So, ich lasse auch mal eine Anekdote hier, ohne wissenschaftliche Relevanz, jedoch mit einer 6er Stichprobe, genetischer Vergleichbarkeit und kompletten Röntgenauswertungen.
Eine Freundin von mir lässt ihre Border Collies ziehen. Sie betreibt diesen Zughundesport recht intensiv und macht in der "Saison" fast täglich Touren von 20 km aufwärts.
Alle ihre Hunde (zur Zeit 6 Stück im Alter zwischen 5 und 13) wurden ab einem Alter von 6 Monaten mit eingespannt. Natürlich mit langsamer Steigerung der Belastung und am Anfang sind sie auch nur mitgelaufen, aber alle haben schon voll gezogen bevor die Epiphysenfugen geschlossen waren.
Alle diese Hunde haben beste Röntgenergebnisse im Alter von 15-18 Monaten gehabt (ED, OCD, HD). Den 13jährigen hat sie vor einem halben Jahr aus der Arveit genommen. Das hatte aber andere Gründe. Beim CT vor kurzem konnten keine Arthrosen in Hüfte, Schulter oder Ellenbogen festgestellt werden. Ein 11jähriger Rüde und eine 9jährige Hündin sind gerade wieder frisch geprüft in der Flächensuche.
Vergleich zu anderen Hunden, wo es anders lief: Gibt es jede Menge, da sie züchtet. Die Nachzuchten, die ich kenne sind durchweg nicht so früh so stark belastet worden. Sie haben weniger Ausdauer und Muskulatur (verständlicherweise), sonst sehe ich aber keine maßgeblichen Unterschiede.
Schlusssatz: Ich würds nicht so machen, ich finde es sehr extrem und ich will mir auch gar keine Hochleistungssportler heranziehen, aber ich verurteile es nicht und glaube, dass eine gleichmäßige Bewegung deutlich weniger kaputt macht als beispielsweise tägliche wilde und unkontrollierte Toberunden über Stock und Stein.