Beiträge von SabineAC69

    Wir drehen uns im Kreis, aber das ist mein persönlicher Ärgerpunkt: was heißt schon "Gegner"?

    Ich bin doch auch kein Wildschwein- Rotwild- oder Rehgegner, wenn ich einsehe, dass Wildtiere in einigen Ecken einer Kulturlanschaft nun mal im Allgemeinen gemanagt werden müssen, damit das klappt mit dem Zusammenleben - und dass das im Besondern für ein Großraubtier in Weltrekordbeständen gilt?

    Ich verstehe unter Gegner das Klientel was bei FB die Eliminierung aller Wölfe fordert und niemand, der "nur" für eine Regulierung ist.

    Man nehme ein paar Wolfextremisten im Naturschutz, gebe eine ordentliche Prise social media dazu, mische dies mit (professionellen) Extremisten und gebe dies in eine Bevölkerung die erstmal im Großen und Ganzen nichts gegen den Wolf hat. Und dann lange auf voller Hitze kochen lassen... und wir kommen da raus wo wir jetzt sind.

    Daran sind aber auch zwei Seiten schuld. Genauso gibt es eine Front, die sich dafür ausspricht jeden Wolf auszulöschen und unter vielen Posts wie die Heuschrecken einfallen. Habe ich ja am eigenen Leib erfahren damals mit der Fakenews von einem Riss bei mir in der Stadt. Mein Post beinhaltet nur, dass es eine Fakenews und kein bestätigter Riss war, wie behauptet wurde. Keinerlei Wertung, warum auch. War ja nichts passiert und ich wollte nur nicht, dass weiter Fakenews verbreitet werden. Ich hatte noch nicht mal bezweifelt, dass ein Riss hier unwahrscheinlich wäre. Im Gegenteil, die Pufferzone endet 10 km von hier und ich würde nicht ausschließen, dass ein hungriger Jungwolf auf der Wanderschaft auch hier tätig wird. Es ging rein darum nur darüber aufzuklären, dass es eine Fakenews war.

    Extremismus, egal in welche Richtung, ist immer schädlich für eine Sache.

    Ähm, ja, ich bin ein Freund ehrlicher Worte. Gerade bei Partys sollte man unter Freunden sein und gerade dort schätze ich eine ehrliche Meinung sehr

    Ich bin auch grundsätzlich ein Mensch, der ehrlich ist und ehrliche Meinung mag. Aber der Ton macht die Musik.

    Eine sehr gute Freundin von mir hat auch einen weißen Großpudel. Dessen Frisur gefällt mir persönlich auch nicht immer. Trotzdem käme ich nie auf die Idee mich abwertend darüber zu äussern. Einmal war er so geschoren, wie es mir persönlich gar nicht gefiel. Da fragte sie mich, wie es ich es finde. Meine Antwort war dann, dass mir die Frisur, die er davor hatte besser gefiel. Ich käme nie auf die Idee dann abwertend zu sein.

    Hier war ich z.b. ehrlich. Aber das ganze ohne abwertend zu sein. Ehrlich zu sein heißt nicht verletzend draufzuhauen.

    Eine sehr gute Freundin von mir hat auch einen weißen Großpudel. Dessen Frisur gefällt mir persönlich auch nicht immer. Trotzdem käme ich nie auf die Idee mich abwertend darüber zu äussern. Einmal war er so geschoren, wie es mir persönlich gar nicht gefiel. Da fragte sie mich, wie es ich es finde. Meine Antwort war dann, dass mir die Frisur, die er davor hatte besser gefiel. Ich käme nie auf die Idee dann abwertend zu sein. Zu mal es ja der gleiche Hund ist, nur eben mit anderer Frisur. Und grundsätzlich mag ich den verrückten Kerl sehr.

    Eine ehemalige Kollegin von mir hatte mal einen Wolfsspitz Jack Russell Mix. Bei dem stimmten keine Proportionen und er sah jetzt nicht unbedingt hübsch aus. Für sie war es trotzdem der schönste Hund der Welt und das war auch gut so. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, den ihr gegenüber abzuwerten.

    SabineAC69 Was hältst du davon wenn du mal auf Schweinejagd mitkommst?

    Danke für das Angebot, aber nein. Zum einen wäre ich grundsätzlich da ehr wie Sissy und würde niesen :winking_face: Und zum anderen ist das Wildschwein für mich das Tier, vor dem ich in der freien Natur hier echt den größten Respekt habe. Wenn es beim spazieren gehen nach Maggi riecht gucke ich immer, dass ich schleunigst Land gewinne. Ich bin einmal im Leben aus Versehen bei einer Führung im Hambacher Forst zwischen Frischlinge und Bache geraten. Urplötzlich waren Frischlinge vor uns und querten den Weg und im nächsten Moment knackten hinter uns Zweige und die Mutter querte hinter uns den Weg. Passiert ist Gottseindank nichts. Aber ich hatte wahnsinns Panik. Im Wildpark, wenn ein Zaun dazwischen ist okay, aber ohne Zaun niemals freiwillig in die Nähe eines Wildschweins.

    Wer nicht sofort vehement ohne jeglichen Einwand für Abschuss ist wird von einigen automatisch mit dem Etikett Wolfskuschler versehen (und umgekehrt).

    Ich würde, ohne zynischen Unterton, und ohne irgendwelche Häme, gerne wissen - WO wäre denn ein "Vorteil", bzw. der Sinn darin, den großen Beutegreifer weiter so uneingeschränkt zu schützen, wie es bis jetzt der Fall ist? Diejenigen, die für eine irgendwie geartete Regulierung plädieren, begründen das ja auch recht umfangreich, daher drängt sich mir die Frage tatsächlich gerade auf.

    Kann ich Dir nicht sagen, weil ich, auch wenn sich in mir etwas gegen Abschuss als einzig wahre Lösung sträubt ja nicht der Meinung bin, dass uneingeschränkt geschützt werden muss.

    Eigentlich bin ich dabei mir seit langer Zeit ein Bild davon zu machen, um die Sache für mich werten zu können.

    Aber ich bin sehr wohl der Meinung, dass auch Weidetierhalter eine Verantwortung haben, ihre Tiere zu schützen und entsprechend Zäune zu setzen. Auch, wenn ich weiß, dass die kein Allheilmittel sind und auch schon überwunden wurde. Aber bisher weiß man ja nur, wenn ein Wolf einen Zaun überwunden hat. Darüber wieviele Risse ggfs nicht stattgefunden haben, weil andere Wölfe sich vielleicht haben abschrecken lassen ist nicht bekannt, weil das keiner mitkriegt.

    Z.b. der Fall, denn ich heute verlinkt hatte. Wo bei einem Hobbyhalter im Oktober Schafe gerissen worden sind und jetzt diesen Monat wieder und kein besserer (ich sage nicht 100%) Zaun aufgebaut wurde, obwohl der vorhanden war. Weil er dachte, er käme nicht so schnell wieder. Das ist für mich komplett naiv. Gerade wenn ich Hobbyhalter bin hänge ich doch in der Regel mehr an meinen Tieren als ein Landwirt, dessen Hauptziel schon von berufswegen ohne das jetzt abwerten zu wollen Nutztierhaltung ist. In dem Moment, wenn mir Tiere gerissen werden, mache ich doch nicht weiter wie bisher. Das sind Sachen, da habe ich kein Verständnis für.

    Also ich bin nicht per se gegen Abschuss sondern erst dafür wenn andere Maßnahmen ausgeschöpft sind.

    Da kommen wir wieder in das Kommunikationsproblem von dem ich schon öfter bei dem Thema angemerkt habe. Man stellt Sachen sachlich zur Diskussion und schon wird es ironisch, sarkastisch, "ihr" und dutzidutzi.

    Das macht einen sachlichen Diskurs echt sehr schwer. Und erschwert die Problematik Wolf noch zusätzlich durch Kommunikationsprobleme. Schade.

    Du redest wie so viele Leute von komplett sinnlosen Aktionen die schlicht Zeitvergeudung sind weil nicht zielführend.

    Ja, da ist es nach diversen Jahren wo genau sowas immer wieder durchgekaut wird echt schwer noch sachlich zu diskutieren weil man sich da einfach fragt ob man hopps genommen wird oder das alles tatsächlich ernsthaft so gemeint ist.

    Wenn Du Dich besser fühlst, wenn Du einfach nur ironisch und sarkastisch äussert und Deine Einstellung für die alleinig gültige hältst, alles andere lächerlich ist das okay für mich. Jeder so, wie er mag. Wenn ich diskutiere, dann auf der sachlichen Ebene. Und wenn ich der Meinung bin eine Diskussion bringt nichts, dann äussere ich mich einfach gar.

    Aber das ist genau das Schubladendenken, wie man auch oft unter Tagesschaukommentaren liest. Es fehlt einfach oft die Sachlichkeit in der Diskussion. Wer nicht sofort vehement ohne jeglichen Einwand für Abschuss ist wird von einigen automatisch mit dem Etikett Wolfskuschler versehen (und umgekehrt).

    Ich für meinen Teil lerne gerne auch bei unterschiedlichen Meinungen vom meinem Gegenüber und in der Regel nimmt man bei vernünftigen Diskussionen, auch wenn man nicht unbedingt auf einen gemeinsamen Nenner kommt, doch auch etwas mit. Z.b. ein paar Seiten zu vor die Sache mit den Jagdstrecken für Rehe. Da war hasilein75 so nett und hatte diverse Links eingestellt. Am Ende bin ich noch immer nicht ganz überzeugt, dass weniger Abschüsse nicht vielleicht das Problem verkleinern würde. Aber ich habe gelernt, warum so viele Rehe jährlich geschossen werden und das Jäger Quoten erfüllen müssen, was mir bis da nicht bekannt war.

    Das ist das Problem , ihr meint immer "unangenehm" reicht als wären das extreme Sensibelchen wie die meisten Haushunde heutzutage.

    Nein, einfach nein.

    Die nehmen verdammt viel "unangenehmes" in Kauf, warum wohl werden Dinge so hart gehandhabt wie sie es werden in anderen Ländern wenn die Tiere sich ansatzweise so verhalten wie hier ?

    Weil ein bisschen dutzidutzi Gummigeschoss zu unsicher ist und nicht reicht.

    Da kommen wir wieder in das Kommunikationsproblem von dem ich schon öfter bei dem Thema angemerkt habe. Man stellt Sachen sachlich zur Diskussion und schon wird es ironisch, sarkastisch, "ihr" und dutzidutzi.

    Das macht einen sachlichen Diskurs echt sehr schwer. Und erschwert die Problematik Wolf noch zusätzlich durch Kommunikationsprobleme. Schade.