Beiträge von Lysaya

    Doch, wir machen sowas zusammen. Futterbeutel, Suchspiele, Tricks.

    Aber beim Gassigehen gibt es eben nichts "Unterhaltsames", keine Action im Sinne von Toben.

    Das meine ich damit.

    Also rein aus dem Bauch raus würde ich ihn nicht zu einem Balljunkie machen. Aber was spricht gegen ruhige Futterspiele auf den Gassigängen? Das ist doch auch unterhaltsam? Oder hast Du das Gefühl, dass er da nicht gern mitmacht?

    Nein, nicht mit ihm. Aber klickern ist ne gute Idee. Das wäre evtl. was für ihn.

    Wir arbeiten momentan nach diesem Konzept:

    https://www.sitzplatzfuss.com/clickertraining/

    Das hat uns die Hundeschule nahe gelegt und jetzt nach einer Woche habe ich grandiose Erfolge. So entspannt war Gassigehen noch nie.

    Und Lucy war 13 Monate, als sie hier ankam, und konnte nichts.

    Sie hasst andere Hunde und geht sofort vor, zum Teil aus Unsicherheit, aber sie ist auch rotzfrech.

    Mit dem Clickern haben wir zu 90% positive Begegnungen.

    Genau das ist der Punkt: Und da haben mir schon 2 Trainer klar erklärt, dass das nicht geht. Ich kann ihm nicht beibringen, wie er sich mit Hunden benehmen muss. Das hätte er halt von Anfang an richtig lernen sollen.

    Ich würde mir einen anderen Trainer suchen - bzw. tust Du das ja schon.

    Es ist nun mal Dein Job. Ja, Du bist kein Hund, aber kein Fremdhund ist für die Erziehung Deines Hundes zuständig. Ein Trainer, der Dir sowas erzählt, sollte sich lieber nicht so nennen. Dein Hund hat schon eine blutige Begegnung gehabt - wie viele braucht er denn (aus Trainersicht) bis er es kapiert hat? Bezahlen die Dir die Tierklinik?

    Ich glaube, Du hast da irgendwie grundsätzlich einen Denkfehler. Du schreibst, dass Du das Sagen hast, dass Du Kontakte regelst.

    Auf der anderen Seite bekommt er dennoch die Gelegenheit, anderen Hunden ins Gesicht zu springen.

    Warum machst Du mit ihm keine Action? Und ich meine jetzt nicht im Sinne von Action = Toben.

    Aber ruhige Suchspiele, Dummy, kleine Tricks ... etwas, das es lohnenswert macht, mit DIR zu spielen und gar nicht erst zu anderen Hunden zu müssen.

    Wenn es bei Dir stinklangweilig ist (sorry XD ), dann ist doch klar, dass er woanders versucht Dampf abzulassen.

    Natürlich fehlt ihm die Idee, wie man mit anderen Hunden friedlich umgehen kann. Das lernt eben kein Hund einfach so. Das ist ein Prozess.

    Wie gesagt, wir clickern uns gerade Hunde schön. Hast Du mal "zeigen und benennen" versucht? Oder dazu etwas gelesen? Das wäre ein Alternativverhalten, mit dem Du vielleicht arbeiten könntest.

    Ich lasse derzeit nur Hundebegegnungen zu, wo ich weiß, dass es nicht eskaliert. Weil die Hunde sich kennen oder weil ich schon anhand der Größe weiß, dass er sich benehmen wird.

    Dazu passt aber das hier nicht:

    Wenn ich sehe, dass der anderen Hund für ihn kein "Opfer" sein wird, kann ich wieder ableinen. Bei potentiellen Opfern bleibt er angeleint. Er pöbelt nicht mehr, sondern geht - wenn auch mit deutlich interessiertem Blick - mit mir an dem anderen Hund vorbei.


    Wir waren jetzt in den letzten 3 Monaten zweimal in der Situation, dass ich einen Hund übersehen oder mit verschätzt hab - er macht wirklich keine Attacke, sondern nur einen völlig missglückten Spiel-Versuch.

    Ich glaube Dir, dass Du das nach bestem Wissen und Gewissen managen willst. Aber Du musst eben immer damit rechnen, dass Du Dich mal verschätzt, ein Hund plötzlich auftaucht oder dergleichen.

    Momentan teilst Du die Hunde in "Opfer" und "Gegner" (ich nenn das mal so) und das kann es doch nicht sein? Damit erteilst Du ihm quasi die Erlaubnis, so zu handeln, wie er handelt. Nur weil ein Hund größer ist (und nach Deiner Definition kein "Opfer" ist), heißt das nicht, dass er nicht unsicher sein könnte und er nach vorn geht.

    Du kannst das echt nicht an der Größe festmachen.

    Und darum wäre bei mir die Leine immer dran, bis er kapiert hat, wie man sich benimmt.

    Mich würde interessieren, wie die Trainerin das dann sieht und was sie rät.

    Wie kann er lernen, mit anderen Hunden respektvoll umzugehen? Oder ist der Zug einfach in jungen Jahren abgefahren und das wird immer so bleiben? Ich vermute halt, dass "zu Hause" so mit der Mutter gespielt wurde und er das für normal hält.

    Ich habe ein paar "Mutter-Kind"-Beziehungen mit ansehen dürfen. Keine Hündin, die ich kenne, hätte sich von ihren Jungen so auf der Nase herum tanzen lassen.

    Ich würde erstmal die Leine immer dran lassen und in diesem 30-Meter-Radius üben, solange Du ihn noch ansprechen kannst.

    Jedes Mal, wenn er Dir durchdüst und Erfolg damit hat, machst Du Dir alle Fortschritte wieder kaputt.

    Und ihn erst bei Hundesichtung anleinen, schafft eben auch Frust.

    Wenn er doch ein paar Kontakte in der Woche hat, dann würde ich damit arbeiten und ihn ansonsten "alltagstauglich" machen. Ich kenne wenige Hunde, die sich freuen, wenn da so ein Jungspund auf sie zugepöbelt kommt.

    Heute Morgen hatte ich ein echt tolles Erlebnis mit der Leinenpöbelliese XD


    Wir üben ja derweil mit Clicker, dass andere Hunde gar nicht so doof sind. Das klappt auf Entfernung auch schon in fast 90% der Fälle. Da, wo sie noch immer mal ausflippt, kann ich sie sehr viel schneller wieder aus ihrem Film holen.

    Das ist auf jeden Fall schon ein Fortschritt.

    Vor uns lief ein Mann mit seinem Westie und daneben eine Frau mit - ich glaube - Cocker.

    Lucy und ich haben schön unsere 5-7 Meter Abstand gehalten und sind clickernd hinter ihnen her, ganz entspannt an lockerer Leine :applaus:

    Plötzlich blieben die Halter vor uns stehen und boten an, dass ich überholen kann. Ich also freundlich gedankt, aber gesagt, dass ich gerade übe "keine Hunde anzubellen". Cocker-Frauchen total happy: "Oh, das üben wir auch!" Also sind wir mit Abstand nebeneinander hergegangen und haben alle mit unseren Hunden geübt.

    Dann war der gemeinsame Weg zu Ende, Cocker und Westie bogen in eine Seitenstraße und das Frauchen meinte: "Dann können Sie jetzt an uns vorbei gehen üben." Das hat auch fast geklappt, Lucy hat nur einmal gebellt. Der Mann mit dem Westie meinte dann freundlich, dass wir ruhig noch mal vorbei gehen sollen, sie hätten Zeit.

    Das fand ich so großartig. So eine tolle Übungssituation, völlig entspannt und am Schluss haben alle Hunde was gelernt. Ich bin total happy! :bindafür:

    Joah, erlebt man leider häufig bei TS-Hunden, dass da nix Negatives erwähnt wird. Umso wichtiger ist es, zwischen den Zeilen zu lesen. Auch dass er draußen noch nicht für Training zu haben ist spricht für große Unsicherheit.

    Das würde ich hier auch nochmal erwähnen.

    Wir haben ja nun auch unsere Hündin aus dem Tierschutz. Laut der Beschreibung war sie perfekt.

    Kann die Grundkommandos, kein Jagdtrieb, "freut sich unbändig über ihre Menschen" und zieht ein bisschen an der Leine.

    Hier kam ein Hund an, der absolut nichts konnte ("ja, die Kommandos kann sie halt auf englisch"). Sie jagt alles, was sich bewegt. Die unbändige Freude sieht so aus, dass sie einem bis ins Gesicht springt und in den ersten Wochen war ich überall grün und blau, sodass mein Hausarzt mich schon vorsichtig drauf ansprach, ob wir zuhause Probleme hätten ...

    Und "zieht ein bisschen an der Leine" hatte mich in den Irrglauben versetzt, diese Hündin würde eine Leine überhaupt kennen. Fehlanzeige. Sobald ich die Leine in die Hand genommen hab, ist sie schreiend abgehauen.

    Viele Sachen haben sich jetzt nach ein paar Wochen gegeben, aber das ist zum Teil viel Arbeit gewesen (und wir haben noch viel zu lernen). Wenn Ihr noch einen Umzug vor Euch habt, überleg Dir gut, ob Du die Zeit und den Nerv hast, an solchen Baustellen intensiv zu trainieren.

    Klar, auch ein Welpe muss erzogen werden, aber da musst Du nicht noch negative Erfahrungen aus seinem Vorleben "löschen".

    Aber bieten eure Tierärzte/Tierkliniken wirklich eine kostenlose Beratung per Telefon an?

    Als beim Hauptröntgen in der TK ein seltsamer Befund raus kam, der eine "sofortige OP unerlässlich" machen würde, habe ich die CT-Bilder meinem TA geschickt, der hat mich angerufen und mir die Diagnose erklärt - vielmehr die Fehldiagnose der TK. Er hat mich eingehend beraten, hat mir ein weiteres Röntgen angeboten und mich insofern beruhigt, dass ich auf die offizielle Auswertung von Fr. Dr. Viehfüß warten sollte. Raus kam dann, dass gar keine ED vorlag und somit eine OP völlig unnötig gewesen wäre. Diese Beratung hat mich nichts gekostet, ich habe dann aber eine Schachtel Merci und etwas für die Kaffeekasse vorbei gebracht.

    Mir fällt halt schwer, mir vorzustellen, dass ein x-beliebiger (nicht abwertend gemeint) Tierarzt eine kompetente Beratung per Telefon durchführen kann, ohne das Tier jemals gesehen zu haben. Und in den Fällen, wo so eine allgemeine Beratung reicht (wie bei der Zecke), tut es tatsächlich auch der hundekundige Nachbar oder ein Forum :ka:

    Z.B. die Sache mit dem Krampfanfall. Hält man da dann das Handy drauf und der beratende Tierarzt sagt: "Ja, zuckt. Warten Sie mal ab, wann es aufhört." ?

    Überspitzt gesagt natürlich. Da kann doch der Rat nur sein: "Schnappen Sie sich das Tier und fahren in die Klinik." und dafür zahlt man dann mindestens 9,99 Euro (5 Minuten dauert das ja sicher). Und wenn man einen geschäftstüchtigen Tierarzt erwischt, redet der vielleicht sogar 15 Minuten und man zahlt das Dreifache.

    Generell lechzt sie nach Aufmerksamkeit. Der Verdacht liegt nah, dass sie das überhaupt nicht kennen gelernt hat. Sie kann nichts "ruhig" machen und spielt sich immer in den Vordergrund. Darum kann ich auch nicht mit Sprache belohnen, denn dann pusht sie die Stimme allein schon total hoch.

    Selbst "doofe" Sachen wie Zähneputzen, findet sie hammertoll, weil man dann ja an ihr rumpuzzelt :ugly:

    Dass sie auf den nächsten Click lauert, den Eindruck hab ich aber noch nicht. Im Gegenteil. Gestern sind wir eine halbe Straße hinter zwei anderen Hunden hergelaufen, sie hat geguckt, ich hab geclickt. Das Ganze dann zwei oder drei mal und dann waren die anderen Hunde "egal" und sie hat geschnüffelt und ist ohne Theater mitgelaufen. Hat nicht hingezogen, nicht gebellt.