Gerade für einen Welpen benötigt man zu Beginn mehr Zeit als nur kurz Gassi gehen. Der muss ja alles erst lernen. Und - wie andere schon geschrieben haben - als Lehrer an einem Gymnasium hat man vieles, was ganz kurzfristig angesetzt wird. Das fängt beim Wandertag an, geht über Korrekturen, Elterngespräche, Veranstaltungen, Tagesfahrten, Konferenzen, Vertretungen, Abordnungen und vieles mehr.
Als Lehrer in Vollzeit ohne Unterstützung ist das mit einem Welpen meiner Meinung nach nicht zu bewältigen. Ungeplante Tierarztbesuche, durchwachte Nächte, ein Welpe, der beim Spaziergang vielleicht nicht in den geplanten paar Minuten einen passenden Platz für sein Häufchen findet, kommen dann noch dazu. Home-Office mit Welpe kann übrigens auch spannend sein.
Ich habe meine Stunden deutlich reduziert, habe allerdings den Vorteil, dass ich nur knappe 10 Minuten entfernt wohne und Eltern, die auch mal einspringen können. Trotzdem ist es manchmal eine Herausforderung. Bei mir beginnt der Tag um 5 Uhr mit einem einstündigen Spaziergang und endet gegen 22 Uhr mit einer kurzen Runde. Mein jüngster Hund ist bald sechs Monate alt, da bin ich fast jede Freistunde Zuhause. Stundenverschiebungen, die bei uns relativ häufig vorkommen, sind eine Herausforderung. Mein ältester Hund ist bald 12 Jahre alt. Sie muss inzwischen auch häufiger raus als früher. Das muss man auch dann wollen, wenn es Morgens so kalt ist, dass man beim Häufchen einsammeln fast erfriert oder man im strömenden Regen mit nicht sehr erfreuten Hunden die Gassirunde absolviert (trotz Garten übrigens - nicht jeder Hund geht für sein Geschäft in den eigenen Garten).