Heute hatte sie ihre erste Begegnung mit einem goldenen Tut-Nix. Dieser Hund bombte uns entgegen, im Schlepptau einen alten DSH und einen kleinen Struwwel. Und ganz entgegen ihrer Angewohnheit, war ihr das gar nicht geheuer, und kurz bevor uns zuerst der Tut -Nix erreichte, blieb sie nah bei mir stehen.
Das ging alles so schnell und ich kam gar nicht mehr dazu, zu reagieren und sie hinter mich zu setzenAlso bombt Tut-Nix sie um, sie verfällt in Panik, läuft mit eingekniffener Rute Richtung Gebüsch um anschließend von allen drei Hunden einmal quer über eine Lichtung gehetzt zu werden.
Irgendwann kam dann auch mal die Besitzerin, pfiff und im Zeitlupentempo ließen sie von Hündchen ab und kamen zu ihr. Aber: die tun ja nix.![]()
Sie kam dann zu mir, verschüchert natürlich und sie tat mir so leid und ich habe mir in den Arsch gebissen, da nicht schneller reagiert zu haben. Sie war absolut irritiert, weil sie so eine Art der Begegnung gar nicht kennt und auch selbst sich immer erst höflich vorstellt oder vorsichtig vorbei geht wenn der andere Hund nicht mag. Mal sehen wie nachhaltig das für sie war. Wir hatten dann noch zwei Hundebegegnungen, da hat sie die (freundlich kommunizierenden) Hunde aber ignoriert.
Ach Mensch
Kenne ich mit Emil auch solche Begegnungen, vor allem die HH, die das witzig finden, oder alternativ einfach weiter latschen.
Emil geht sehr vorsichtig und freundlich in weitem Bogen um andere herum, backt ganz kleine Brötchen und sagt Hallo.
Ätzende Situationen bei uns wie folgt: Entweder der andere Hund rennt erst mit dem hocherfreuten Emil los, in Spiellaune, Emil liebt ja Rennspiele und auf einmal wird er zum Hasen und in den Boden gerammt.
Zweite Sch...variante, der Hund rennt ohne viel Federlesen in Emil rein, pöbelt ihn entweder an, oder hetzt ihn ein bisschen herum.
Mich kotzt das auch an. Emil klemmt sofort die Rute und macht sich klein und will nur noch weg.
Als er sehr klein war, hat das eine Briardhündin mit ihm gemacht, auch sehr nachdrücklich, er lag schon schreiend am Boden und da Herrchen sich Zeit ließ, habe ich mich in ihr Fell gehängt (Halsband hatte sie nicht) und sie angeschrien. Emil hatte danach durchaus eine Weile Angst vor großen Wuschelhunden, hat sich aber nach ein/zwei Wochen gegeben.
Die blöden Situationen, die wir jetzt haben beeindrucken ihn glücklicherweise nicht nachhaltig. Wenn er es zu mir schafft rennt er zwischen meine Beine, oder er hofft halt am Leben zu bleiben. Zurückkeiffen tut er nur, wenn er es zu mir geschafft hat, der Held. Aber wenn die Situation vorbei ist schüttelt er sich und gut isses. Glücklicherweise kommen auf jede blöde Hundebegegnung 10 nette und daher setzt sich das bei ihm nicht fest, wie es scheint. Er glaubt an das Gute im Hund
Ich würde, klar, immer versuchen die anderen zu blocken, aber das klappt einfach nicht immer, zumal der eigene Hund ja (glücklicherweise) auch nicht permanent an einem dran klebt. Ansonsten aber bloß kein Ding draus machen, Hunde merken ja sofort, wenn sie einem leid tun und schwupps sind sie sicher, gerade den absoluten Supergau erlebt zu haben.
Aber weißt du ja selbst, will ja nicht klugscheissen ![]()