Ich denke, daß sollte man komplett individuell betrachten. Es gibt kein richtig und kein falsch. Als wir vor 4,5 Jahren Pepper haben gehen lassen müssen ist dies in der Praxis passiert. Es ging auch nicht anders, da sie massive Krampfanfälle hatte, man sie leider nicht mehr rausbekam und nach ca 30 Minuten klar war, daß es keine andere Lösung gab, als sie umgehend zu erlösen.
Bei meinem damaligen weißen Schäferhundrüden Snow ist es ebenfalls in der Praxis geschehen. Wir bekamen dort morgens die mehr als niederschmetternde Diagnose und es war klar, daß er eingeschläfert werden musste, wenn man ihn nicht noch leider lassen wollte. Mein TA hatte mir noch angeboten, daß ich ihn nochmal mit nachhause nehmen könnte und er dann abends käme und es bei mir machen würde. Ich habe abgelehnt und ihn gebeten es sofort in der Praxis zu tun. Hätte ich ihn nochmal für ein paar Stunden mit nachhause genommen, hätte ich die ganze Zeit nur geheult, wenn ich ihn angesehen hätte und ich denke, daß für ihn dadurch die letzten Stunden belastender gewesen wären als in der Praxis, in die er immer ohne Angst rein ist.
Als dann kurz danach der Rüde meiner Eltern gehen musste hatten sie sich für zuhause entschieden. Die ganze Zeit während wir auf den TA warteten war einfach nur schrecklich. Immer der Blick zur Uhr und zu wissen in X Stunden kommt der TA und es ist zu Ende. 15 Minuten bevor er kommen sollte, kam dann der Anruf, daß es leider später wird, weil ein Autounfall als Notfall reinkam und sofort operiert werden musste. Also hat sich das ganze dann nochmal um 2 Stunden verzögert.