Ich habe kein Verständnis dafür, ein Tier sterben zu lassen, nur weil mitten in der Nacht im Zuge eines Notfalls die Kreditkarte nicht zur Hand ist.
Ebensowenig habe ich Verständnis für Ärzte, die ohne Chipkarte auch in dringenden Fällen nicht behandeln. Solche "Menschen" sollten lieber eine Autowerkstatt aufmachen, aber nicht im Medizinbereich unterwegs sein.
Und solche Praxen möchte ich auch nicht untersützen, sondern trage mein Geld lieber dort hin, wo man wirklich helfen will.
Wenn solche (Tier-)Ärzte aber schon oft auf "ja, ich zahle morgen sooofort" oder "natürlich bringe ich noch eine Überweisung/Chipkarte" reingefallen sind, dann kann man das durchaus nachvollziehen.
Ich habe ja als Arzthelferin gearbeitet und ich weiß, was das für den Doc an Aufwand und Ärger bedeutet, den Leuten dann hinterher zu rennen. Und die Krankenkassen werden da inzwischen durchaus sehr unangenehm, wenn in den Abrechnungen Unregelmäßigkeiten auftreten.
Ganz zu schweigen von den Kosten, die entstehen, wenn er zwei Helferinnen nur dafür abstellt, den Patienten nachzutelefonieren.
Neulich habe ich bei unserem TA ein Gespräch gehört, da wollte ein Mann das Wurmmittel für seinen Hund holen, aber nicht bezahlen. "Mach ich beim nächsten Mal." Woraufhin ihm erklärt wurde, er bekommt nichts mehr "auf Pump", da er erst die OP aus Mai, den Ultraschall vom Juli und das Zeckenmittel vom August bezahlen muss. Und die Rechnung von September wäre auch noch offen.
Der Mann war stinksauer, erzählte was von "mangelnder Tierliebe" und "er war das letzte Mal hier". Zückte - ungelogen - ein Bündel 50er und hat genau eine Rechnung beglichen: die OP aus dem Mai. Danach fragte er kackdreist, ob er dann jetzt das Wurmmittel bekommen könnte - er würde später zahlen.
Ich verstehe nicht, warum man glaubt, dass Tierärzte und Ärzte im Humanbereich alles Wohltätigkeitsvereine sein sollen?
Die Magendrehung, die im Notfall operiert werden muss, bezahlt sich nicht von allein und von "ja, ich bringe das Geld ganz bestimmt vorbei" kann der Arzt weder die Praxis, noch seine Geräte, Materialien oder Helfer bezahlen.