Ich finde es interessant, wenn man sich mal die Erklärung für den Begriff Zucht ansieht, denn dann stellt man schnell fest, daß dieser hier in dem Thread oft verfälhsct angewandt wird:
ZitatUnter Zucht versteht man die kontrollierte Fortpflanzung mit dem Ziel der genetischen Umformung. Dabei sollen gewünschte Eigenschaften verstärkt und ungewünschte Eigenschaften unterdrückt werden.
Wenn ich gezielt 2 Mischlinge zusammenbringe, dann ist das auch eine kontrollierte Fortpflanzung ;-)
Und schaue ich rüber in das österreiche Tierschutzgesetzt finde ich folgende Definition:
ZitatZucht: vom Menschen kontrollierte Fortpflanzung von Tieren durch gemeinsames Halten geschlechtsreifer Tiere verschiedenen Geschlechts, gezielte Anpaarung oder das Heranziehen eines bestimmten Tieres zum Decken oder durch Anwendung anderer Techniken der Reproduktionsmedizin
Also ist auch Nachbarin B, die ihren Dackelmix auf die Hündin von Nachbarin lässt, weil diese sich einmal Welpen wünscht auch Züchterin ;-)
Heutzutage ist es wirklich so, daß viele Rassehunde gar nicht mehr dem ursprünglichen "Zweck" dienen können. macht Euch z.b. mal die Mühe und googelt nach Barry, dem legendären Lawinensuchhund, der 40 Menschen gerettet haben soll. Und dann schaut Euch das Körperbau des ausgestopften Barrys an und ruft Euch Bilder von heutigen Bernhardinern vor Augen. Die werden schon lange nicht mehr als Lawinenrettungshunde eingesetzt, weil sie mittlerweil alle viel zu schwer sind.
Ich habe weder etwas gegen Rassehunde noch gegen Mischlinge. Schlimm finde ich die Verallgemeinerung: Rassehund klasse und Mischling genetischer Müll.
Übrigens auch wenn ich kein unkontrolliertes Vermehren befürworte so finde ich es doch interessant, daß sich wildlebende Hunde eben nicht unkontrolliert vermehren.
Eine kontrollierte Öffnung bei einigen Rassen würden den Hunden sicherlich nur gut tun. Bei Pferden wurden schon Zuchtbücher geöffnet um sogenanntes Fremdblut durch Einkreuzung passender Rassen in den Genpool zu bekommen.