Beiträge von SabineAC69

    Das ist das Problem , ihr meint immer "unangenehm" reicht als wären das extreme Sensibelchen wie die meisten Haushunde heutzutage.

    Nein, einfach nein.

    Die nehmen verdammt viel "unangenehmes" in Kauf, warum wohl werden Dinge so hart gehandhabt wie sie es werden in anderen Ländern wenn die Tiere sich ansatzweise so verhalten wie hier ?

    Weil ein bisschen dutzidutzi Gummigeschoss zu unsicher ist und nicht reicht.

    Da kommen wir wieder in das Kommunikationsproblem von dem ich schon öfter bei dem Thema angemerkt habe. Man stellt Sachen sachlich zur Diskussion und schon wird es ironisch, sarkastisch, "ihr" und dutzidutzi.

    Das macht einen sachlichen Diskurs echt sehr schwer. Und erschwert die Problematik Wolf noch zusätzlich durch Kommunikationsprobleme. Schade.

    Aber wäre es nicht sinnvoll die Wölfe auf andere Arten zu vergrämen? Für den Lerneffekt wäre dies sicherlich sinniger. Sprich Wolf merkt, an die Weide gehen bedeutet unangenehmes, eventuell sogar ein Schmerz durch ein Gummigeschoss. Wenn ich Wölfe erschiesse sehe ich darin nicht unbedingt einen Lerneffekt für ein Rudel. Das müsste dann natürlich möglichst flächendeckend geschehen in Verbindung mit besseren Zäunen. Irgendwie kann ich mir gerade nur vorstellen, dass die Entnahme eines Wolfes in Dorf A an einer Weide ggfs nur den Lerneffekt hat, dass der Ort, wo es passiert ist doof ist und es ehr mit der Stelle und nicht mit einem Weidetier, an das der Wolf in dem Moment ja gar nicht dran kam verknüpft wird. Und der Rest des Rudel höchstens lernt, Dorf A die Weide hinten links ist doof, komm wir gehen lieber an die Weide ein paar hundert Meter weiter oder rüber nach Dorf B.

    Klar gibt es bei Hunden schon mal doofe Verknüpfungen mit einem einmaligen Erlebnis. Aber anderseits benötigen Caniden ja für einen nachhaltigen Lerneffekt jede Menge Wiederholungen.

    Hast Du mit dem Landwirt gesprochen, WARUM er bisher keinen effektiven Herdenschutz umgesetzt hat? Vielleicht gibt es ja Gründe, die Dir nicht bewusst sind? Oder sind Dir die betriebswirtschaftlichen Abläufe auf diesem Hof so bekannt, dass Du sicher weißt, der Landwirt und seine Angestellten sitzen ab 12 Uhr vor dem TV und wissen nicht, wie sie die Zeit bis zum Abendessen totschlagen sollen?

    Schafrisse gehen wieder los: Herde wurde erneut Opfer von Wolfsangriff

    Lt. dem Zeitungsbericht hat der Hobbyhalter nicht so schnell wieder mit einem Angriff gerechnet. Erster Riss 13. Oktober und dann wieder am 1. April

    Und wer glaubt ein Zaun alleine würde reichen, der lebt wohl noch in 2015 und ist maximal Theoretiker, meistens aber das ja nicht mal.

    Ich habe nirgendwo gesagt, dass ich glaube, dass ein Zaun zu 100% schützt und genau deshalb auch noch erwähnt unabhängig von der Diskussion dazu. Gibt ja auch Fälle, wo Wölfe solche Zäune überwunden habe.

    Aber wenn ich selber noch nicht mal versuche meine Tiere zu schützen und es dem Wolf wenigsten etwas zu erschweren, dann braucht man meiner Meinung nach auch nicht jammern, wenn es dann zu Rissen kommt.

    Meistens scheitert es ja aber auch schon am Verständnis dafür wie Strom funktioniert, was eine Erdung ist, dass Mobilzäune der Knackpunkt beim Arbeitsaufwand sind und ja, einfach die praktische Erfahrung und Wissen mit der Thematik Nutztier und Raubwild. diese Bildungslücke lässt als Tierhalter aber nicht bekämpfen und leider greift auch hier: je weniger Ahnung desto mehr Meinung.

    Und genau hier besteht das Problem. Sowas sollte Basiswissen sein für jeden, der Tiere draussen hält. Wie gesagt, ich kann die Problematik der Weidetierhalter komplett nachvollziehen, da ich selber Jahrzehnte Pferde hatte. Und da sehe ich mich als Tierbesitzer in der Verantwortung Gefahren bestmöglich abzuwenden, auch wenn es keinen 100% Schutz gibt. Tue ich das nicht, dann muss ich auch nicht jammern, wenn meine Tiere gerissen werden.

    Ich kann da leider nur einmal danke sagen.... aber das ist es doch - danke, danke, danke - wir dürfen uns nicht so am schwarz und weiß festbeißen, sondern Möglichkeiten schaffen, mit denen eine Koexistenz möglich ist!!

    Genau das ist das Problem, was ich in den sozialen Medien sehe: 2 extreme Lager.

    Bzgl. Herdenschutz muss meiner Meinung nach auch bei vielen Tierhaltern noch ankommen, dass sie auch selber etwa tun müssen dafür. In NRW gibt es z.b. die Wikiwolves. Die unterstützen mit Manpower beim Zaunbau. Hier bei uns im Kreis hat das bisher nur ein einziger Schafhalter genutzt. Jetzt mal unabhängig von der Diskussion, wie sicher solch eine Umzäunung ist. Aber ich persönlich finde, wenn man nichts selber dafür tut, seine Weidetiere besser zu schützen, dann muss man sich dann auch nicht wundern, wenn die eigenen Tiere gerissen werden. Vor kurzem gab es noch irgendwo den Fall, da waren Tiere gerissen worden. Ein paar Wochen später passierte dann wieder das gleiche. Das Zaunmaterial lag unbenutzt auf dem Hof. Da kann ich dann nicht wirklich Mitleid mit dem Halter haben. Wenn mir ein Tier gerissen wird, würde ich meine Tiere nicht mehr rauslassen, bis ich die Zäune verbessert habe. Einfach dann nichts tun ist ein Unding für mich. Wenn mir doch schon mal ein Tier gerissen wurde, muss ich doch davon ausgehen, dass der Wolf wieder kommt. Geht mir das am Popo vorbei, dann brauche ich beim nächsten Riss nicht jammern.

    Wir leben nicht in Sibirien, sondern in einer der dicht bevölkerten Flecken unserer Erde, es gibt hier kein „ökologisches Gleichgewicht“. Wir haben eine Kalturlandschaft mit Äckern und Forsten (Forst ungleich Wald!!!) und keinen Nationalpark.

    Wohnst Du nicht in Deutschland? Wir haben hier mehrere Nationalparks.

    Wir dürfen aktuell auch keinen Waschbären und Fuchs jagen, was jetzt ans Vieh geht, da haben wir Pech gehabt und müssen warten bis wieder Jagdzeit ist. Auch Krähenvögel betrifft das bei uns, die gehen ja auch an die Jungtiere.

    In NRW dürfen Fuchs und Waschbär Jungtiere ganzjährig bejagt werden.