Beiträge von SabineAC69

    Das "mittlerweile" bezog sich auf die 80 %. Das war früher anders. Da gabs den Ups-Welpen, den Hund aus dem Tierschutz, ab und an einen vom Bauernhof, die meisten waren Hunde mit Ahnentafeln (auch nicht VDH/FCI).

    Die Ausmaße in denen Hundehandel heute in den Kleinanzeigen stattfindet, gab es einfach noch nicht. Mal auf eine Französische Bulldogge, als Beispiel, zu treffen, war etwas besonderes.

    Ich denke, daß ist aber auch unserer technischen und kulturellen Entwicklung geschuldet. Zum einen sah man damals in Zeitungen nur Anzeigen aus der näheren Umgebung und zum anderen halten heute auch bedeutend mehr Menschen Hunde als früher, wo Hunde mit Arbeitsaufgaben überwiegten.

    Wie kommst Du jetzt darauf?

    Ganz einfach, weil RafiLe dies hier schrieb

    Also für mich ist die Definition ganz einfach. Züchter ist für mich nur, wer innerhalb eines dem VdH angeschlossenen RZV züchtet. Alles andere sind für mich Vermehrer.

    Und den VDH gibt es erst seit 1949.

    In dem von Dir verlinkten Dokument wird das ganze vernünftig erklärt und auch ähnlich Wikepedia. Dort steht u. a.

    "Die kontrollierte Fortpflanzung von Tieren mit einem speziellen Ziel, meistens zur genetischen Umformung oder Verstärkung gewollter bzw. Unterdrückung ungewollter Eigenschaften."

    Und das beschränkt sich nicht auf den VDH zumal es auch ein Schweizer Dokument ist. Darin wird auch schön die Geschichte der Zucht aufgezeigt und die römische Epoche angegeben mit ersten züchterische Selektion.

    Es ist aber ziemlich vermessen davon aus zu gehen, dass ein TA, so gut er auch immer sein, Dispositionen in allen Linien aller Rassehunde kennt.

    Genau das fände ich auch. Deshalb habe ich nur von rassetypischener Disposition (z.b. MDR1 bei manchen Hunderassen) und nicht von linientypischer geschrieben ;) Das ein TA linientypische Dispositionen anhand der Papiere erkennt hat Brino geschrieben und nicht ich ;)

    Solange Tierheime den Züchtern ihre Arbeit erschweren, weil sie eben genau solche Papiere zurückhalten und somit nicht die Möglichkeit zum Austausch zwischen Halter und Züchter geben, kann eben auch nicht wirklich weiter gearbeitet werden. Denn letztlich hätte so der Züchter nicht mal die Chance zu erfahren, wenn der Tierheimhund an HD / ED / Epi / what ever erkrankt ist.

    Okay, dann sind jetzt die Tierheime schuld, wenn es in der Hundezucht noch Krankheiten gibt... :roll: Böse, böse Tierheime... Sorry, dann hätte sich der Züchter im Kaufvertrag ein Rückkauf zum Welpenpreis als Vorkaufsrecht eintragen lassen sollen. Dann wäre der Abgebende sicher ehr zum Züchter gegangen, als dem Hund beim TH abzugeben, was nicht kostenlos ist sondern auch noch etwas kostet.

    Um rassetypische Dispositionen geht es gar nicht, sondern um linientypische.

    Welcher TA, sofern er nicht gerade selber Züchter und Liebhaber jener Rasse ist, lässt sich Papiere zeigen und kennt dann auch noch die linientypische Rassedispositionen bei einer Hunderasse?

    Mehr als utopisch, dass bei einem sorgfältig gezüchteten Rassehund keinerlei Erkrankungen auftreten dürften...

    Deshalb war ja auch ein Zwinkersmilie hinter dem Satz, den Du von mir zitiert hast...

    Ich finde es nach wie vor legitim, wenn ein TH keine Zucht von weiteren Rassehunden mit von ihnen vermittelten Schützlingen ermöglicht.

    Und es soll tatsächlich auch Erkrankungen geben, bei denen erstmal eine Diagnose gefunden werden muss - und in dem Moment ist es eben sinnvoll gewisse die genetische Disposition mit hineinfließen zu lassen

    Ich denke ein guter TA, weiss um rassetypische Dispositionen für Rassehunde und wird dann auch beim Verdacht auf ein solche anhand der Symptomatik ziemlich schnell in die richtige Richtung hin untersuchen. Ich habe noch nie erlebt, daß ein TA zur Diagnostik um die Papiere des Hundes gebeten hat.