das andere Gründe? Kommt es daher, weil Schafe ursprünglich aus anderen Regionen mit einem anderen Jahreszeitenrhytmus kommen?

    Dagmar & Cara

    Schafe sind von Natur aus sogenannte Short-Day-Breader. Das heißt ihre Brunst ist im Herbst, die Lämmer kommen 150 Tage später im Frühjahr.

    Im Laufe der Domestikation hat man züchterisch die Zuchtsaison ausgeweitet und viele Schafrassen sind heute asaisonal, können also das ganze Jahr über aufnehmen.
    Im Wesentlichen kommt es also darauf an, wann der Schäfer seinen Bock zu den Muttern lässt.

    Für viele Schäfer ist die Geburt im Winter einfach wirtschaftlich interessant (bei intensiver Mast, gibt es schon zu Ostern 30-40 kg Lämmer) und auch eine Frage des Managements. Im Winter hat man alle im Stall und alles gut im Blick. Man kann besser eingreifen und hat weniger Verluste.
    Wenn die Weideperiode wieder losgeht sind die Lämmer alt genug um mitzulaufen oder abgesetzt zu sein.

    Meine Schafe lammen erst im März/April.

    Der Sinn dahinter ist, dass es fast allen Hunden viel leichter fällt zu traben. Ich laufe immer so schnell, dass meine Hunde traben, wenn ich möglichst wenig Zug auf der Leine haben möchte. Ein Fuß fordere ich im Alltag nicht.

    Beim Fuß auf den Hundeplatz trabt sowohl der 6,5 kg Mischling, als auch der 15 kg Border im Normaltempo. Da hat die kleine nur bei der Beschleunigung etwas Probleme, weil sie dann ins Galloppieren kommt.

    Ich habe leider schon einiges an suboptimalem Training gesehen und Seminare gibts ja nun auch nicht wirklich viele in dem Bereich.

    Wir laden uns gerne Betty Kamp ein, aber die arbeitet auch eher "klassisch", wenn auch mit viel Verstand...

    Aber das führt hier wohl auch etwas weit. Vielleicht hast du ja per PN den ein oder anderen Tipp.

    Irgendwann im September/Oktober ist bei uns noch ein kleines bisschen nachgewachsen. Zu wenig zum Mähen, aber genug um mit den Schafen nachzuweiden. Ich habe soviel Fläche wie noch nie abweiden dürfen und dank des zaghaften Wintereinbruchs die Schafe bis letzte Woche draußen gehabt.
    Nun sind alle im Stall und ich bin optimistisch, dass ich mit meinem Futter hinkomme.

    Ach ja, einige Ballen super duper Heu aus Bayern konnte ich auch noch zu einem erträglichen Preis ergattern. Die Futterkosten sind aber trotzdem mehr als doppelt so hoch wie letztes Jahr.

    Kannst du Tipps geben wo man sich (außer in Norwegen) vernünfiges Training ansehen kann, bei dem die Verbeller regelmäßig vom Hundeführer bestätigt werden?

    Ich kann mir schon vorstellen, dass das funktioniert, wenn man das entsprechend aufbaut. Vor- oder Nachteile sieht man ja aber erst, wenn man da richtig Einblick bekommt.

    Ich wäre ernsthaft an einem Trainingsbesuch interessiert.

    Im übrigen mache ich mir da keine Illusionen. Meine Hunde finden nicht die VP im Wald toll, sondern ihre Belohnung. Die VP fungiert als Ball- bzw Futterbeutelspender.

    Das ist der „offizielle“ „deutsche“ Weg.
    In Norwegen arbeiten viel ganz anders. Nicht die VP bespielt den Hund sonder der Halter, wenn er an der VP ist, belohnt den Hund ( mit was der Hund eben belohnt werden will)..

    Das kann in diesem Fall auch ein Weg sein - wir machen das selten. Bei einem Flächenhund aus unserer Staffel hat das innerhalb kürzester Zeit dazu geführt, dass er dem Hundeführer entgegenlief... aber da kann man sichet viel probieren.
    Unser Mantrailer wird ausschließlich vom Hundeführer belohnt, da ist es die richtige Wahl.

    Trainingswege gibt es so viele wie es Hunde gibt und für jeden muss man den richtigen finden. Einfach ist das nicht immeg.

    Er ist an der VP unsicher? Hat dort schonmal Meideverhalten gezeigt...

    Da würde ich ansetzen. Solange sein Ziel konfliktbelastet ist, glaube ich nicht, dass er völlig unbefangen suchen kann.

    Im Aufbau des Anzeigeverhaltens und der Suche ist beim Verbeller die VP der Knackpunkt. Der Hundeführer kommt erst richtig ins Spiel, wenn es um die Lenkbarkeit geht.

    Was die Lösung ist und ob es die gibt, kann ich nicht sagen. Dafür müsste man das Verhalten sehen und erleben. Meine Lösung wäre also ein guter erfahrener fremder Trainer, der sich das anschaut.
    Eine Lösung könnte sein die Anzeige umzustellen. Als Verbeller muss er seinen Konflikt am Opfer "ertragen", als Rückverweiser ist das ein deutlich geringeres Problem. Nur als Beispiel.

    Wir machen solche kleinen angereizten Babysuchen durchaus auch mit den einsatzfähigen Hunden. Ein kurzer Spaß mit schnellem Erfolg - besonders nach großen Einsätzen mit lagen Leersuchen ist das mal ganz schön.

    Aber es kann natürlich nicht zur Dauerlösung werden.

    Ich glaube insgesamt sind die Gründe für solche Probleme in der Suche so vielschichtig, dass man übers Forum da nicht wirklich helfen kann.
    Wenn du das Gefühl hast es geht nicht weiter, rate ich dir zu einem Seminar oder einem externen Training, damit auch mal andere Trainer draufschauen können.
    Wo trainiert ihr?