Ich habe in Smilla leider einen Kindermagnet mit endlicher Geduld.
Soll heißen, dass alle Kinder sich auf sie stürzen und sie streicheln wollen. Sie erträgt das stoisch, wenns eben mal so sein soll (ich dabei stehe und das Ganze in erträglichem Maß halte), benutzt aber ihre Zähne, wenn es für sie zu viel wird. Löcher gab es noch nie, auch keine Abdrücke, wohl aber mal Tränen bei meinem Neffen (da war er ca. 4). Für mich zeigt sie das deutlich erkennbar vorher an, für Kinder ist das eben nicht vorhersehbar.
Wie ich damit umgehe:
Ganz kleine Kinder dürfen höchstens mal unter direkter Kontrolle durchs Fell wuscheln. Meist erkläre ich den Eltern aber schon vorher, dass sie da nicht begeistert von ist und verweise sie höflich auf Sumi, was dann nicht selten abgelehnt wird, weil die ja so groß ist.
Im Großen und Ganzen halte ich ihr die Kinder vom Hals. Das heißt ich gebe höflich zu verstehen, dass man sie nicht "mal streicheln" kann und lasse sie nicht unbeaufsichtigt.
Es gab schon zwei etwas blöde Situationen mit älteren Kindern (8+9), mit denen wir einfach ne längere Zeit verbracht haben (Familienfeiern etc.). Denen habe ich sehr geduldig und wiederholt erklärt was geht und was nicht, warum Smilla Anstarren und Umarmen überhaupt nicht mag und dass sie in Ruhe zu lassen ist, wenn sie sich auf ihren Platz legt.
Originalzitat meines Neffen (9) nach einer erneuten Ermahnung, dass Smilla dort in Ruhe schlafen will und auch Anstarren sie belästigt, in beleidigtem Tonfall: "Das hast du mir schon ganz oft gesagt."
2 Minuten später bemerkte ich aus dem Augenwinkel eine rasche Bewegung von Smillas Rückzugsort und mein Neffe kam knallrot und sehr still zurück zu uns gehuscht. In dem Fall war es einfach nur sehr lehrreich für ihn, dass Smilla das wirklich macht und ich nicht immer nur mit dem erhobenen Zeigefinger dastehe.
Der andere Fall war ähnlich. Das Mädchen war zwar etwas erschreckt, aber fühlte sich eher ertappt, weil sie mir eben nicht glauben wollte.
Die Eltern waren in diesen Ausnahmesituationen völlig cool.