Beiträge von physioclaudi

    Doch schon. Aber wenn er angetriggert ist, muss ich ihn gezielt ansprechen. Und auch dann dauert es, oder klappt nicht. Wenn wir reizarm unterwegs sind, orientiert er sich immer wieder zu mir. Dann ist er auch gut leinenführig.

    Nur für mein Verständnis - widerspricht das nicht deiner Junkietheorie???

    Wenn du sagst er sucht gezielt Trigger um aus der Haut zu fahren, würde er das doch auch in reizarmer Umgebung tun 🤔


    Ja, das tut er auch. Aber lässt sich besser davon abbringen. Nehme ich keinen Einfluss in irgendeiner Weise, dann steigt sein Aussenfokus permanent an, auch in reizarmer Umgebung. Aber wenn ich gelegentlich ihn anspreche, mal beide absitzen lasse, weil zb ein Auto kommt, so Kleinigkeiten halt und dann nüscht weiter los ist, dann ist er bei mir (und den guten Schnüffelstellen)

    Der Trainingsansatz müsste dann ja ein völlig anderer sein, als beispielsweise wenn er aus Unsicherheit, Reizoffenheit oder sonstiges heraus agiert. Darum frag ich so genau nach.

    Das ist echt situationsabhängig. In Wald und Feld triggert ihn Wildgeruch und ich muss ihn immer wieder geistig zu mir holen, was eben nicht mehr klappt, wenn das Reh vor uns über den Weg latscht, da kann ich ihn nur weiter schleifen. Da sucht er wirklich aktiv. Als er den Kastrachip hatte war es wesentlich schlimmer. Seit Pipistellen wieder spannender geworden sind, ist es sehr deutlich zurückgegangen.

    Und dann gibt es die Situationen, wo er ängstlich (zb Dunkelheit), oder frustig ist (Hundebegegnungen an der Leine und er darf nicht hin). Effekt ist immer Gejodel, die Intention durchaus verschieden. Wenn man ihn kennt hört man auch den Unterschied.

    Er steigert sich doch in so gut wie alles rein wo er sich theoretisch abwenden soll draußen und sucht das gezielt und blendet die Halterin dabei aus und schnappt wenn sie ihn stört oder was meinst du ? Reden wir dank der Hitze aneinander vorbei? 😄

    Der Ansatz wäre hier das man nen klaren Cut macht und komplett umstellt. Alles. Kein cfb mehr, kein umorientieren sondern stumpfes schwarz weiß ich gebe dir jeden mm vor deines Lebens und du ignorierst den Rest damit der Hund mal wieder klar kommt und raus aus seinem festgefahrenen Muster.

    Also erstmal schnappt er vllt mal wenn ich körperlich werde, also deutlich in die Seite greife (Micha nennt das Pflastergriff), wenn ich ihn "nur" blocke oder anschnauze dann nicht.

    Und ich stimme Dir absolut zu, würde ihm gerne den deutlichen und engen Rahmen vorgeben, aber mir fehlt das WIE.

    Warum muss man das jetzt kleinreden wenn jemand ein Problem bei sich sieht und angehen will?

    Sie schrieb doch selbst der Hund nutzte erkennbare Schwäche bereits aus und für den Hund ist sein Verhalten jetzt auch nicht gesundheitsfördernd.

    Es geht nicht ums Kleinreden, sondern auch ums objektive Draufschauen. Und das macht mich nicht weniger willens was zu ändern. Eben weil er an sich ein toller Hund ist möchte ich doch, dass unsere Alltagsprobleme zumindest erträglicher werden.

    Hier kamen total tolle Hinweise und ich werde mir all das in Ruhe anschauen, aber es kamen eben auch die Ratschläge, dass ich ihn abgeben soll. Und so groß sehe ich unsere Probleme nicht.

    Ist so, als würde man einen beim alleine bleiben schreienden Hund einfach weiter alleine lassen, ohne auch nur irgendwas zu ändern. Und dann sowas sagen wie „der jodelt immer so schöne Arien für unsere Nachbarn wenn er alleine bleibt“.

    Verstehe schon was Du meinst, aber ich hab ja den Thread erstellt, weil ich es nicht verharmlosen möchte ;)

    Bellt Lucifer im Training dann ständig, auch wenn du dich mit ihm beschäftigst? Hat er dann das Ziel hinter den anderen Hunden hinterher zu Rennen?

    Nein, im Training bellt Emil, Lucifer nicht. Er bellt mal, wenn er was nicht gleich versteht aus Frust. Oder, wenn er sagen will "Hallooooo? Hast du nicht eben gesagt wir trainieren was???" Hatte ich vorhin als wir bei der Trainerin waren. Sie wollte mal kurz sehen, wie wir das mit der Fußarbeit machen. Also hab ich ihr ne Minute lang gezeigt, was wir dann machen, vergessen dem Hund das Signal für "fertig" zu geben und weiter geredet. Und da hat er mich empört angebellt.

    Ich habe schlicht keine Ahnung, ob er hinter anderen Hunden herlaufen würde im Training, weil wir ja aus der Huschu rausgeflogen sind, als er ein Welpe/ Junghund war. Danach nur noch gelegentlich Einzelstd. da entsteht das Problem nicht, oder MT. Beim MT kann er Aussenreize ziemlich gut ausblenden. Einmal stand ein unangeleinter Hund kläffend vor uns beim Suchen und anstatt Kontakt zu suchen, was er im Freilauf täte, kam Lucifer zu uns und hat gejammert. Als die Trainerin den Kläffer verscheucht hatte, nahm er sofort seine Spur wieder auf. Sprich, ich denke schon, dass man im Training seine Aufmerksamkeit halten könnte, weiß es aber schlicht nicht.

    für Lucifer ist momentan die Suche nach dem nächsten Triggern, dem ultimativen kick um aus dem Pelz zu fahren sein Suchtverhalten. So scheint mir das auch.

    Orientiert er sich also garnicht an dir?

    Doch schon. Aber wenn er angetriggert ist, muss ich ihn gezielt ansprechen. Und auch dann dauert es, oder klappt nicht. Wenn wir reizarm unterwegs sind, orientiert er sich immer wieder zu mir. Dann ist er auch gut leinenführig.

    Er muss sich mit dem Reiz auseinandersetzen, nur dann ist er ansprechbar. Weiterzerren wäre hier in einen Gewalt- und Kraftakt ausgeartet. So hatte ich gleich die Gelegenheit Gehorsam einzufordern.

    Ja, fiept er halt. Soll er doch :pfeif:

    Ja, Lucifer muss auch gucken, wenn was aufregend ist. Und er braucht da auch ne ganze Weile für. Sitz löst er auch i. A. nicht auf. Würde da jetzt meine Hand nicht in jeder Situation für ins Feuer legen, aber eigentlich klappt das.

    Ja, sehe ich auch so. Meiden und managen macht nicht zwingend Sinn. Aus der Nummer will ich ja auch raus.

    Im Prinzip mache ich es ähnlich, also regt er sich auf muss er an mein Bein und so lange neben mir laufen, bis er sich abgeregt hat, aber in jeder Lebenslage und in bewusster Konsequenz mache ich es nicht. Da muss ich für den Hund eindeutiger werden.

    Wenn ich ihn gar nicht mehr erreiche, packe ich ihn ganz kurz und schleife ihn quasi kommentarlos aus der Situation |).

    Ja, das mache ich auch.

    Körperlicher Abbruch kommt entweder auch nicht an, oder wenn doch hat er die Tendenz rum zu kommen. Ist "nur" ein Abschnappen, aber will ich so nicht.

    Danke für die Buch-und Onlinetips, da gucke ich mich mal durch.

    Gerade war ich in der hiesigen huschu. Sie hat selber zwei Herder und arbeitet mit denen in Richtung UO.

    Sie meinte jetzt, ich solle mal genau für mich überlegen, wo die Reise hingehen soll. Sie bietet UO an, aber eben freizeitmässig. Hausfrauenunterordnung, wie sie es nannte. Sie meinte wenn ich eher in Richtung BH und dann Fährten gehen will, dann wäre der Aufbau auch anders und ich wäre im HSV besser aufgehoben. Ich soll mal in mich gehen.

    SW kam ich auf jeden Fall schon mal mitmachen, ich wollte mal testen, wie das für Lucifer so ist.

    Wegen der Jagerei meinte sie, sie macht kein AJT, sondern ein Jagdkontrolltraining. Der Hund darf dann im Endeffekt auch mal ein paar Meter einer Spur folgen, oder eben stehen und in den Wald wittern, aber das Ziel ist, dass er ansprechbar bleibt und zurück kommt. Sie würde sowas auch als Einzeltraining anbieten.

    Für Emil wäre evtl das Fungility etwas, was sie anbietet, das ist in Richtung Geschicklichkeit, da geht es ja nicht um Tempo. Oder auch Cavallettiarbeit, bietet sie auch an.

    Gruppen hat sie meist am WE, war ja klar, ist meist so, aber für mich halt denkbar ungünstig.

    Somit geht es dann eher in Richtung Einzelunterricht.

    Bisher habe ich nur gelesen, wieso das das Gründen a bis z nicht geht.

    Ich weiß nicht, wo du das liest, das einzige, was ich geschrieben habe, dass ich aus zeitlichen Gründen nicht zweimal die Woche auf einen Hupla kann. Weil ich selten über einen längeren Zeitraum stationär irgendwo bin. Dort kann ich aber sehr wohl Dinge trainieren.

    Ja laut wird er immer bleiben, das ist nicht mein primäres Problem. Die Unerreichbarkeit ist ein Problem und das aktive Suchen nach triggern.

    Grundsätzlich hab ich ja beobachtet, daß es langsam schlechter wurde, nachdem das MT wegfiel.

    Ich fände eine Mischung gut aus UO und Nasen Arbeit. Meine stümperhafte Fussarbeit findet er ja super, daher denke ich, dass wäre was. Ebenso unsere Gartendummyaktionen. Wobei ihm das irgendwie ein bisschen zu einfach ist, habe ich immer den Eindruck...

    Ich finde es verkehrt herum aufgezogen, wenn man mit Tipps zu Hundesportseminaren kommt und dass der Hund so und so oft Training braucht, aber die Grundpfeiler vielleicht schon absolut nicht passen.

    Nasenarbeit für den Hund ist natürlich Auslastung und stärkt das Selbstbewusstsein, aber das ändert ja dennoch nichts an dem ganz normalen Alltag. Und gerade nervöse Hunde brauchen feste Rituale und Regeln, wie hier schon mehrfach betont wurde. Die könnt ihr in eurem Umfeld einfach nicht geben, das ist eben so durch die Arbeits- und Lebenssituation. Du hast ja nun auch schon oft in deinem Fotothread und auch hier herausgestellt, dass dein Mann mit Luzifer auch ganz anders umgeht als du bzw dass Luzifer bei ihm sich noch arger benimmt. Gut möglich, dass du dir einen Wolf trainierst, aber wenn du wieder eine Woche weg bist, dann kommt da keine Habituation rein und verpufft.

    Im allgemeinen hab ich ja beide Hunde mit. Lucifer muss sich also nicht groß umstellen. Bzw sehr selten.

    Ich hab die Erfahrung gemacht, daß Hunde personenbezogen lernen. Emil benimmt sich bei meinem Mann auch völlig anders als bei mir.

    Auch im Womo gibt es Routinen, die die Hunde verinnerlicht haben. Es sind vier verschiedene Orte, aber die kennen sie ja inzwischen auch. Sie kennen die Runden, die wir da gehen. Und den tagesablauf, der aufgrund der Unterrichtszeiten immer gleich ist.

    Ich hab sicherlich nicht die idealen Hunde für mein Leben, aber nu, damit muss man dann halt umgehen.

    "schödes" joggen ist für viele Hunde nicht leicht, aber sehr langweilig. Also das wär ja kein Kriterium für wtp. Insbesondere für hütis ist das vermutlich eher totaler abtörner. Am Ende sollen die noch vorlaufen.

    Hast du denn die Möglichkeit den Lucifer mal wirklich nach den Regeln der Kunst im gehorsam auszubilden? So dass du sehen kannst, ob euch das hilft? Und dann mit dem Ziel Perspektivisch auch mal gemeinsam gezielt richtig hochfahren und wieder runterfahren? das der auch so High Energy mal in seine Kraft und seinen Fokus kommen könnte? M.e. finden gerade Hunde mit wumms das extrem toll und lassen sich so sehr gut zb in Richtung sehr sicheren gehorsam motivieren.

    Das mit dem Joggen war nur ein Beispiel. Mit Emil und Lucifer klappt das ziemlich gut, die passen sich da vom Tempo an. Müssen aber nicht an kurzer Leine laufen, sondern Emil frei, Luci an der Flexi. Dann können sie auch Hundedinge machen, ohne dass ich immer stehenbleiben muss. Ich spreche jetzt nicht von Canicross.

    Um Luci im Gehorsam auszubilden bräuchte ich erstmal nen vernünftigen Trainer. Hab ich in den letzten Jahren eher nicht in unserer Nähe gefunden. Ariane Ulrich wäre gut erreichbar, da hab ich auch schon mal angefragt, da hatte sie keine Kapazitäten. Wäre aber vllt nochmal einen Versuch wert.

    Ich bin ja schon aus der Welpen-/ Junghundegruppe rausgeflogen mit Lucifer, weil er so laut war.

    Ich möchte mich nochmal für all den Input bedanken, ihr seid echt toll. Ich war den ganzen Tag unterwegs (montags ist Huta-Tag, da pack ich mir den Kalender voll) und hab nur zwischendurch ein bisschen gelesen, zum Antworten reichte die Zeit nicht.

    Ich bin mal ganz böse.

    Das Problem ist einfach, dass man für bissl tricksen und Wurstwasserfährten keinen aktiven Hund braucht

    Ich muss das "aktiv" nochmal aufdröseln. Mein erster Collie, Fiete, stammt aus einer britischen Showlinie. Der kann in allen Lebenslagen malerisch aussehen, das war es dann auch. Sein Drang etwas mit seinem Menschen zu machen, ist im Negativbereich angesiedelt und wenn Gassi ihm zu lange dauert legt er sich auf den Boden. Ebenso, wenn man schnöde joggen gehen will mit ihm. Er mag nicht mit einem zusammenarbeiten, zuhause mag er an sich nur chillen und den Bauch gestreichelt bekommen. Er lebt bei meiner großen Tochter und da passt er von seinem Energielevel absolut. Win-win

    Ich wollte nun keine Sportskanone bei der neuerlichen Suche, sondern einen Hund, der gerne was mit mir macht. Und da hieß es dann halt, mit Collie machste nix falsch, halt keine Showlinie. So kam Lucifer.

    Kritisch waren Züchter mir gegenüber nie so recht. Ich beschreibe ja mein Leben und was ich dem Hund bieten möchte und auch, was ich nicht leisten kann.

    Der Luzifer ist jetzt in der Blüte seines Lebens. Power, Energie, Tatendrang.

    Und das jeden Morgen wieder😂


    Da sagste was :rolling_on_the_floor_laughing:

    Abbruch, weitergehen.

    Das ist ja das Problem. Ist er hochgefahren komme ich mit meinem Abbruch nicht durch. Den Sheltie kann ich abstellen und der fährt sich auch runter, wenn ich ihn abbreche, bei Lucifer klappts nicht.

    Ja klar, aber gerade als Laie: fragt man da nicht nach, was die Abkürzungen in den ATs bedeuten?

    Kann ja auch einen, für einer persönlich, negative Bedeutung haben, wenn man so gar nicht weiß, was das bedeutet.

    Edit: oder anders gefragt: wie fragt man denn an?

    Ich habe halt immer gleich gesagt, für welchen Sport ich einen Hund suche. Da kann der Züchter ja dann gleich entscheiden, ob das für ihn okay ist - oder eben nicht.

    Genau so. Ich kann AT nicht bewerten, weil ich mich nie damit beschäftigt habe, daher erzähle ich offen und ehrlich wie mein Leben so ist. Und dann sind die Züchter ganz verzückt, weil bei einer Osteopathin geht es dem Hund ja immer gut. Und sie nimmt ihre Hunde immer mit zu den Kursorten, wie schön.... das genau war der Tenor bei allen drei Züchterinnen.

    Aber ich kann die AKZ einordnen und mir auch ganz gut vorstellen zu welchen Sporttrainern und Seminaren man gehen könnte, wenn da überhaupt Interesse besteht.

    Da würde ich mich sehr drüber freuen. Ich fahre ja eh viel rum und bin da flexibel. Micha wohnt ja auch nicht bei mir ums Eck.