Ehrlich gesagt hat man uns in der allerersten Hundeschule (damals mit unserem Iwan noch) schon eingetrichtert, was passieren kann, wenn ein Hund einfach mal so auf die Fahrbahn rennt und ein Autofahrer das Lenkrad herum reißt.
Das ist derart hängen geblieben, dass ich niemals in der Nähe von Straßen ableine. Kommt mir jemand entgegen, leine ich auf weite Sicht an - dann, wenn ich weiß, mein Hund ist noch ansprechbar.
Jetzt kann man mir vorwerfen "Jaja, behaupte mal, Du bist unfehlbar". Nein, selbstverständlich nicht, aber es gibt immer noch die Möglichkeit, seinen Hund und die Umgebung einzuschätzen. Ich gehe davon aus, dass die HH wusste, dass da ein Radweg kreuzt. Sie wird auch gewusst haben, dass der Hund nicht perfekt hört (ist nicht schlimm, er ist ja noch jung und lernt). Aber dann leine ich eben 100m vorher an - oder zu dieser Zeit gar nicht erst ab.
Schuld will ich der Hundehalterin nicht geben. Also Schuld im juristischen Sinne wird sie haben, denn von Fahrlässigkeit gehe ich hier sehr stark aus.
Aber Fahrlässigkeit ist eben kein Vorsatz und Schuld im moralischen Sinne würde für mich persönlich Vorsatz erfordern.
Sie hat ja nun aber nicht absichtlich ihren Hund da in das Rad geschickt.
Heute Morgen beim Gassi sind wir sieben Radfahrern begegnet. Alle waren beleuchtet, sechs trugen einen Helm. Eine Klingel war auch installiert und sie konnten sich sogar bedanken, als wir an die Seite gegangen sind. Ich erlebe Radfahrer nicht nur als Rowdys.