Beiträge von Camillo09

    Ich habe mich in der letzten Zeit auch sehr viel damit beschäftigt, zumindest, was Rüden angeht. Ich war auch eher der Meinung, dass man die Hunde, egal ob Rüde oder Hündin, intakt lassen sollte, solange es geht. Allerdings ändert sich bei mir immer mehr die Definition für "solange es geht". Ich habe unseren Rüden jetzt chippen lassen, weil es ihn massiv stresst, ständig nur am Markieren, Urin auflecken, Scharren und den Gockel machen. Er hat draußen kaum noch einen Kopf für was anderes und auf dem Hundeplatz schon gar nicht. Als wir im Urlaub in einer mehr oder weniger hundefreien Umgebung waren, hatten wir einen total anderen Hund. Der war plötzlich aufmerksam, hat super gehört und war viel entspannter. Im Moment bewirkt der Chip noch das Gegenteil, aber die Rebound-Phase ist auch noch nicht um, von daher alles normal bisher.

    Vielleicht könnte man das unschöne Verhalten auch mit Erziehung reduzieren, aber ich habe ganz arge Zweifel, ob man damit dem Hund wirklich einen Gefallen tut. Warum ihm dann nicht diesen Stressfaktor nicht nehmen, wenn man schon die Möglichkeit dazu hat? Erst recht, seit man es mit dem Chip ausprobieren kann, ohne dass es entgültig ist. Klar hängt es ganz klar vom Hund ab und man muss für jeden Fall einzeln entscheiden. Die Kastration ersetzt keine Erziehung, das ist auch außer Frage.

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    Ich habe das mit 2x täglich laufen schon probiert, da ist er völlig unausgeglichen. Er ist ein unheimlich bewegungsfreudiger Hund (ist das nicht bei allen junghunden so?)

    Macht er auch noch was anderes als nur laufen? Laufen können die meisten Hunde ewig, sie bauen Kondition auf und brauchen noch mehr. Ob es gesund für den Körper eines Junghundes ist, gerade bei so großen, steht auf einem anderen Blatt Papier.

    Ich würde auch empfehlen, Kopfarbeit einzubauen, besonders Nasenarbeit lastet schön aus. Mein Hund darf fast bei jedem Spaziergang Leckerlies suchen, da ist er nach 15 min im Kopf platt. Du kannst dich z.B. auch mal über ZOS informieren (Forensuche hilft), das ist auch ne tolle Beschäftigung, die gut auslastet. Dann brauchst du auch keine 4h am Tag zu gehen, die Hälfte reicht auch ;) . Ich baue auch immer wieder Fußarbeit mit und ohne Leine, oder andere Gehorsamsübungen ein. Da muss sich der Hund auch konzentrieren und wird im Kopf beschäftigt. Ein guter Gehorsam schadet auch sicherlich nicht. ;)

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    Ich habe einen Sack Bosch Life & Care geschenkt bekommen weil deren Hund das nicht mag

    http://www.zooplus.de/shop/hunde/hun…otection/112762

    Meinen Hunden schmeckt es und ich finde die Zusammenstellung ließt sich gar nicht so schlecht. Mich würde mal interessieren was die Futterexperten dazu sagen.

    Welche Antioxidationsmittel wurden verwendet? Wäre eine interessante Frage.

    Außerdem wird der Fleischanteil recht gering sind, wenn sie gerade mal 26% FRISCHfleisch einsetzen, da bleibt nach der Trocknung fast nichts mehr übrig, zu den übrigen tierischen Zutaten gibt es keine weiteren %-Angaben.

    PS: sie schreiben zwar auf der HP

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    Fleischanteil bzw. Anteil Eiweißträger tierischen Ursprungs (*siehe hierzu auch Info unter: Service/Fragen Sie bosch): min. 40,4 % (auf Trockenbasis)


    http://www.bosch-tiernahrung.de/index.php?site…care#fragment-2
    aber was davon ist nun einfach nur Proteinhydrolysat? Und was richtiges Fleisch?

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    Wie "Josera umpacken?"

    z.B.
    Josera Ente und Kartoffel
    Kartoffelflocken 43 %; Entenfleischmehl25 %; Geflügelfett; Rübentrockenschnitzel;Kartoffeleiweiß; Johannisbrotmehl; Geflügelprotein,hydrolysiert; Hefe; Zichorienpulver;Natriumchlorid

    alsa nature Sensigon Ente und Kartoffel
    Kartoffelflocken 43,0%, Entenfleischmehl 25,0%, Geflügelfett, Rübentrockenschnitzel, Kartoffeleinweiß 5,0%, Johannisbrotmehl, Geflügelprotein, hydrolysiert 3,0%, Hefe, pflanzliches Protein, hydrolysiert, Zichorien Pulver, Natriumchlorid

    Die Analyse ist auch genau gleich ;) , wird also das gleiche Futter sein.

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    Meinst du Luposan? Das haben meine beiden nicht vertragen,viel Durst,Kot riesig und matschig,und der Hund hat gestunken.
    Auch nach mehreren Wochen noch,bei anderen kaltgepressten futter ging es dann nach einer Zeit. Bei diesen aber nicht

    Das Luposan wurde ja verändert und hat jetzt wesentlich weniger Rohfaser, also tendentiell eigentlich jetzt kleinere Haufen.

    Unserer hat bis vor der Veränderung der Zusammensetzung auch Luposan bekommen. Jetzt bekommt er MM und macht noch 2 Haufen am Tag, die sogar wesentlich kleiner sind. Das neue haben wir nicht mehr probiert, ich hatte um Proben gebeten, und wurde immer wieder vertröstet, es gäbe noch keine. Nicht mal nach Markteinführung konnte ich welche bekommen. Irgendwann war es mir dann zu blöd, zumal das Futter ja auch um einiges teurer wurde und ich das nicht so wirklich einsehe, weil es i.M. A. nicht so viel besser wurde.

    @TE: wenn du vorher Extruder gefüttert hast, würde ich erst mal abwarten, das kann einfach nur am Kaltpressverfahren liegen und der Hund muss sich darauf einstellen. Wenn sich nichts ändert, würde ich doch über nen Wechsel nachdenken.

    Versuche, über den Dingen zu stehen. Suche dir Gassipartner (ich hab ganz nette hier im Forum gefunden) und geh mit denen. Vielleicht hilft es dir auch, mal woanders hinzufahren, wo du neue Leute triffst? Meiner pöbelt zuhause auch (noch) rum, hier gehen mir die Leute auch aus dem Weg, aber ich finde das gut, hab ich meine Ruhe ;) . Woanders haben wir kaum noch Probleme, außer er wird angemacht. Da kann man sich gut mit anderen unterhalten und Kontakte zulassen, wenns passt.

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    Die Box war nicht unser einziger Versuch. Wie würdest du das denn regeln??? Deinen Job aufgeben? Den Hund ins Tierheim geben? Ich denke nicht, also versuchen wir natürlich auch Boxentraining! Und das ist ja wohl kaum Quälerei.

    Der Hund muss doch nicht ins TH? Er gehört doch einer Organisation, die auch eine Pflegestelle finden kann, wo er nicht allein sein muss. Es gibt einfach Hunde, die lernen das schneller als andere und es gibt welche, die lernen es nie. Gerade, wenn er ein Handicap hat, kann letzteres noch häufiger eintreten. Vielleicht ist es für ihn unheimlich, wenn er euch nicht mehr sieht und riecht? Fühlt sich verlassen?
    Wenn ihr schon alles probiert habt, dann wendet euch an die Orga und die sucht nach einer neuen Pflegestelle. So bringt das ja nichts, weder euch noch dem Hund.

    Wäre es der eigene, muss man dann eben in den sauren, bzw. teuren Apfel beißen,en Sitter engagieren und noch mal Training neu anfangen, aber als Pflegestelle würde ich den Weg auch nicht gehen.

    Konnte dir denn die Trainerin sagen, warum er das macht? Nach Radfahrern schnappen? Nach Kindern? Jagdverhalten? Unsicherheit? Territorial?

    Man muss nicht erst schlechte Erfahrungen machen. Ich weiß, dass mein Hund unsicher ist. Deshalb wird er nie, absolut niemals, von Fremden angefasst, weil ich weiß, dass er davor Angst hat. Aber dazu musste ich das nicht ausprobieren, sondern nur lernen, seine Körpersprache zu lesen (über die man sich belesen kann). Genauso ist er niemals ohne Leine, wenn wir Menschen (ohne Hund) begegnen, Radfahrern, Joggern... Ich bin zwar zu 98% sicher, dass er nicht hingehen würde, aber ich werde es nicht probieren. Dann kommt er eben kurz an die Leine und fertig. Eigentlich juckt es ihn kein bisschen, er schaut meist nicht mal hin, aber drauf ankommen lassen? Nein danke. Wenn man an den falschen gerät, gibts große Probleme.

    Lass den Hund an der Schlepp und sicher ihn immer, wenn jemand kommt. Egal, ob er jedes ruhig bleibt oder nicht. Solange, bis es zu 99% klappt (100 wird man wohl nie schaffen ;) ).