Mir kommt der Text auch ziemlich bekannt vor von unserem TH-Hund, der kaum was aus dem Leben kannte. Ich habe anfangs (da mein erster Hund) nicht verstanden, warum sich unser Hund ständig schüttelt, den Blickkontakt meidet, wenn ich etwas lauter werde, sich abdreht, anfängt zu schnüffeln... Was wie Ignoranz aussieht, war permanentes Beschwichtigen, weil er sehr unsicher war und nicht wusste, wie er sich zu verhalten hat.
Er hatte auch anfangs Angst/Unsicherheit vor allem, was uns entgegen kommt und hat alles verbellt. Mit vielen Leckerlies und noch viel mehr Geduld haben wir es hinbekommen, dass Fahrradfahrer, Jogger, Spaziergänger und meistens auch Hunde nicht mehr als Gefahr gesehen werden und er inzwischen ruhig bleibt. Im Dunklen müssen wir noch arbeiten, da ist die Angst oft immer noch da, aber es wird. Und an den anderen Hunden, da waren wir so erfolgreich, dass er jetzt jedem Hallo sagen will.
Allerdings war er im Freilauf auch verträglich und ist bei Überforderung geflohen und hat nicht angegriffen.
Ganz wichtig am Anfang ist die Distanz. Der Hund lernt nichts, wenn er gestresst ist. Du musst für den Anfang den Abstand so groß wählen, dass er noch nicht unsicher wird, sondern entspannt bleibt. Und dann schön füttern/spielen...
Für mich ein sehr gutes Buch: