Beiträge von Lysaya

    Natürlich gibts auch Dinge, auf die du achten solltest. Zum Beispiel darauf, dass du dir den Hund nicht in ständige Erwartungshaltung clickst und dir und ihm zu viel Stress dadurch verursachst. Oder dass deine Kriterien klar bleiben und er eine Chance hat, zu verstehen, was du gut findest. Oder darauf, wie sehr deine Belohnungen die Erregungslage beeinflussen.

    Uff ... ja, genau solche Hinweise meinte ich.

    Also wäre es doch sinnvoll, sich erstmal auf ein paar Sachen zu konzentrieren? Also Hundebegegnungen und Leinenführigkeit sind mir tatsächlich gerade am wichtigsten.

    Wie verhindert man denn, dass der Hund in Erwartungshaltung geclickt wird? Oder wie würde sowas entstehen?

    Danke Euch beiden :)

    Ich hatte nur befürchtet, dass ich "zu oft" clickere, wenn ich wirklich alles, was sie gut macht, bestätige.

    Im Moment ist das noch wirklich sehr viel, was ich bei ihr belohnen und loben muss.

    Verstanden hat sie, was der Click bedeutet. Ich war nur nicht sicher, ob es verwirrend ist, wenn ich so unterschiedliche Sachen bestätige.

    Dann fuchse ich mich da mal noch etwas mehr rein. Spaß macht es mir nämlich auch :)

    Hallo,

    wir haben ja aus dem Tierschutz unsere inzwischen 17 Monate alte Berner Sennenhündin. Sie ist bei uns seit Juni, von der Vorgeschichte wissen wir praktisch nichts, außer, dass sie nicht besonders viel gelernt haben kann. Als sie zu uns kam, konnte sie keine Grundkommandos, kannte keine Leine und wollte andere Hunde fressen oder die Flucht ergreifen. Unsicher und ängstlich ist sie zusätzlich noch. Auf der anderen Seite ist sie in der Familie total verschmust, orientiert sich sehr an unserem Rüden und lernt schnell.

    Von Leinenführigkeit sind wir meilenweit entfernt, aber die Gassigänge sind keine Totalkatastrophe mehr.

    Einzig Hundebegegnungen sind nach wie vor ein Problem, weswegen wir jetzt in der Hundeschule sind (ging vorher nicht wegen Läufigkeit, Lücke im Impfstatus und diverser Erkrankungen - einschließlich Kastration wegen multipler Zysten).

    In der Hundeschule hat man uns jetzt das "Schön-clickern" nahe gelegt. Das machen wir seit Sonntag und es klappt tatsächlich hervorragend. Sobald Lucy einen Hund sieht und nicht explodiert, clicker ich und sie bekommt ihre Belohnung. Inzwischen guckt sie auch öfter zu mir, wenn sie einen Hund sieht, nach dem Motto: "Da ist ein Hund. Wir haben einen Deal, oder?"

    Nun hab ich überlegt, ob ich das Clickern weiter ausbauen kann. Also auch bei Joggern und Inline-Fahrern (da will sie nämlich hinterher ...)

    Meine Frage ist nun: wenn ich den Clicker als positive Verstärkung für verschiedene Sachen nutze, kann der Hund das überhaupt verstehen? Oder übe ich am besten jede Sache einzeln? Hundeschule ist leider erst übernächste Woche wieder, aber da es so gut läuft, würde ich schon gern in die Richtung gehen.


    Also mal als Beispiel: Absitzen an der Straße - click- Belohnung. Anderer Hund - click - Belohnung. An lockerer Leine gehen - click- Belohnung. Jogger, den sie nicht anbellt - click - Belohnung.


    Wäre das zu viel auf einmal? Oder versteht der Hund tatsächlich für jede Aktion einzeln, dass das, was er da gerade gemacht hat, gut war?

    Ansonsten würden wir erstmal das mit den Hundebegegnungen weiter festigen. Es ist so schön, dass man inzwischen an fast allen Hunden vorbei gehen kann. Sie dürfen nur nicht zu nah sein. Die Trainerin meinte, jeder Hund hat einen grünen, gelben und roten Bereich und Lucys "rot" wäre noch sehr groß. Am besten trainiert man im "gelben Bereich", da ist sie noch ansprechbar und hat am meisten davon. Ich merke das daran, dass sie dort das Leckerchen auch ruhig annehmen kann. Wenn ich zu nah am anderen Hund bin, hackt sie hektisch nach der Belohnung und ich hab das Gefühl, dass sie gar nicht weiß, wofür sie was bekommen hat.

    Danke schon mal :)

    Und dazu kommt ja: Wie viele Leute behandelt die Praxis zufriedenstellend?

    Wenn von 100 Leuten 95 mit dem Procedere zufrieden sind, kannst Du davon ausgehen, dass höchstens 5 eine Bewertung schreiben.

    Wer aber unzufrieden ist, der wird sich viel eher hinsetzen und seinem Ärger Luft machen.

    Das ist ja fast überall so. Das Funktionierende wird vorausgesetzt, erst, wenn was schief läuft, wird gemeckert.

    Und einige Sachen sind halt auch arg subjektiv. "Habe ewig lange warten müssen" bedeutet bei Frau Müller vielleicht 15 Minuten über den Termin, bei Frau Maier 2 Stunden.

    Bewertungsportalen bin ich immer sehr skeptisch gegenüber.

    Unser Zahnarzt wird da auch als "Abzocker" dargestellt. Dabei bin ich super zufrieden. Wir gehen da seit 30 Jahren hin, er kennt meine Kinder seit dem ersten Zahn und die Beratung ist erstklassig. Er bietet halt viele Eigenleistungen an, die natürlich kosten. Aber das sind alles Dinge, die "nice to have" sind, nicht lebensnotwendig.

    Ich finde halt, dass Leistung - auch im Notfall - eben bezahlt gehört. Und das Beispiel mit der Pferdeklinik und Beträgen im 5-stelligen Bereich finde ich erschreckend. Also dahingehend, dass jemand sein Tier behandeln lässt und denjenigen, der ihm hilft, dann so prellt.

    und die Leute, die jederzeit jede Summe in bar oder auf Karte bei sich haben. Und denen ist das dann egal, weil es sie ja vermeintlich nicht betrifft. Es fühlt sich für diese Gruppe offenbar nicht verkehrt an, wenn ihr Tier nur als Goldesel gesehen wird und nicht als Lebewesen, dem man helfen will.

    Das finde ich einfach nur eine dreiste Unterstellung.

    Zitat

    Ich habe leider keine andere Möglichkeit als zu warten und ich möchte jetzt keine Grundsatzdiskussion darüber starten; das bringt hier niemandem etwas.

    Worauf willst Du denn warten? Und was für Antworten erhoffst Du Dir nach der Schilderung?

    Selbstverständlich wird CBD zur Schmerzlinderung eingesetzt.

    Da gehört vernünftige Abklärung her - jeder andere Tipp ist mindestens fahrlässig.

    Der Schlüsseldienst vielleicht, der im "Notdienst" dann für einmal easy Schloss knacken ab 400 Euro aufwärts verlangen kann.

    Als mir der Schlüssel außen im Schloss der Haustür abgebrochen ist, musste ich mir vom Nachbarn Geld leihen, damit der Schlüsseldienst mich in mein Haus lässt ...

    Zum "Glück" waren die Jungs meines Nachbarn krank, sonst wäre gar keiner da gewesen und ich hätte mit Hund im strömenden Regen gestanden.

    Und hätte ich nicht zufällig meinen Ausweis dabei gehabt, hätte der Schlüsseldienst gar nicht erst das Werkzeug angesetzt, weil "das könnte ja jeder behaupten".

    Ich verstehe das, wenn diverse Dienstleister sich nicht mehr auf "Gutglauben" verlassen wollen und können.

    Mir hat so eine "unsinnige" Untersuchung übrigens mal das Leben gerettet. Eigentlich war jeder Arzt überzeugt, dass das MRT Quatsch wäre. Nur ein Assistenzarzt wollte das unbedingt noch gemacht haben. Der wurde auch müde belächelt. Als man dann den Tumor im MRT gesehen hat, haben alle ziemlich blöd geguckt.

    Seither stelle ich weder bei meiner Familie noch bei den Hunden in Frage, wenn eine Untersuchung vorgeschlagen wird.

    Fenjali sprach ja aber von Notfällen, bei denen es um eine dringende Behandlung geht - die möglicherweise über Leben und Tod entscheidet. Und nicht von Menschen, die schon zum zigsten Mal nicht bezahlt haben und dann ein simples Medikament holen wollen, dass sie in der Apotheke ebenso erhalten könnten.

    Sagte ich ja:

    Ich verstehe nicht, warum man glaubt, dass Tierärzte und Ärzte im Humanbereich alles Wohltätigkeitsvereine sein sollen?

    Die Magendrehung, die im Notfall operiert werden muss, bezahlt sich nicht von allein und von "ja, ich bringe das Geld ganz bestimmt vorbei" kann der Arzt weder die Praxis, noch seine Geräte, Materialien oder Helfer bezahlen.

    Ich habe kein Verständnis dafür, ein Tier sterben zu lassen, nur weil mitten in der Nacht im Zuge eines Notfalls die Kreditkarte nicht zur Hand ist.

    Ebensowenig habe ich Verständnis für Ärzte, die ohne Chipkarte auch in dringenden Fällen nicht behandeln. Solche "Menschen" sollten lieber eine Autowerkstatt aufmachen, aber nicht im Medizinbereich unterwegs sein.

    Und solche Praxen möchte ich auch nicht untersützen, sondern trage mein Geld lieber dort hin, wo man wirklich helfen will.

    Wenn solche (Tier-)Ärzte aber schon oft auf "ja, ich zahle morgen sooofort" oder "natürlich bringe ich noch eine Überweisung/Chipkarte" reingefallen sind, dann kann man das durchaus nachvollziehen.

    Ich habe ja als Arzthelferin gearbeitet und ich weiß, was das für den Doc an Aufwand und Ärger bedeutet, den Leuten dann hinterher zu rennen. Und die Krankenkassen werden da inzwischen durchaus sehr unangenehm, wenn in den Abrechnungen Unregelmäßigkeiten auftreten.

    Ganz zu schweigen von den Kosten, die entstehen, wenn er zwei Helferinnen nur dafür abstellt, den Patienten nachzutelefonieren.

    Neulich habe ich bei unserem TA ein Gespräch gehört, da wollte ein Mann das Wurmmittel für seinen Hund holen, aber nicht bezahlen. "Mach ich beim nächsten Mal." Woraufhin ihm erklärt wurde, er bekommt nichts mehr "auf Pump", da er erst die OP aus Mai, den Ultraschall vom Juli und das Zeckenmittel vom August bezahlen muss. Und die Rechnung von September wäre auch noch offen.

    Der Mann war stinksauer, erzählte was von "mangelnder Tierliebe" und "er war das letzte Mal hier". Zückte - ungelogen - ein Bündel 50er und hat genau eine Rechnung beglichen: die OP aus dem Mai. Danach fragte er kackdreist, ob er dann jetzt das Wurmmittel bekommen könnte - er würde später zahlen.

    Ich verstehe nicht, warum man glaubt, dass Tierärzte und Ärzte im Humanbereich alles Wohltätigkeitsvereine sein sollen?

    Die Magendrehung, die im Notfall operiert werden muss, bezahlt sich nicht von allein und von "ja, ich bringe das Geld ganz bestimmt vorbei" kann der Arzt weder die Praxis, noch seine Geräte, Materialien oder Helfer bezahlen.

    Ich finde daran auch nichts "Verwerfliches" - muss ja jeder selbst wissen, was er mit seinem Geld anstellt und ob er so einem Dienst vertraut.

    Mich interessierte nur einfach, wie z.B. bei einem Krampfanfall (das steht unter der "Diagnoseliste") so ein Videochat / Anruf helfen kann.

    Für Zweitmeinungen und allgemeine Fragen (und das soll ja angeblich einer der Vorteile sein) wird die Hilfe sogar explizit ausgeschlossen, wenn man nicht das "Pluspaket" bucht.

    Zitat

    Die Mitgliedschaft von Dr. SAM kann dir nicht weiterhelfen, wenn...

    ...kein Notfall vorliegt. z.B. Nachbehandlungen, Flöhe und andere Ekto- oder Endoparasiten, chronische Hauptprobleme, Zweitmeinungen, Fragen zur Ernährung oder Kastration. In diesen Fällen brauchst du unsere Plus-Mitgliedschaft oder buchst einfach eine einmalige Beratung.

    Und die Aussage, dass ein Online-Arzt bei Krallenbruch und akuten Verletzungen / Bisswunden helfen kann, halte ich auch für recht gewagt.

    Den einzigen Vorteil sehe ich momentan tatsächlich darin, dass sie helfen, einen Tierarzt in der Umgebung ausfindig zu machen, der gerade Notdienst hat.

    Aber da reicht meist auch der Anrufbeantworter vom Haus-Tierarzt.

    Und letztlich bleibt die Entscheidung, Dr. Sam zu nutzen oder nicht, doch eh jedem selbst überlassen. Ich würd ihn wohl eher nutzen, wenn ich pro Anruf bezahlen könnte und nicht jahresweise.

    Anscheinend kann man das irgendwie. Hab da oben im Zitat was zu "einmaliger Beratung" gelesen.