Sorry, aber wo bitte ist ein Hund der Morgens 1 Stunde gassi geht (bevor er 9 Stunden mit ins Büro geht), Abends nach der Arbeit 1-2 Stunden läuft und während der 9 Stunden Arbeitszeit 2x 30min rauskommt überfordert? Zumal wir mit dem Hund ins Gelände gehen wo er keinerlei "Menschenmassen" oder sonstigen "unbekannten" Sachen ausgesetzt ist?! Der Hund ist groß und sportlich, er liebt laufen und baden, da denke ich nicht dass der Hund damit überfordert ist.
Was heißt Büro? Seid nur ihr da? Oder kommen da auch andere Leute? Meiner wäre damit überfordert, wenn 9 h ständig Kunden ein und aus gehen und "er aufpassen muss". Wenn die Kunden in einen anderen Raum gehen, würde ich ihn durchaus immer abtrennen am Anfang.
Und es ist nicht so dass der Hund von jedem "angetatscht" wird, aber wenn der Hund zu Menschen hinläuft und diese dann die Hand ausstrecken und er dann Zähne zeigt ist das wohl nicht normal, zumal er das vor 1 Woche noch nicht gemacht hat und auch in den letzten 3 Monaten im Tierheim so nie gezeigt hat.
Es geht hier auch darum dass in der Familie Kinder sind, denen kann ich schlecht beibringen dass der Hund der zu ihnen kommt nicht angefasst werden darf & auf was sie sonst nich alle zu achten haben.
Der Hund braucht sich nicht von jedem anfassen lassen, aber dann braucht er auch nicht zu jeden hinlaufen sondern soll sich zurückziehen, dann wird er auch in Ruhe gelassen. Zumal ich nicht das Gefühl habe dass dem Hund "streicheln" unangenehm ist, im Tierheim ist er an jedem Gassigänger geklebt und hat sich streicheln lassen ohne Ende.
Meiner liebt auch gestreichelt werden, aber eben nur von Personen, die er kennt und denen er vertraut. Er liebt es, am Bauch gekrault zu werden und schmeißt sich vor seinen Bezugspersonen gerne auf den Rücken. Alle anderen dürfen ihn nicht anfassen, weil er Angst hat. Wahrscheinlich aufgrund schlechter Erfahrungen. Dass er sich zurückziehen soll, weiß er aber nicht von sich aus, das müsst ihr ihm beibringen! Es gibt Hunde, die das gleich als ihren Weg wählen, andere tun es eben nicht und man muss ihnen zeigen, welches Verhalten erwünscht ist. Habt ihr mit Maulkorb seine Reaktion auf Kinder mal probiert? Die sind bei unserem Hund nämlich überhaupt kein Problem. Da können sogar fremde Kinder auf der Straße kommen. Bei Kindern ist es natürlich schwieriger.
Wir sind bestimmt bereit mit dem Hund zu arbeiten, aber es wird auch jeder Verstehen dass ein Hund an einem ARbeitsplatz keine Besucher angehen kann, genauso wenig im Privatleben. Ein Hund hat nicht nach vorne zu gehen und zu schnappen, schon garnicht in Situationen die er selbst sucht, er kann sich zurückziehen dann hat er seine Ruhe und keiner will etwas von ihm, aber dass er Kollegen oder Freunde die sich in unserer Wohnung oder im Büro bewegen und nichts von ihm wollen so angeht, das geht nicht.
s.o., beibringen, dass er sich zurückziehen soll. Natürlich versteht das jeder Mensch, aber euer Hund zur Zeit eben noch nicht.
Ich glaube auch nicht dass man von "sooo viel neue Eindrücke" sprechen kann. Der Hund ist jetzt fast 2 Wochen bei uns und kennt unsere Wohnung und unser Büro. Viel mehr machen wir mit ihm nicht außer Gassi gehen. Wir hatten jetzt in fast 2 Wochen 2 Besucher da kann man wohl nicht von "Überforderung" sprechen. Unser Tage laufen eigentlich seit wir ihn haben sehr gleich ab, ohne dass er in irgendwelche "schlimmen Situationen" gebacht wird. Das einzig Schlimme für ihn bis jetzt war wohl " die überwindung der Treppe" und dass er "autofahren" lernen muss.
Da macht wahrscheinlich jeder Mensch der einen Welpen vom Züchter holt in den ersten 2 WOchen mehr als wir mit unserem Hund.
Das mag sein, manchen macht es auch nichts aus. Es gibt aber auch einfach Unterschiede zwischen Individuen. Den einen kannst du mehr fordern mit neuen Eindrücken als andere. Und eurer scheint nun mal vom Verhalten her, zumindest deiner Beschreibung nach, sehr gestresst zu sein. Es sind viele neue Eindrücke, neue Wohnung, neues Gebiet, viele neue Menschen, es wird etwas von ihm verlangt, man will ihn streicheln...