Beiträge von Camillo09

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    lotuselise Danke für Deine Erfahrungen :smile: Das hört sich doch an als hättet Ihr im Laufe der Zeit ganz gewaltige Fortschritte gemacht! Und Du hast recht... Ich werde auch versuchen mir die positiven Dinge rauszupicken und mich daran hochzuziehen. Ist manchmal schwer, wenn man selber einen doofen Tag hatte ;)

    Das ist ja das schlimme. Man denkt an schlechten Tagen nur an das negative, bzw. mir geht es oft so, dass ich noch an all die Baustellen denke, die wir noch haben. Und darüber ganz vergesse, wie weit wir schon gekommen sind. Wenn ich mir die Anfangszeit ins Gedächtnis rufe, dann ist wirklich schon viel passiert. Und das alles in "nur" 5 Monaten. Der Hund, der vor allem Angst hatte, was auf ihn zu kam, der sich bei jedem (!!!) Kommando erst mal vor Stress geschüttelt hat, geht heute an lockerer Leine an entgegenkommenden oder überholenden Fahrrädern vorbei und bellt nicht mal mehr nachts Leute an, bzw. nur noch selten und dann kann man gut abbrechen, weil er sich nicht mehr reinsteigert. Oder der Hund, der sich anfangs in der HuSchu beim freien Spielen hinterm Baum an Ausgang versteckt hat, dass ihn ja keiner sieht und der heute sogar von sich aus mal Kontakt zu anderen Hunden aufnimmt oder sich sogar mitten in die HH-Gruppe traut. Leider vergesse ich das allzu oft, wenn mal wieder was nicht klappt.

    Es tut auch gut, von anderen mal zu hören, wie weit man schon gekommen ist. Erst letztens hat wieder eine aus der HuSchu, die im gleichen Ort wohnt, gesagt, wie toll sich Camillo schon entwickelt hat. Das macht immer wieder Mut, dass sich die ganze Arbeit und Nerven lohnen.

    Ich kann dich super verstehen, weil ich die Situation hier auch habe. Es ging jetzt wochenlang sehr gut, alles wurde langsam besser und am WE wars wieder ne Katastrophe. So Tage gibt es aber immer wieder hier und die gehen auch wieder vorbei. :D Kopf hoch, ab morgen (oder übermorgen ;)) geht es wieder aufwärts. :gut:

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    Deine kannst du aber kontrollieren oder?
    Meine geht auch auf Fährte, nicht nur Sicht, wenn sie was schnuppert z.b verändert sie sich, aber das merke ich schon und breche vorher ab so lange es noch geht.... nur nicht wenn sie vor mir das Reh sieht oder den Hasen.
    Dann bin ich Luft und so schnell die los rennt so schnell bin ich noch nicht mal. Gott sei Dank hat sie noch nix bekommen. Das ist mein Glück.

    Leider noch nicht immer. Wenn ich mich gut konzentriere und im richtigen Moment rufe, meistens ja. Solange er in meinem Einflussbereich ist, kann ich ihn leicht vom Stöbern im Gebüsch abhalten, das geht. Aber wir üben noch, ihn von einer Spur abzurufen. Im Moment ist er noch an der Schlepp, weil ich auch noch üben muss, immer im rechten Moment zu reagieren. ;)

    Um einen Sichtjäger wäre ich noch dankbar. Auf Sicht finde ich noch recht gut händelbar, wenn man aufmerksam ist. Man muss eben schneller sein als der Hund und rechtzeitig abrufen.

    Leider geht unserer schön auf Fährte jagen und da merke ich (noch) nicht immer rechtzeitig, was Sache ist. Und da hilft auch nicht, Impulskontrolle auf Sicht zu üben. Ich kann direkt vor seiner Nase alles werfen und er bleibt sitzen, zumindest, wenn ich es verlange.

    Ich bin auch sehr gespannt auf Antworten. Ich bin zwar nicht 100% sicher, dass es bei meinem auch territoriale Motivation ist (ist auch unsicher), aber da er zu 95% woanders an der Leine ruhig ist, während er auf seinen täglich mehrfach benutzen Wegen komplett austickt, gehe ich schwer davon aus, dass es was damit zu zun hat. Vielleicht nicht allein als Grund, aber teilweise.
    Ich komme dann auch überhaupt nicht mehr an ihn ran, er bellt und bellt und registriert nichts anderes mehr.

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    Mein "kleiner Köter" kann auch noch net Leine laufen, aber ich geb da nicht auf. Auch er wird es irgendwann, irgendwie lernen. Ich dachte auch dass er nieeee aportieren wird und peng hats irgendwann geklappt. Dann dachte ich der wird bis ans Ende seiner Tage die Leute auf der Straße verbellen und dann hat er es gelassen weil ich das richtige Timing gefunden hatte.
    Der Hund wird immer gefallen wollen, wenn die Beziehung Mensch-Hund passt. Dann lernt er auch einfach. In so einer verfahrenen Situation wo nicht mehr viel Motivation besteht etwas zu ändern ist eine Abgabe wohl wirklich das Mittel der Wahl....
    Ich finde es nicht verwerflich wenn jemand aufgibt und den Hund weitervermittelt. Es könnten auch weitaus schlimmere Dinge passieren. Aussetzen z.B. Aber so hat der Hund doch alle Chancen.

    :gut:

    Wie wenn du meinen Hund beschrieben hättest. :D Er ist auch einer, der seiner Familie lästig wurde. Man stelle sich einen nicht ansatzweise ausgelasteten, schlecht sozialisierten und deshalb sehr ängstlichen Mali-Mischling in einer kinderreichen Familie vor. Dass das schief geht, ist abzusehen, wenn nicht viel investiert wird. Letztlich hat die Familie genau richtig gehandelt, sie haben sich entschieden, den Hund abzugeben und die Vermittlung einem TH überlassen, das die neuen Leute schon mit Bedacht gewählt hat. Wir sollten lange vorbei kommen und ihn kennenlernen, es uns wirklich überlegen, ob wir ihm bzw. seinen Problemen gewachsen sind. Wir haben (noch) keine Kinder, haben Zeit für den Hund und die Motivation mit ihm an den Problemen zu arbeiten. In der Familie wäre er noch die nächsten 10 Jahre untergegangen.

    Wenn ein Tier nur noch Last ist und nicht mehr erwünscht ist, ist es im Sinne aller, das Tier abzugeben. Allerdings sollte man seine Lehren daraus ziehen und in Zukunft bedachter handeln!

    Ich habe jetzt auch einen Fahrradhänger gekauft, weil wir endlich mal wieder richtige Touren machen wollen. Bei uns können das auch mal 50-60km sein, das braucht der Hund nicht ganz laufen. Wir hatten vor, ihn immer mal wieder ein Stück (wo es ungefährlich ist) mitlaufen zu lassen und dann wieder in den Hänger.