Beiträge von Camillo09

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    Jupp das ist z.B. eine gute Anlaufstelle um einen guten Trainer zu finden.


    Eine langjährige Erfahrung mit verschiedenen Hunden ersetzt keine Theorieseminare und keine Praxisseminare und praktische Arbeit mit Kunden unter Anleitung. Und auch erfahrene Hundehalter, wie du sie beschreibst, können grobe Schnitzer machen weil ihnen irgendwelches Wissen fehlt.

    Aber wer ist denn "berechtigt", solche Seminare zu geben? Namhafte Trainer (Futterschüsselvideo ;) ), Tierärzte, Hinz und Kunz? Was ist denn eine solche Ausbildung, die dann ok ist? Nur die vom bhv? Canis? ATN?... Das ist doch das Problem, selbst wenn es eine Ausbildung geben würde, man könnte es nie allen recht machen.

    Warum vermeide ich nicht Situationen, in denen sich mein Hund genötigt fühlen würde, zu schnappen? ;) Das sind ja Situationen, in denen sich der Hund überhaupt nicht wohfühlt und keinen anderen Ausweg weiß. Ich würde beispielsweise nie auf die Idee kommen, meinen Hund mit in eine belebte Stadt zu nehmen, wo ich seinen Wohlfühlabstand nicht gewährleisten kann. Das wäre meinem Hund gegenüber nicht fair, ihn da reinzuzwingen und ihm dann seine Kommunikation zu verbieten, wenn er sich Raum verschaffen will. Letzteres darf er natürlich nicht, aber dann bringe ich ihn halt erst gar nicht in die Situation.

    Ich persönlich würde keinen Maulkorb dran machen, sonst müsste meiner wohl auch einen tragen. ;)

    Ich denke auch, es ist sinnvoller, einen Trainer zu holen, der dir zeigt, wie du deinen Hund sicher führst, sodass jedem (nämlich auch deinem Hund!!) geholfen ist. Mit Maulkorb kann der Hund noch schlechter kommunizieren als ohnehin schon durch die Leine, das macht es ihm nicht eben einfacher. Im Sinne deines Hundes musst du halt immer deutlich machen, wie viel Abstand er braucht. Das liegt in deiner Verantwortung, dein Hund darf sich ja nicht bemerkbar machen (durch Bellen, Knurren, Schnappen).

    Ich finde nicht, dass man dafür eine der bestehenden Ausbildungen machen muss. Das sagt per se erst mal nichts aus. Es gibt Leute, die haben einfach ein Gespür für Hunde und die dazugehörigen Halter, das ist sehr viel wert. Gepaar mit viel Erfahrung und Besuchen bei Seminaren kann da ein sehr guter Trainer bei raus kommen. KANN, nicht muss. Vielleicht sogar besser als solche mit Ausbildung, weil sie ihren eigenen Weg gefunden haben und nicht etwas versuchen, zu kopieren, weil sie es gelernt haben. Es steht trotzdem kein Abschluss im Lebenslauf.

    Und auch mit der Ausbildung wissen immer noch viele nicht, was sie machen.

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    da meinte aber unser Schmied, dass er alle 4 Wochen die Eisen neu drauf machen kann... Also nicht die alten wieder drauf, sondern die brauchen komplett neue, bzw wirklich alle pferde brauchen Eisen. Der Boden soll halt ultra agressiv sein :/
    Auch die Futterqualität war nicht überzeugend, hatten nämlich mal überlegt Trulli da hin zustellen

    Hier ging es um die Art des Stalls ;) . Optimal finde ich den Aktivstall auch nicht, weil es entweder zu viele oder unpassende Pferde sind bzw. der Bestand zu viel wechselt. Meine RB hatte ständig Schrammen. Andere wurden nachts in eine Box gestellt, weil sie sonst nicht mal zur Ruhe kommen können.

    Problem am Boden kann sein, dass sich die Pferde überwiegend (manche nur) auf den gepflasterten oder betonierten Teilen aufhalten. Dort werden die Hufe natürlich sehr beantsprucht. Da sind aber Heu und Kraftfutter und manche sind die ganze Zeit damit beschäftigt, zu warten, bis sie wieder rein dürfen. Auch nicht Sinn der Sache. Gibt sicherlich noch einiges zu optimieren, war ja nur als Beispiel gedacht, was man sich mal live anschauen könnte und Ideen holen.

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    Suzy macht das aber ja auch bei Menschen wenn sie frei ist, nur geh ich vorrausschauend spazieren und lass es nicht mehr soweit kommen ...
    Bei meinen Eltern war vor kurzem z.b die Situation dass sie bereits bei den Leuten vorbei waren, Suzy drehte sich um und rannte denen auf einmal hinterher ... sie war ohne Leine.
    Das ist auch kein unsicheres nach vorne gehen ... die Rute ist oben und dann wird nach vornen gegangen.

    Also grundsaetzlich ist dein Ansatz gut aber sie macht mir keinen unsicheren Eindruck ... sie macht das wie gesagt auch ohne Leine ...

    In der Situation selbst ist sie auch nicht mehr unsicher, weil sie für sich eine Lösung gefunden hat, die ihr Sicherheit gibt, das nach-vorne-gehen und bellen. Der Grund, warum sie das macht, kann trotzdem Unsicherheit sein. Ich sprech da aus Erfahrung ;) .

    In der Situation kannst du nichts mehr machen, da hat die Trainerin recht, da kannst du nur noch rausgehen, es kommt eh nichts an beim Hund.

    Ablenken ist nicht gut, bzw. wird dir nicht dauerhaft helfen. Sie muss lernen, mit der Situation umzugehen, indem du sie sicher führst und sie sich auf dich verlässt.