Beiträge von physioclaudi

    Ich kann ja jetzt nicht nur noch hier im Gewerbegebiet mit ihm gehen, nur weil er sich da nicht stresst.

    Ja, das ist auch immer mein Gedanke, Emil hat eine Morgenrunde mit mir, eine Nachmittagsrunde mit dem kind und dann eine nächtliche Pipirunde. Alles Gebiete, die er kennt. Quasi jeden Busch einmal schon gekennzeichnet. Aber wehe, wir gehen woanders, dann geht nichts mehr. leider ist das auch nach einer viertel Std nicht gut. Es wird nach einer Weile besser, aber wirklich gut nicht. Haben wir auch seit dem Urlaub nicht mehr gemacht.

    Hat einer von euch sein Grundtempo runter geschraubt?

    Ich im Moment beim Beginn des Radfahrens. Beim Gassi auch notgedrungen, weil es hier keine Wege mehr gibt, sondern durchgängig Eis. Emil vergisst es leider immer wieder und legt sich täglich mindestens 20x auf die nase. Langsam gehen bewirkt im Freilauf jetzt nicht wirklich viel, er läuft dann anstatt dreimal, fünfmal jeden Meter. An der Leine schnüffelt er dann schon mehr, aber wenn im Dunkeln gruselige Menschen kommen nützt mir schleichen nix.

    Unten mal Zufallfotos von heute Morgen. Frauchen hockt, Emil guckt. Chica kommt auch gucken, Emil langweilt sich und bellt, auch in Chicas Richtung und was Madame davon hält sieht man seeeeehr gut an ihrem Gesichtsausdruck. Eigentlich hat sie runde kulleraugen :shocked:

    Wenn das evtl mit der Anwesenheit weiterer Leute zu tun hat, wie du schreibst, dann tippe ich auch auf Stress.
    Versuche doch mal ihm klar zu machen, dass der Besuch nicht sein Drops ist. Eine Box aufbauen, in der er dann zur Ruhe kommen kann wäre bestimmt gut.
    Wir hatten in Emils Welpenzeit wenig Besuch. Als einmal meine Schwester kam um das Hundekind zu sehen hat er tatsächlich in einer halben Std 3x Pipi und einmal einen Haufen gemacht, so schnell konnte man garnicht gucken. War der Stress.

    Eine blöde Frage vielleicht, aber sind Smilla und Emil vielleicht über ein paar Ecken miteinander verwandt? :???:
    @Lucy_Lou @physioclaudi

    du meinst wegen der seltsamen Anfälle? Nein ich habe ein Video von Smilla gesehen, das ist ganz anders, als es bei Emil war und auch viel beunruhigender, finde ich. Und bei Smilla ist es ja vor kurzem erst aufgetreten, während bei Emil es ja nur sehr abgeschwächt noch da ist. Wäre das Kicken nicht damals mit dem Kopfzittern zusammen aufgetreten würde ich das vllt gar nicht als beunruhigend wahrnehmen, zumal Emil das inzwischen tatsächlich absichtlich macht, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Also ob sie verwandt sind, weiß ich natürlich nicht. @Lucy_Lou wo kommt den Smilla her? Emils Mutter kam von Murphys Ranch, der Vater von den Olympic Mountains.

    Ich finde @physioclaudi du bist auf einem guten Weg! Emil hat sich ja schon stark verbessert! Klar gibt es noch Aussetzer, aber ich finde die halten sich doch eh schon im Rahmen.

    Ich habe auch oft die kleinen Fortschritte nicht mehr bemerkt, zum Glück hatte ich meinen Trainer der mich immer wieder darauf hingewiesen hat das sich Alma eh steigert und ich zu viel, zu schnell erwarte.

    Mein Trainer meint sehr oft, dass mein Hund großes Glück hatte bei mir gelandet zu sein :lol:
    Ich bin der ruhigste und geduldigste Mensch überhaupt, mich bringt echt nichts aus der Fassung.
    Ist Alma durchgedreht wurde ich nur noch ruhiger, im Endeffekt musste ich nur noch lernen sie auch dementsprechend zu führen.

    Sie braucht die Konsequenz, klare Anweisungen, Alternativverhalten; ich habe sie zu oft in für sie stressigen Situationen allein gelassen und ihr zu wenig Sicherheit gegeben, dadurch hat sich ihr Hibbelverhalten leider verstärkt.

    Mein Trainer sagt immer der Hund hält einem den Spiegel vor und das merke ich auch immer wieder ;)
    Für mich ein ganz spannendes Thema!

    Ich bemerke die Fortschritte und bin manchmal schon stolz auf das Plüsch. Ich weiß bei ihm auch, dass er alles richtig machen will und sich oft einfach selbst im Wege steht. In unserem Auslaufgebiet ist auch meist alles gut und er ist ansprechbar, orientiert sich an mir, lässt sich von allem abrufen (ok, nicht immer beim ersten Mal) und ist ein toller, wenn auch tendenziell seeeehr agiler Hund. Und so will ich ihn auch. Das ist ja ok.
    Aber ich weiß auch, würde morgen was anders sein, also mein Mann käme mit zum Gassi, wäre er wieder out of order. Ist falsch in seinen Augen, kann er nicht ab. oder wir gehen mit der Sheltietruppe Gassi. Anfangs ist er seelig und spielt und rennt und ist einfach quirlig, wie die anderen ja auch. Nach 20 Min ist die Aufregung der anderen gegessen, seine nicht. Er verfällt ins Spielmobbing und wenn keiner der Shelties mehr auf ihn eingeht, dann hütet und bellt er. Und da kommt er auch nicht wieder raus.

    @physioclaudi das Thema Anfälle lässt mir nicht so ganz Ruhe.

    Sicher, dass da gesundheitlich alles okay ist? Oder woher kommt so etwas?

    Ich finde übrigens auch, dass ihr aufgrund einem sehr guten Weg seid.

    Also Schilddrüse wurde mehrfach untersucht. Da ist alles in Ordnung. SD-Probleme können auch Anfälle auslösen. Da das Kopfzittern nicht mehr auftritt habe ich weiter noch nichts untersuchen lassen. Mein TA meinte damals ich solle die Pubertät abwarten. Das Kicken kommt bei Aufregung noch vor, aber so unkontrolliert und zuckend wie als er ein Welpe war ist es nicht mehr.
    Da dauerhafter Stress beim Hund ja auch im Verdacht steht Epilepsie auszulösen versuche ich natürlich den Stresslevel runter zu schrauben.
    Ein Bekannter von mir, auch TA und sehr fit in der Neurologie des Hundes hat ihn mal auf sämtliche Reflexe und Reaktionen hin untersucht, da war er unauffällig. Dennoch meinte er, das Kicken und das Zittern wären Petit Mal Anfälle. Aber auch er riet mir, die Pubertät abzuwarten, da das Gehirn ja in der Entwicklung ist.
    Momentan sehe ich keinen Handlungsbedarf. Das Kicken macht er inzwischen auch durchaus bewusst, wenn er meine Aufmerksamkeit will. Das hört dann sofort auf, wenn ich ihm Aufmerksamkeit gebe. Ist nicht blöd das Plüsch.

    Somit mache ich mir aktuell nicht so viele Sorgen, habe es aber im Hinterkopf. Und setze ihn natürlich möglichst wenig unter Stress.

    Ich würde mir auch wünschen, dass Jordi etwas ignoranter wird. Bin aber froh, dass er sich mit fast allen Hunden versteht. Jüngere Rüden fndet er nicht sooo toll, ist da aber von mir kontollierbar. Welpen die ihm im Gesicht hängen findet er lästig, aber er ist sehr tollerant (das ich das mal über Jordi sagen würde |) )
    Ich denke aber, dass sein Interesse an aderen Hund meist sexuell motiviert ist und ich gehe demnach nicht davon aus, dass es nachlässt.
    Jordis Kontaktaufnahme ist eher unfreundlich. Ich denke, dass er nicht genau weiß, wie er sich nähern soll. Allerdings kann er es sehr gut, wenn er etwas angst vor einem anderen Hund hat. Da verhält er sich wie es im Buche steht.

    Emil ist ja immernoch immerzu in Spiellaune. Sexuell motiviert ist das nicht. Im Moment treffen wir im Wald immer eine junge Cockerhündin, die wohl erst läufig war, er war kurz am Schnüffeln, aber als die dann rannte, wurde gerannt, gehopst, gespielt, wie sie roch war dann egal.

    Ari ist ja super unhöflich, wenn auch prinzipell nett.
    Ich bete, dass das irgendwann auch nachlässt und er mit 2/3 Jahren die eigentlich in seiner Rassebeschreibung drinstehende 'Ignoranz gegenüber anderen' auch noch irgendwann entdeckt.

    Er läuft halt praktisch keine Bögen, ist der frontal drauf zu etc Typ Hund. Klassischer Tutnix. Dazu ist er noch ein unheimlicher Trampel und hat die Feinfühligkeit einer Dampfwalze. Damit kommt halt auch nicht jeder Hund klar (und kleine schon gar nicht).
    Er pöbelt nicht, aber er starrt viel.

    Man merkt aber auch jetzt schon langsam einige Fortschritte, er rennt nicht mehr Quer übers Feld und bei Hunden die mehr als 10-20 Meter (je nach Tagesform) entfernt sind kann ich ihn auch ohne, dass ich die Leine in der Hand habe abrufen.
    Dennoch würde er jedes Mal ausbüchsen und zum anderen Hund hinrennen um Hallo zu sagen und zu spielen. Wir müssen also weiterhin die Umgebung gut genug im Blick behalten, dass wir andere Hunde vor dem Plüsch sehen.

    Ich versuche mich jetzt ein bisschen an Zeigen und Benennen und hoffe, dass wir damit noch ein bisschen weiter kommen.

    Das hört sich nach absolutem Feindbild für meine Chica - Omi an. Sowas kann sie gar nicht ab, da gibts auch mal ne Ansage. Aber meist schickt sie den Emil vor, und schleicht sich dann vorbei und sieht zu, dass sie Land gewinnt. Ist aber mal ein Tutnix so frech den Emil stehen zu lassen und hinter ihr her zu rennen kann sie manchmal sehr deutlich werden. |)

    Ich hab mit bellenden Hunden an sich kein Problem. Meine Hunde dürfen ja auch melden, sowohl zu Hause, als auch im Auto, aber was ich eben gar nicht leiden kann, ist dieses hysterische Gekläffe.
    Das macht mich wahnsinnig. Da bin ich echt stolz auf mich, dass ich da inzwischen drüber stehe und es schlicht überhöre.
    So war Frodos Panikmonat doch für irgendwas gut xD

    Ist hier ähnlich. Chica bellt ausschließlich wenn es klingelt, das darf sie auch. Bin auch sehr froh, dass sie es nicht öfter macht, sie hat eine sehr schrille Stimme |) .
    Emil darf natürlich bescheidsagen, wenn er was hört, ist ja bei der Rasse auch so, dass sie aufpassen. Ich finde es beim Gassi auch nicht schlimm wenn er nach einer aufregenden Situation ein bisschen hüpfbellt. Das baut seinen Stress ab. Ich will nur nicht, dass er sich in Rage kläfft. Das war halt hauptsächlich vor dem Gassi so, gerne auch im Auto.

    Die Ursache bestimmt den Umgang.
    Ich finde es immer sehr leicht gesagt: dann unterbinde das halt. Warte, mach langsam, geh nachhause, lass es gar nicht so weit kommen.
    In der Theorie klingt das gut. In der Praxis ist das oft nicht umsetzbar, weil der Hund von jetzt auf gleich schon weit über dem Punkt ist, an dem diese Maßnahmen noch greifen würden.

    Das finde ich halt auch so schwer. Wenn ich irgendwo im Wald bin muss ich ja da auch wieder weg. Und dass der Hund wenn ich umdrehe merkt, dass es an seinem Hohldrehen liegt, kann ich tatsächlich ausschließen. Da wir unterschiedliche Wege gehen und auch verschieden lang, wäre es einfach halt eine andere Richtung. Er beruhigt sich in stressigen Situationen eher, wenn wir weiter gehen und ich ihn ran rufe. Dann braucht er einen Moment, bis in seinem Kopf aufblitzt, dass ich eine Kekstasche habe und dann wirds wieder. Das hat ja auch über ein Jahr gedauert, bis ich ihn soweit hatte, dass er nicht mehr sinnlos bellend hinter anderen Hunden, Schweinen, oder was auch immer her brettert, sondern sich dann schnell an mir orientiert.