Ich fühle so mit dir. Und ich hab keinen Jagdhund und vom Züchter ist er auch noch.
Er jagt, alles geht ihm was an, er fiept, jodelt, zieht wenn er was sieht und ich hatte bereits einen ziemlichen Trainerverschleiss. Und dann auch so Trainer, mit denen ich gemeinsam unterwegs war und die dann mit so 0815 Tipps kamen. Und wenn mir der 20. Trainer sagt, bleib stehen und warte bis er zu dir guckt, um das zu belohnen, da frag ich mich dann schon wofür ich so viel Geld hinlege. Als ob ich darauf nicht selber kommen könnte.
Dank der Fürsprache hier im forum gehe ich mit ihm auf den Hupla. Hab mich wieder getraut. Hat das was am Alltag geändert? Leider nein. Aber es hat was in unserer Beziehung geändert. Er geht gerne hin und kann da, oh Wunder, Fremdhunde total ausblenden. Kann er im Alltag nicht.
Wir haben jetzt zusammen ein Hobby und da haben wir beide Spaß. UO ist nicht so meins, aber ich habe Freude an seinem Eifer. Und damit sind wir aus der Negativ Spirale raus. Gassi ist oft nervig, er brüllt anderen Hunden hinterher, geht steil bei Katzen und ist halt IMMER laut, wenn ihn was triggert. Leute gucken aus den Fenstern und schütteln den Kopf. Ich versuche das zu ignorieren. Es ist mein toller Lucifer, der mit Alltag nicht soooo gut klar kommt, aber ich liebe ihn und sein Wesen. Und mache mir jeden Tag klar, dass er nicht so lange leben wird, wie ich das gerne hätte. Darum versuche ich jetzt jeden Tag zu genießen und den Nerv schnell abzuhaken.
Ich habe mein Mindset radikal verändert und das macht es mir deutlich leichter.