Wir haben hier auch so ein Exemplar sitzen.
Es ist Arbeit, viel Arbeit und teilweise auch Organisation. Wir können den Hund nicht länger abgeben, weil sonst keiner mit dem Gassi gehen kann. Mit viel Gewöhnung, Kennenlernen etc. an einen professionellen oder zumindest sehr erfahrenen Gassigänger würde es aber wahrscheinlich schon gehen. Er kann beispielsweise bei meinen Eltern, die er kennt, schon bleiben ohne uns, lässt sich auch von ihnen auf den Platz schicken, aber Gassigehen könnte keiner, weil er dazu draußen auch manchmal für andere zu unerwartet reagiert. Er lässt sich auch von Fremden erst mal nicht anfassen und wenn ihm was nicht passt, knurrt er etc. Bei unsicheren, unerfahrenen Leuten gibts da sicherlich ein Problem. In den Bus o.ä. würden wir nicht machen, und wenn, nur mit Maulkorb. Aber der Hund würde sich total unwohl fühlen und das wollen wir nicht. Aber daran könnte man den Hund sicherlich auch gewöhnen, wie schon gesagt, es ist halt Arbeit.
Wir arbeiten auch seit Monaten dran, dass andere Menschen und andere Hunde nichts schlimmes sind. Bei ersterem arbeiten wir mit "Zeigen und Benennen", also bestätigen von ruhigem Verhalten und positiver Verknüpfung, bei anderen Hunden haben schon viele positive Kontakte, gemeinsame Spaziergänge etc. ausgereicht. Wir sind noch lange nicht fertig, aber es wird besser.
Ob der Hund z.b. jemals mit auf eine Geburtstagsfeier kann (und sich dort auch nicht total unwohl fühlt), steht in den Sternen.