Beiträge von SabineAC69

    Elstern gelten ja als die intelligentesten aller Rabenvögel, müßten also zu den cleversten Vögeln überhaupt zählen. Mit so einem Pflegling hast du sicher noch eine Menge Spaß vor dir!

    Ja, bei aller Arbeit (jede Stunde füttern und dann noch immer dran denken 10 Minuten vorher das Fleisch aus dem Kühlschrank zu nehmen schlaucht schon) und allem Dreck (und den machen sie gerade echt enorm, schlimmer wie Papageien) so macht es doch Spaß mit ihnen. Mein heimlicher Liebling ist die jüngste Elster. Die ist einfach nur witzig, hüpft immer durch die Box, macht immer sofort den Schnabel auf, wenn sie mich sieht. Einfach nur süß. Die etwas ältere Elster ist da deutlich zurückhaltender. Die Rabenkrähe macht sich aber gerade auch gut. Sie war die ersten Tage sehr, sehr langsam. "Soll ich was fressen? Ach nee eigentlich nicht. Ich streck mich lieber nochmal. Oder etwa doch? Ich habe Hunger" Und extrem gemütlich drauf. Seit Samstag ist sie wie ausgewechselt. Im Moment wird mein Kindergarten zu renitenten Jugendlichen. Da wird hingebungsvoll das Zeitungspapier, wo mit die Box ausgelegt ist in feine Streifen gerissen und dann in das Wasser getunkt. Und nun haben wir die Phase, wo man langsam anfängt selber zu fressen. Das kann aber auch Nerven kosten. Dann machen sie den Schnabel nicht mehr komplett auf und ich kann stopfen, sondern wollen selber die kleinen Fleischstücke aus meinen Fingern nehmen. Und wenn das nicht klappt, es selber runter zu schlucken, dann schleudert man das Futter eben einfach durch die Gegend. Bei Hühnerherzen noch okay, aber bei gewolften Eintagskükenbrei oder Banane (einmal am Tag gibt es Obst)doch eine echt Sauerei.

    Ab heute fängt es auch an fies zu werden. Ich habe gestern Abend die Tüte mit den Eintagsküken aufgemacht. Mit Fleischstücken habe ich null Probleme, Aber so ein komplettes flauschiges Eintagsküken ist doch etwas anderes:verzweifelt: Das kriegen sie nachher reingelegt und dürfen sich daran versuchen, sich da selber Stücke raus zu reissen. Wird bestimmt auch nicht schön. Aber sie müssen es ja lernen, um später draussen klar zu kommen.

    Es wird nicht mehr lange dauern, dann ziehen die beiden Elstern um und gehen in eine Auswilderungsvoliere. Die Rabenkrähe wird dafür noch etwas länger brauchen und bekommt dann eine kleine Rabenkrähe dazu. Wenn diese überlebt. Die ist seit Sonntag in der Wildtierhilfe, aber leider nicht gut dabei und ein Wackelkandidat. Sobald sie hoffentlich stabil ist kommt sie nach hier.

    Da war sie müde :cuinlove: Ich versuche morgen mal Bilder in Aktion zu machen. Es macht auch (noch) Spaß auch wenn es echt anstrengend ist. Ich füttere von morgens 6.00 bis abends 22.00 Uhr jede Stunde. Und dazu kommt dann immer 10 Minuten vorher dran denken das Fleisch aus dem Kühlschrank zu nehmen, damit es zur Fütterung nicht zu kalt ist und immer wieder kleine Portionen gewolfte Eintagsküken und Hühnerherzen aufzutauen. Und ich muss nur 3 füttern. Meine Bekannte hat im Moment bestimmt 30 Jungvögel da. Von Blaumeise über Grünfinken, Rotkehlchen, Buchfink bis zu einem ganzen Gelege Buntspechte. Dazu noch Eichhörnchen und Steinmarder als Flaschenbabys. Und aktuell 17 Igel, davon 12 Intensivpatienten. Bis letzte Woche auch noch 3 Fuchswelpen, die sind jetzt aber umgezogen zu einer Stelle, die auf Füchse spezialisiert ist. Das Pensum was sie am Tag hat ist echt unvorstellbar. Kaum ist man einmal rund mit füttern, kann man beim ersten wieder anfangen. Die kleinen Insektenfresser wie die Blaumeisen kriegen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang alle 20 Minuten Insekten. Es ist wirklich unvorstellbar war Wildtierhilfen in der Brut und Setzzeit leisten. Das würde ich keine Woche durchhalten. Im Moment hat sie auch Aufnahmestopp.

    Ich habe vor 2 Monaten lautes Getöse im Garten gehört, da wollte gerade der Sperber auf meine Spatzenbande los. Zufälligerweise lag ein großer Stoffbiber von den Hunden auf der Terrasse und der war richtig nassgeregnet und entsprechend schwer. Also habe ich mir den Biber geschnappt und Richtung Sperber geworfen. Hat funktioniert :hurra:Sah aber bestimmt lustig aus: Frau wirft Biber hinter Sperber:ugly: Aber als er letztes Jahr mal im Garten war hat sich danach fast 14 Tage lang kein Vogel mehr zum Futterhaus getraut.


    Bisher hatte ich zu Elstern auch ein sehr gespaltenes Verhältnis. Aber seit Dienstag bin ich quasi schockverliebt. Eine liebe Bekannte hat eine Wildtierhilfe und ist im Moment mehr als voll. Ich hatte mich dann bereit erklärt im kleinen Rahmen zu helfen, da ich gerade die Zeit habe. Dienstag dann habe ich dort eine junge Rabenkrähe abgeholt und bekam eine kleine Elster dazu. In der Natur sind sie Feinde, aber da beides Rabenvögel sind und diese bei Einzelaufzucht enorm zu Fehlprägungen neigen, bleiben sie so lange zusammen bis ein jeweils artgleicher Partner rein kommt und dann werden sie getrennt. Wenn sie dann alle soweit sind, dass sie selbstständig fressen ziehen sie wieder aus und kommen in eine Auswilderungsvoliere. Eine 2. Elster ist seit gestern hier, jetzt fehlt nur noch eine weitere Rabenkrähe. Auf alle Fälle, als es hieß ich kriege zur Rabenkrähe eine Elster dachte ich Ooookay. Elstern diebisch, schlechter Ruf und verjagen Singvögel. Aber seit ich die kleine hier habe bin ich hin und weg. Sie ist sowas von vorwitzig. Immer hungrig, eine richtige kleine Raupe Nimmersatt. Und extrem neugierig. Ein richtiger gute Laune Vogel:cuinlove: Kleine Elstern sind echte Herzensbrecher.


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    Pauschal aber zu sagen, dass war die Todesursache ohne wissenschaftlichen Hintergrund halte ich ein bisschen für Bild-Niveau.

    Der Beitrag wurde auch deshalb aus den Wildvogelhilfegruppen entfernt. Es fand keine Obduktion statt sondern ein Nicht-Veterinär hat mal eben ein Küken aufgeschnitten und dann aufgrund des Mageninhalt eine Todesursache gemutmaßt. Wenn ich jetzt an einem Herzinfarkt sterben sollte, habe vorher Pommes gegessen käme auch kein Mediziner auf die Idee nur mal eben meinen Bauch aufzuschneiden und dann Todesursache Pommes zu stellen.


    Zu mal es ja auch Körnerfresser unter den Wildvögeln gibt und nicht nur Insektenfresser.

    Ich hatte mit Mila durch 2 OP´s innerhalb von einem Jahr auch mehr Kosten verursacht, als ich in den zu dem Zeitpunkt 2,5 Jahre laufenden Versicherungsvertrag bei der Agila an Beiträgen bezahlt hatte. Beide Op´s samt den Nachbehandlungen wurden problemlos übernommen und ich wurde nicht gekündigt. Läuft alles weiter. Eine der OP´s war eine medizinisch begründete Kastration. Auch die wurde anstandslos übernommen ohne weitere Nachfragen, obwohl mein TA extra Bilder gemacht hatte, für eventuelle Nachfragen, weil Kastrationen ja nur übernommen werden, wenn eine medizinische Indikation vorliegt. Aber die Rechnung wurde sofort anstandslos an ihn beglichen.

    Jetzt habe ich extra das teure Phoenix Wildvogelfutter von Pauls Mühle gekauft und was passiert: meine Spatzengang findet es scheinbar doof. Zumindest fliegen sie seit 45 Minuten (da habe ich es im Futterhaus erstmal rein getan) immer wieder in das Futterhaus, gucken 2 Sekunden, fliegen dann wieder weg, runter auf die Erde, wo sie dann Reste der alten Futtermischung (das schnöde Erdtmanns Streufutter) vom Boden fressen. :motzen:

    Ich denke, daß sollte man komplett individuell betrachten. Es gibt kein richtig und kein falsch. Als wir vor 4,5 Jahren Pepper haben gehen lassen müssen ist dies in der Praxis passiert. Es ging auch nicht anders, da sie massive Krampfanfälle hatte, man sie leider nicht mehr rausbekam und nach ca 30 Minuten klar war, daß es keine andere Lösung gab, als sie umgehend zu erlösen.

    Bei meinem damaligen weißen Schäferhundrüden Snow ist es ebenfalls in der Praxis geschehen. Wir bekamen dort morgens die mehr als niederschmetternde Diagnose und es war klar, daß er eingeschläfert werden musste, wenn man ihn nicht noch leider lassen wollte. Mein TA hatte mir noch angeboten, daß ich ihn nochmal mit nachhause nehmen könnte und er dann abends käme und es bei mir machen würde. Ich habe abgelehnt und ihn gebeten es sofort in der Praxis zu tun. Hätte ich ihn nochmal für ein paar Stunden mit nachhause genommen, hätte ich die ganze Zeit nur geheult, wenn ich ihn angesehen hätte und ich denke, daß für ihn dadurch die letzten Stunden belastender gewesen wären als in der Praxis, in die er immer ohne Angst rein ist.

    Als dann kurz danach der Rüde meiner Eltern gehen musste hatten sie sich für zuhause entschieden. Die ganze Zeit während wir auf den TA warteten war einfach nur schrecklich. Immer der Blick zur Uhr und zu wissen in X Stunden kommt der TA und es ist zu Ende. 15 Minuten bevor er kommen sollte, kam dann der Anruf, daß es leider später wird, weil ein Autounfall als Notfall reinkam und sofort operiert werden musste. Also hat sich das ganze dann nochmal um 2 Stunden verzögert.

    Bei mir ist seit 2 oder 3 Tagen echt Spatzenparty angesagt. Ich habe 2 Futterstellen. Eine in unserem großen Garten (bzw. da sind direkt 3 Futterstellen drin) und ein Futterhaus im kleinen Garten, die ich vom Wohn-/Esszimmer aus sehen kann. Die wird zu 90% von Spatzen belagert und 4 Ringeltauben und 2 Türkentauben. Seit einer Woche kommt auch einmal am Tag ein Rabe sich bedienen. Die Spatzen kamen ja schon immer gerne mit mehreren, aber seit 2 bis 3 Tagen habe ich oft 20 - 30 Spatzen zeitgleich hier. Vermutlich wird gerade das Jungvolk mitgebracht, denn einige sehen noch etwas plüschig aus.