Er hat viel Spaß an der Aufgabe und mir macht es auch Freude, wenn da nicht der soziale Dienst wäre, der sozusagen für mich zuständig ist. Irgendeine Person vom sozialen Dienst geht immer mit mir durchs Heim, wenn ich meine Runde drehe (dagegen habe ich, allein schon aus versicherungstechnischen Gründen, auch nichts). Aber die machen das so lustlos und auch nur, weil sie quasi ihre Liste abhaken a la "Frau Müller durfte heute 10min den Hund streicheln, weitere Ansprache braucht sie diese Woche nicht mehr" (ich übertreibe jetzt mal etwas).
Vielleicht denken die vom sozialen Dienst an all das was sie in der Zeit nicht von ihren eigenen Aufgaben erledigen können, weil ihnen die Zeit, die sie Dich begleiten müssen bei ihrem eigenen Arbeitspensum fehlt. Die Menschen, die ich kenne, die in solchen Berufen arbeiten sind alle überbelastet und wissen so schon kaum, wie sie ihre Arbeit bewältigen sollen. Stell Dir vor, Du hättest den totalen Stress auf der Arbeit und Du müsstest dann eine Stunde oder länger mit einem Besucher rumlaufen während sich der Berg Deiner Arbeit weiter türmt.
Erwarte ich da wirklich zuviel und so etwas ist heutzutage nicht mehr "en vogue"?
Ich glaube schon, daß Du mit einer falschen Erwartungshaltung daran gehst (auch wenn ich die rein menschlich zum Teil nachvollziehen kann). Das was Du tust, tust Du nicht für den sozialen Dienst und nicht für die Heimleitung sondern für die alten Menschen, die sich sicherlich freuen wenn Du kommst und sich bestimmt auch bei Dir zumindest mit Worten dafür bedanken. Du erwartest aber einen Dank nicht von den Leuten für die Du das eigentlich tust sondern von Dritten. Ändere Deine Erwartungshaltung und konzentriere Dich auf die bestimmt leuchtenden Augen der Bewohner, wenn Du mit Hund da bist.