Beiträge von Lysaya

    Tun sie doch auch, aber dann mußt du deinen Schaden UND den Verursacher eben auch nachweisen.

    Selbst wenn ich die Katze in einen Karton sperre und damit zur Polizei gehe, um eine Anzeige zu machen, zucken die mit den Schultern, solange ich nicht zufällig den Halter kenne.
    Sammelt jemand meinen Hund ein, wird der Chip ausgelesen, es geht eine Anfrage an die Stadt und ich bin dran.

    DAS ist der Unterschied.
    Damit möchte ich nicht sagen, dass ich mich aus der Verantwortung stehlen würde.
    Aber solange es keine Kennzeichnungspflicht für Katzen gibt, werden immer wieder Leute auf Schäden sitzen bleiben und da könnt Ihr noch zehn mal sagen, dass "Katzen eben so sind", es ist eine Sauerei.

    Und da gibt es auch genug HH die sich nicht drum kümmern was ihr Hund macht.

    Da mischst Du jetzt aber.

    Natürlich gibt es Leute, die sich an die Gesetze nicht halten. Ärgert mich auch oft genug selber. Aber es ändert nichts daran, DASS es Gesetze gibt. Wenn Leute dagegen verstoßen, hat man (oder die Stadt / Ordnungsamt) die Möglichkeit, auf dieser Basis zu argumentieren oder Strafanzeige zu stellen.
    Bei Katzen gibt es keine Gesetze. Da muss man auf verständnisvolle und verantwortungsbewusste Halter hoffen - so man sie denn ausfindig machen kann - und kann dann nur noch den zivilen Weg gehen. Hunde haben ruckzuck alle möglichen Konsequenzen zu tragen und die Halter dann erhöhte Steuern.

    Es gibt ja auch Verkehrsregeln. Trotzdem fahren manche bei Rot über die Ampel. Sind darum Fahrradfahrer, die die Ampel ignorieren besser? Sollte man es Fußgängern erlauben?
    Das meinte ich eigentlich. Gesetze sollten für alle gelten, nicht nur für Hunde.
    Nicht alle HH sind gleich, nicht alle KH - aber die Regeln sollten gleich sein: Keine Schäden an fremdem Eigentum.

    Ist das so üblich, dass der RZV die Papiere nach dem Ableben wieder haben möchte?

    Zumindest bei unserem ersten Berner war das so. Die Ahnentafel musste eingeschickt werden und gegen frankierten Rückumschlag haben wir sie entwertet zurück bekommen, damit sie in die Erinnerungskiste konnte.
    Aber ja, die Papiere gehen im Normalfall zurück an den RZV.

    Wenn mein Hund einen Schaden verursachen würde, überlege ich erstmal ob es sich rentiert die Versicherung mit rein zu nehmen. Oder ob ich das ganze direkt begleiche. Irgendwelche Ämter wären nicht involviert.

    Nein, ich meinte, dass der Geschädigte notfalls über die Ämter gehen könnte und über die Kennzeichnungspflicht wäre der Hund mir ja eindeutig zuzuordnen.
    Selbst wenn ich die Katze, die meine Gartenmöbel zerkratzt einfangen würde, hätte ich ja noch immer keine Möglichkeit (außer evtl. über Tasso) heraus zu finden, an wen ich meine Forderung zu richten hätte.

    Wenn mein Hund was kaputt macht (unser Hund hat im Ferienhaus mal eine Lampe umgerissen), gucken wir auch erstmal, ob es ohne Versicherung geht.

    Und wie schon festgestellt wurde, das scheinen die Kommunen unterschiedlich zu regeln. Bei uns gilt allgemeine Anleinpflicht. Außer in diesem kleinen Areal, welches von der Stadt als Auslauffläche "geduldet" wird (erlaubt ist es theoretisch immer noch nicht).
    Und nachdem ich hier von infizierten Katzenbissen gelesen habe, denke ich, dass auch das nicht unterschätzt werden darf.

    Nur weil es Katzen gibt die Sachen beschädigen, Sachen anpinkeln, in fremde Gärten koten usw. heißt es nicht das es jede Katze macht.

    Bei Hunden ist der Gesetzgeber da weniger zimperlich.
    Es gibt ein paar Hunde, die beißen, bellen, Leute stellen: also gilt die Landeshundeverordnung für alle Hunde, für manche Rassen sogar noch etwas verschärfter.

    Ich sage ja nicht, dass alle Katzen (oder deren Besitzer) sich daneben benehmen.
    Aber bei Hunden wird ein Riesenfass aufgemacht, bei Katzen muss man es hinnehmen.
    Und ich wette, dass die Anzahl der Katzen, die sich nicht von einem einfachen Gartenzaun aufhalten lassen, größer ist, als die Anzahl der Hunde, die so durch die Nachbarschaft streunen.

    Schon allein, weil Hunde i.d.R. ihre "Ausgangszeiten" mit Halter haben und nicht tagsüber unbeaufsichtig durch die Gegend laufen können.

    Als eines unser Kätzchen in den Motorraum eines abgestellten Autos gekrochen ist, und es beim Anlassen sowohl das Kätzchen als auch den Lichmaschinenpropeller zerlegt hat, haben wir anstandslos die Reparatur bezahlt.

    Wenn Du den Schaden zahlst - das sagte ich ja bereits - dann ist das für mich vollkommen in Ordnung. Bzw. eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein ...


    Zerstörtes Eigentum gibt es öfters. Und immer wenn ich nicht nachweisen kann wer der Zerstörer ist, bleibe ich auf den Kosten sitzten. Und wenn ich es nachweisen kann, aber beim Verursacher ist nichts zu holen ebenfalls.
    Ist einfach so.

    Ich glaube, Du verstehst nicht, worauf ich hinaus möchte.
    Für Hunde gibt es Gesetze, weil es möglich sein könnte, dass sie etwas zerstören oder jemanden verletzen. Präventiv sozusagen und das ist für mich völlig in Ordnung. Bei Katzen aber weiß man, dass sie Vögel jagen / töten, dass sie Dinge zerstören, dass sie überall hinmachen - und da gibt es keine Prävention im Sinne von Gesetzen.

    Das ist der Unterschied und meiner Meinung nach nicht gerecht.
    Hunde haben pauschal den Stempel, dass von ihnen Gefahr ausgehen könnte, darum muss man sie anleinen, versichern, Sachkundenachweise, etc. - egal wie gut sie erzogen sind.
    Bei Katzen - die man laut KH ja nicht erziehen kann - ist es egal und wird toleriert.
    Selbst wenn ich genau weiß, welche Katze den Schaden verursacht hat, bleibt mir nur der zivilrechtliche Weg.
    Wenn mein Hund einen Schaden verursacht, geht das direkt über die zuständigen Ämter (und sei es nur, weil für Hunde die Kennzeichnungspflicht/Steuerpflicht besteht).

    Er ist ja keine Katze. Ich sach ja, kann man doof finden... ist aber so.
    Und für die unterschiedlichen Regeln können die Katzenhalter ja nun nix.

    Ich habe doch gar nicht gesagt, dass die Halter etwas für die Gesetze können? o.O

    Trotzdem darf ich das doch unfair finden?
    Warum darf eine Katze Sachen zerstören, irgendwo hinmachen oder evtl. sogar Menschen verletzen - nur weil es eine Katze ist?
    Das will einfach nicht in meinen Kopf.

    Dass es an den bestehenden Gesetzen liegt, dass da keiner was macht, ist mir auch klar. Aber genau diese unterschiedliche Handhabung bei gleichem Ergebnis (zerstörtes Eigentum) lässt mich ratlos zurück.
    Dass der Nachbarshund genausowenig in Deinen Garten pinkeln darf, ist für mich ebenso logisch, wie andersherum :ka:

    Ich mag nicht länger erklären warum ich meine Katzen raus lasse und das der Gesetzgeber das erlaubt. Warum auch! Es ist halt so. Für Katzen gelten andere Regel als für Hunde. Das kann einem jetzt gefallen, oder eben auch nicht. Ich finde den immer wiederkehrenden Vergleich zw. Hund und Katze unsinnig. Es sind nun mal völlig verschiedene Tiere mit Unterschiedlichen Bedürfnissen.

    Der "Vorwurf" geht ja nicht an diejenigen, die sich dieses "nicht-Gesetz" zunutze machen oder die KH, die sich verantwortungsvoll zeigen.

    Wenn man aber in einer Reihenhaussiedlung wohnt, wo jede zweite Familie mindestens 3 Katzen hält, sieht man die Sache vielleicht anders.
    Nun spielen meine Kinder nicht mehr im Sandkasten, aber ich bekomme es bei den Nachbarskindern mit. Man muss - laut Gesetz - drei fremde Katzen in seinem Garten dulden. Und was mache ich, wenn ich die 4. Katze erwische?
    Als ich die ersten toten Viecher auf der Terrasse hatte, hat mir die Nachbarin mit verklärtem Blick entgegen geflötet, wie "süß das ist", denn ihre Katze "würde mich lieben".
    Sorry ... wenn mein Hund also das nächste Mal ihre neue Hose ansabbert, darf ich das auch sagen? Er liebt sie halt? Ich will nicht von fremden Katzen geliebt werden.

    Gerade diese unterschiedlichen Regeln sind es doch, die einen verärgern. Im Grunde sind mir Katzen egal, solange sie mich nicht belästigen. Ich trage Sorge, dass mein Hund das nicht tut, das erwarte ich auch von KH.
    Und in dem Punkt hinkt der Vergleich eben nicht mehr. Meiner Ansicht nach haben Tiere so gehalten zu werden, dass sie niemanden belästigen. Und das sollte für Katzen, Hunde, Hühner, Meerschweinchen und was man sonst noch so halten kann gleichermaßen gelten. Dann hätten wir keine Streitpunkte. Das hat auch nichts mit den Bedürfnissen von Katzen oder Hunden zu tun, sondern einfach mit ein wenig Sozialverhalten.
    Hundehaltung ist durch die Hundesteuer ja schon ziemlich eingeschränkt - kenne nur wenige, die 5 (angemeldete) Hunde haben, denn das wird schweineteuer.
    Dahingegen kenne ich aber einige KH, die 3 oder mehr Katzen halten und die dann alle durchs Wohngebiet streunern, weil sie sich drinnen kloppen.

    Da fehlt mir anscheinend das "Katzen-Gen", um das zu verstehen.

    Nein!

    Nein?

    Also bei uns schon ...

    Zitat

    Allgemeine Pflichten eines Hundehalters

    Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht. Es gilt das grundsätzliche Verbot, Hunde mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität zu züchten, zu kreuzen oder auszubilden.
    Hunde sind an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen

    • in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
    • in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschließlich Kinderspielplätzen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche,
    • bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
    • in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten


    Und das wird hier sogar kontrolliert.
    Bei Hunden bestimmter Rassen oder großen Hunden kommen noch mehr Einschränkungen hinzu.