Bei den "Durchschnittslebenserwartungen" wird es eben immer die Ausreißer nach oben und unten geben.
Ich kenne zwei Berner (meinen und den von einer Bekannten), die nicht mal fünf wurden. Dahingegen kenne ich inzwischen zwei Berner über 12 und einer wurde sogar 14. Drei sind inzwischen 10 und Bodo ist ja auch 4,5 Jahre. Die Hündinnen meiner Freundin sind 7 und 8.
Bei Berner Sennenhunde in Not suchen regelmäßig alte Berner ein Zuhause.
Wenn ich daraus eine Statistik bilden müsste, käme ich auch nicht auf die 8 Jahre durchschnittlicher Lebenserwartung.
Dazu kommen die Todesursachen. Fallen in so eine Statistik Unfälle mit hinein, kann man das eigentlich getrost vergessen.
Ich finde die Bemühungen des SSV mit den "Lebendmeldungen" alter Berner sehr gut.
Trotzdem sehe ich eine geringere Lebensdauer nicht als Qualzucht. Etwas anderes wäre es, wenn die (kurze) Lebenszeit von massiven Gesundheitsproblemen eingeschränkt würde. Und glückliche 5 Jahre finde ich lebenswerter, als einen Hund, der u.U. jahrelang dahin siecht, nur damit der Halter sagen kann "Aber er ist 12 Jahre alt geworden!" Denn wie viele von diesen "steinalten" Hunden sind denn auch tatsächlich bis zu ihrem Tod "fit und munter"?
Die Dackeldame meiner Oma wurde 16 und hatte die letzten 4 Jahre ihres Lebens massive gesundheitliche Probleme (Herz, Gesäugetumoren, Leber, ...) Dass sie so lang am Leben gehalten wurde, war nur meiner Oma zuliebe, die sie nicht gehen lassen wollte. Dafür wurden wöchentliche Tierarzttermine vereinbart. Lebenswert war das rückblickend nicht ...