Beiträge von SabineAC69

    Ich finde es interessant, wenn man sich mal die Erklärung für den Begriff Zucht ansieht, denn dann stellt man schnell fest, daß dieser hier in dem Thread oft verfälhsct angewandt wird:

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    Unter Zucht versteht man die kontrollierte Fortpflanzung mit dem Ziel der genetischen Umformung. Dabei sollen gewünschte Eigenschaften verstärkt und ungewünschte Eigenschaften unterdrückt werden.

    Wenn ich gezielt 2 Mischlinge zusammenbringe, dann ist das auch eine kontrollierte Fortpflanzung ;-)

    Und schaue ich rüber in das österreiche Tierschutzgesetzt finde ich folgende Definition:

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    Zucht: vom Menschen kontrollierte Fortpflanzung von Tieren durch gemeinsames Halten geschlechtsreifer Tiere verschiedenen Geschlechts, gezielte Anpaarung oder das Heranziehen eines bestimmten Tieres zum Decken oder durch Anwendung anderer Techniken der Reproduktionsmedizin

    Also ist auch Nachbarin B, die ihren Dackelmix auf die Hündin von Nachbarin lässt, weil diese sich einmal Welpen wünscht auch Züchterin ;-)

    Heutzutage ist es wirklich so, daß viele Rassehunde gar nicht mehr dem ursprünglichen "Zweck" dienen können. macht Euch z.b. mal die Mühe und googelt nach Barry, dem legendären Lawinensuchhund, der 40 Menschen gerettet haben soll. Und dann schaut Euch das Körperbau des ausgestopften Barrys an und ruft Euch Bilder von heutigen Bernhardinern vor Augen. Die werden schon lange nicht mehr als Lawinenrettungshunde eingesetzt, weil sie mittlerweil alle viel zu schwer sind.

    Ich habe weder etwas gegen Rassehunde noch gegen Mischlinge. Schlimm finde ich die Verallgemeinerung: Rassehund klasse und Mischling genetischer Müll.

    Übrigens auch wenn ich kein unkontrolliertes Vermehren befürworte so finde ich es doch interessant, daß sich wildlebende Hunde eben nicht unkontrolliert vermehren.

    Eine kontrollierte Öffnung bei einigen Rassen würden den Hunden sicherlich nur gut tun. Bei Pferden wurden schon Zuchtbücher geöffnet um sogenanntes Fremdblut durch Einkreuzung passender Rassen in den Genpool zu bekommen.

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    Der Dotmunder Appell ist großes Blabla von ein paar Leuten, die die Kompetenz die sie von Züchtern und Zuchtverbänden fordern, selbst nicht mal im Ansatz haben, drum nehme ich diese Truppe nicht wirklich ernst.

    Also wenn ich solche Unterstützer lese:

    Dr. Wilhelm Wegner, Tierarzt, Professor i.R. und ehem. Direktor des Instituts für Tierzucht und Vererbungsforschung der TiHo Hannover
    Dr. Ursula Bonengel, Fachtierärztin für Verhaltenskunde
    Dr. Thomas Bartels, Biologe und Privatdozent an der Universität Leipzig, ehem. Mitglied der Sachverständigengruppe der deutschen Bundesregierung zur Erstellung des Gutachtens zu §11b TSchG (Qualzuchtgutachten)

    dann spreche ich denen doch Fachkompetenz zu. ;)

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    Findest du nicht, dass es ein Unterschied ist, wenn jemand Hunde züchtet und somit ein Zuchtziel vor Augen hat im Gegensatz zu jemanden, der Rüde über Hündin rutschen läßt nur weil er die Welpen gut weg bekommt, weil die Hündin/der Rüde einen tollen Charakter hat, weil er einmal im Leben Welpen haben will, ungeachtet dessen welches russisches Roulett er unter Umständen da spielt?

    Davon ab ist der weiße Schäferhund keine erst 20 Jahre alt.

    PocoLoco, ich finde das schon und mache das nicht abhängig von einer Rasse abhängig. Wenn Rassehund = Qualität = VDH ist dann ist der weisse Schäferhund aber ein gutes Beispiel. Vor 20 Jahren waren sie nicht als eigenständige Rasse anerkannt also Mischlinge. Und ich weiss auch, daß es sie schon länger als 20 Jahre gibt. Ich kenne noch die Namen wie Faustmann und Co und habe auch damals die Zucht von ihm besucht

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    um was sonst?

    Manu, d.h. der Mensch, der vor 20 Jahren weisse Schäferhunde gezüchtet (und auch damals gab es Vereine wo streng HD kontrolliert wurde usw, die aber nicht im VDH waren, mangels FCI-Anerkennung der Rasse) hat ist ein Vermehrer gewesen, heute züchtet er die gleichen Hunde im VDH, weil sie mittlerweile anerkannt sind und ist auf wundersame weise vom Vermehrer zum Züchter aufgestiegen?

    Ich sage gar nicht, daß Mischlinge besser sind oder Rassehunde schlechter. Es gibt überall solche oder solche und es gibt im VDH auch genug Rassen, die ich persönlich unter Qualzucht sehe. In meiner Familie gibt es z.b. einen extrem überzüchteten Mops aus einer renomierten VDH-Zucht.

    Sicherlich soll man auf Krankheiten achten und testen. Das spreche ich ja gar nicht ab. Aber der Rassehund ist nicht besser als der Mischling sondern eventuell langfristig wegen des kleineren Genpools sicherlich krankheitsanfälliger, egal wieviel man testet

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    M


    Hat nix mit Gutmensch zu tun, aber solche Leute unterstützt man nicht.
    Kauf ich bei denen, ermutige solche Vermehrer weiter zu machen. Sie haben keinen Ärger mit den Welpen, verdienen noch zwei Euro fünfzig... wieso also das ganze nicht nochmal machen, genau so ohne Sinn und Verstand wie beim ersten Mal.
    Nehm ich den Welpen erst wenn sie ihn ins Tierheim gebracht haben, bleiben sie auf den Aufzuchtkosten sitzen und legen vermutlich noch Bearbeitungsgebühr im TH oben drauf - so werden sie es sich 5mal überlegen, ob sie das nochmal machen.

    Der seriöse Züchter hingegen der s.o. nach Gebrauchsziel gesunde Hunde züchtet, sollte mM hingegen unterstütz werden, denn solche Leute braucht die Rassehundelandschaft. wenn die aufhören, heißt es gute Nacht Hund.

    Warum wird sofort unterstellt, daß es sich bei Mischlingen um Vermehrer handelt? Und warum ist VDH = Qualität (wobei es mich schon graust dieses Wort in Bezug auf Lebewesen zu nutzen)? Was ist z.b. mit dem Dortmunder Appell?

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    Ich mag Mischlinge aus dem Tierschutz, würde aber nie einen gewollten Mischling nehmen, da ich Vermehrer verabscheue.

    Sprich Du würdest den Hund nicht mit 8 Wochen aus seiner Geburtstaette (ich versuche gerade sowohl das Wort Züchter als auch Vermehrer zu vermeiden) nehmen, aber wenn ihn andere dort holen und 14 Tage später im Tierheim abgeben würdest Du den gleichen Hund nehmen? Das klingt für mich etwas so als ob man bei der Aufnahme vor sich selber den Gutmensch spielen möchte. Bin ich konsequent dann würde ich gar keinen Welpen egal ob Mix oder Rassehund nehmen.

    Ich habe weder etwas gegen Mischlinge (hier liegt gerade einer neben mir) noch gegen Rassehunde (hatte ich davor) und ich bin gegen unvorbereitete Vermehrung. Aber manchmal finde ich den hier oft vorherrschenden Tenor pro Rassehund und Contra Mix befremdlich? Der Genpool wird durch jegliche Verbandszugehörigkeit eher eingeschränkt. wenn Verband A die Hunde von Verband B nicht zulässt dann hat das für mich nur noch etwas mit Machtspielen zu tun (vorausgesetzt gute Beurteilung und HD frei USW ist auch gegeben). Und manchmal sind das was man Mischling nennt auch Vorreiter? Vor 20 Jahren galten z. B. Die weißen Schäferhunde und auch Jack Russell als unerwünschte Mischlinge

    In der Vergangenheit waren meine Rüden immer "meine" Hunde und die Hündin der Hund meines damaligen Mannes. Als letztes Jahr nach 6 Jahren Hundeabstinenz (wie habe ich das überlebt?) wieder eine Hundeanschaffung anstand wollte ich aus taktischen Gründen eine Hündin |) Mein Lebensgefährte hatte noch nie einen Hund und hatte zwar nichts gegen die Anschaffung, aber stellte von vorne herein klar, daß es mein Hund wäre und er nur mit spazieren geht, wenn er Lust dazu hat, aber mehr nicht. Dann kam Abby zu uns. Ihr Herrchen ist hin und weg, macht freiwillig abends die letzte Runde mit seiner Maus *gg* und es gibt keinen Spaziergang ohne ihn. Abby hat zwar zu mir die größte Bindung (ich bin auch die, die zur HuSchu geht usw.), aber da sie auch oft genug zu Herrchen kuscheln geht ist die Welt für alle in Ordnung.