Wir haben es gerade selbst erlebt, Bodo ging vor ziemlich genau einem Monat.
Er hatte einen Lungentumor und wir hatten hier teilweise auch ein Auf und Ab.
An manchen Tagen musste ich ihn mit der Gabel füttern, an anderen Tagen hat er mir die Haare vom Kopf gefressen.
Kurz vor unserem Urlaub ging es ihm nicht gut, wir dachten, dass er die Zeit wählt, wenn alle zuhause sind ... aber nein. In unserem Urlaub war er der lustigste und lebensfroheste Berner seit langem. Es ging ihm gut, wir haben Futter für einen ganzen Monat gekauft, weil keiner von uns damit gerechnet hat, dass es dann doch so schnell gehen würde.
Zwei Tage nach unserem Urlaub hat er mich anhüpfend begrüßt, seine Pfoten auf meine Schultern gestellt und vehement kuscheln eingefordert. Er hat nach Kartoffeln gebettelt, wollte noch einen Nachschlag vom Abendessen.
Eine Stunde später lag er krampfend im Wohnzimmer.
Ich hätte ihm das gern erspart - und mir den Anblick auch.
Als er wieder zu sich kam, sind wir in die Klinik gefahren und dort hat er auch noch Kekse genommen, die Tierärztin freudestrahlend begrüßt. Er war wie immer. Und ich bin froh, dass wir ihn mit diesem letzten Blick gehen lassen haben. Friedlich, glücklich und mit vollem Bauch.
Niemand weiß, ob es bei Deiner Hündin noch mal besser würde. Ganz sicher ist aber, dass es zunehmend auf die nächsten Wochen gesehen immer schlechter wird. 15 Jahre ist ein unglaublich stolzes Alter, sie hat sicher viele gute Tage gehabt und es ist ein großer Liebesdienst, dass Du ihr jetzt Leid und Qualen ersparen willst.
Und ja, ich finde, Du darfst da auch an Dich und Euer Baby denken. Vielleicht hält Hanni noch eine Weile durch. Aber dann wirst Du mit dem Neugeborenen beschäftigt sein und kannst ihr vielleicht gar nicht die Aufmerksamkeit geben, die sie braucht.
Die Entscheidung kann Dir keiner nehmen, sie ist unglaublich schwer und am Ende muss man damit klar kommen.
Aber letztlich käme der Tod ohnehin. Wir haben es in der Hand, ihn sanft sein zu lassen.
