Beiträge von physioclaudi

    ... dass die Hunde mal zurück stecken müssen. Und das stresst mich mehr und macht mir ein schlechtes Gewissen, als den Hunden. Die zu viert ja eh nie ganz alleine sind.


    Oh ja, das kenne ich. Training fällt aus, ich hab irre viele Termine, Wetter geht gar nicht, was ja sehr selten ist. Dann plagt mich das schlechte Gewissen. Aber das scheint eher so mein Ding zu sein. Die Hunde nehmen das gelassen, wenn es nicht die Regel ist.

    Ich hab meinen Tag nach den Hunden eingerichtet, was geht weil ich selbstständig bin. Morgens 6-8 km. An den Tagen wo Hupla ist, oder was anderes ansteht isses ne runde von knapp vier km. Zeit sehr unterschiedlich, je nachdem wieviel geschnüffelt wird. Und das entscheiden die Jungs. Nachmittags bin ich dann meist weg und der Gatte lässt sie in den Garten, wenn ich da bin gibt es eine Löserunde. Und abends dann nochmal. Aber nachmittags, wie abends ist nur zum Lösen, je 20 Minuten etwa.

    Wenn ich mit den Hunden auf Kurs bin, gibt es morgens etwa ne halbe Std Gassi und nachmittags nach dem Kurs die große Runde und abends nochmal lösen.

    Ich mache es schon gerne. Eigentlich auch bei fast jedem Wetter. Gehe gelegentlich mufflig los, weil eben scheiß Wetter und komme dann besser gelaunt zurück, weil es doch ok war.

    Jetzt waren wir ja ohne Hunde 9 Tage im Urlaub. Mein Mann fand es voll anstrengend, mir hat der auslauf nicht gereicht. Der Gatte ist nicht so der Läufer und so war ich fast jeden Tag noch allein unterwegs.

    Ich bin also für mich selber sehr froh, daß die Hunde bei jedem Wetter raus wollen und auch gerne weit gehen, hält mich in Bewegung. Und bei Lucifer merke ich, wenn Runden zu kurz waren. Er wird dann zuhause unausgeglichener. Der ist halt ein Lauftier, der braucht das. Emil läuft auch gerne, aber wenn es weniger ist, ist auch ok.

    Lucifer scheint ja die Sonne eh aus dem Plüschpo und er liebt andere Hunde sehr. Er ist immer anfangs vorsichtig und höflich und guckt wie der andere tickt. Am liebsten wird gerannt, aber gemeinsam schnüffeln ist auch toll. Hat ein anderer Hund keinen Bock auf ihn, geht er. Ich denke, Lucifer wäre kein guter Einzelhund.

    Emil dagegen braucht keine anderen Hunde in seinem Leben. Lucifer ist ok, weil er ihn auch nicht anzweifelt, die ein oder andere Hündin findet er auch ganz nett, was aber nicht heißt, daß er sie adoptieren würde wollen. Der wäre sicher gerne Einzelhund, ich denke aber nicht, daß uns beiden das gut täte.

    Ich hatte mit Fiete, als er jung war, das gegenteilige Problem. Eine Gassi Strecke war ihm zu lang (er ist echt ein Faultier), dann hat er sich einfach hin gelegt und blieb da liegen. Einige Male musste ich mir die Plüsch Kugel über die Schulter werfen und zum Auto schleppen. Im Laufe der Zeit hat sich das gegeben, man kann auch mal länger mit ihm unterwegs sein, aber irre langsam, weil er überall schnüffeln und gucken muss, ist er noch immer. Sehr ungewohnt. Meine Hunde können schnüffeln, gucken und rennen gleichzeitig :rolling_on_the_floor_laughing:

    miamaus2013 ich entdecke Parallelen. Allerdings kann ich Lucifer seinen gigantischen radius, den er schon als welpe genutzt hat, nicht gönnen. Bei Wild habe ich dann keinen Zugriff mehr.

    Aber auch gerade diese Diskutiererei im Alltag. Gerne immer die gleichen Themen. Witzig ist, daß es in letzter Zeit abnimmt. Jetzt mit gut fünf Jahren lässt er Blödsinn meist sein. Klauen vom Couchtisch. Hat ewig gedauert. Was hab ich mich geärgert, weil meine anderen Hunde es halt gelassen haben, wenn sie verstanden haben, daß das nicht gewünscht ist. Lucifer nicht. Jetzt lässt er es sein und zwar komplett. Thema durch. Ich kann auch aus dem Haus gehen und was auf dem Couchtisch lassen, da hätte ich gar keine Bauchschmerzen mehr mit. Wir diskutieren gefühlte ewigkeiten den gleichen Kram und auf einmal, zack ist es vorbei.

    Das neueste von Herrn Meinungsstabil ist, daß er zum meckern in den Keller geht. Wir sind nicht einer Meinung, ich verbiete ihm was, er geht in den Flur, vermutlich weil wir keinen Keller haben, stellt sich in die Mitte des Flurs, nimmt eine typische Protesthaltung ein und bellt. So vor sich hin. Wenn ich ihn rufe wird noch zweimal gebellt, dann gemault, dann kommt er brummelnd zu mir und das Gespräch ist beendet.

    Und auf dem Hupla dann der Streber schlechthin. Er versucht alles richtig zu machen und nimmt trotz vieler eindrücke von außen, die Augen nicht von meinem Gesicht. Das ist total spannend.

    Emil ist bei der Arbeit auch ein Streber, aber der versucht auch im Alltag alles richtig zu machen.

    Ich lese mich jetzt mal weiter ein und zunächst wird es immer mal ein bisschen was Gekochtes zum Trofu geben. Paar Kartoffeln, paar Nudeln, Reis, dann kann ich gleich mal abklopfen, welche KH gut vertragen werden. Und dann wage ich mich irgendwann, Mitte nächster Woche (wenn ich aus der Schweiz zurück bin) an das "richtige" Kochen.