Beiträge von Donnerunddoria

    Ganz ehrlich einen Hund zu haben der so neutral wie die Schweiz ist, ist echt von Vorteil.

    Jepp, gerade bei einem unkastrierten Rüden. Wir hatten schon einige blöde Zusammenkünfte mit kastrierten Rüden, die meinten, Bolero berammeln oder anpöbeln zu müssen und er hat das total souverän gelöst. Man sollte natürlich ein Auge darauf haben, dass solche Begegnungen nicht zur Regel werden, aber wenn es mal passiert, ist es sehr erleichternd, wenn der eigene Hund das ohne Blutverlust ganz unaufgeregt lösen kann.

    ... macht ihr Urlaub mit Euren Hibbels? Wenn ja, wie sieht das aus?

    Ja, machen wir. Die Anschaffung einer Softbox hat uns da sehr geholfen. Am Urlaubsort angekommen, gibt es erstmal einen Spaziergang und in der Ferienwohnung geht es sofort in die Softbox, da entspannt er sich sehr schnell. Es wirkt so, als sei er ganz froh darüber, die neue Umgebung nicht für uns abchecken zu müssen.
    Schwierig sind im Urlaub aber gemeinsame Familienspaziergänge (die es zuhause nicht gibt). Und wehe, die Familie trennt sich auf dem Spaziergang :omg: Das ist für einen Hütehund sicher nicht ungewöhnlich, aber trotzdem sehr nervig.

    Bezüglich der "Entstehung" von Hibbelhunden wird es, denke ich, nie eine einfache Antwort geben. Natürlich kann man sich sicherlich einen Hibbelhund ranerziehen, wenn man sich Mühe gibt. Aber gerade die Beiträge in diesem Thread zeigen ja noch einmal deutlich, dass offensichtlich auch die Ernährung entscheidend sein kann, die Genetik oder auch suboptimale erste Lebenswochen.

    Und oft ist es wahrscheinlich eine Mischung verschiedener Komponenten :ka: Gerade den Ernährungsansatz finde ich auch sehr interessant. Eine Hundetrainerin riet mir ebenfalls, Bolero über Wochen abends nur Kohlenhydrate zu geben und die Fleischration auf dem Morgen zu beschränken.
    Leider sah Bolero das anders :hust: und bei einem sowieso schon untergewichtigen Hund mag ich da keine Experimente machen.

    Außerdem spielen m. E. Haltungsumstände auch eine Rolle. Es macht gerade für Hunde mit dünnem Nervenkostüm sicherlich einen Unterschied, ob sie abgeschieden mit eher wenigen, einschätzbaren Außenreizen leben, innerhalb eines Dorfes mit Müllabführ & Co. oder in einer Stadt, in der sich sehr viele Reize auf geringem Raum vereinen.

    Ich frage mich oft, wie Bolero wäre, wenn er in der Stadt leben würde und täglich an Ampeln warten müsste, von Menschen angesprochen würde und einer gigantischen Mischung akustischer, visueller und olfaktorischer Reize gleichzeitig ausgesetzt wäre. Vermutlich wäre er viel, viel ruhiger, würde aber dafür bei seltenen Waldspaziergängen das Jagdschwein in sich entdecken. Wie ich`s mache, es ist verkehrt :smile:

    Bei uns hat tatsächlich die Reduzierung meiner eigenen Erwartungshaltung mit zur Enspannung beigetragen. Ich hatte halt den Anspruch, mit Bolero Obedience zu machen. Ich wollte ihn unbedingt hundeschultauglich bekommen und habe uns damit unnötig unter Druck gesetzt.
    Von daher fand ich @Dackelbennys Hinweis, dass Hunde bei älteren Menschen oft ruhiger sind für mich persönlich absolut nachvollziehbar. Würde Bolero bei dem netten älteren Herrn in der Nachbarschaft leben, würde er sein Leben lang an der Flexi neben ihm her laufen, würde bellen und janken, wenn er irgendwo warten müsste, aber das wäre halt so und würde niemanden stören. (Gut, er würde wahrscheinlich aufgrund krasser Unterforderung andere Macken entwickeln, aber auch das würde wahrscheinlich einfach so akzeptiert).

    Seit wir Augenzeugen wurden, wie drei (!) Greifvögel (absolute Solitärjäger - eigentlich...) gleichzeitig (!!!) unser Hühnergehege überfielen, glauben wir diesbezüglich nichts mehr, was wir nicht selbst gesehen oder per DNA-Test nachgewiesen bekommen haben.

    Oder, wie unser alter Tierarzt früher sagte: die Natur geht manchmal seltsame Wege! (Wobei mich die Ninja-Eichhörnchen schon interessieren würden :D ).

    Tad Williams: Der Drachenbeinthron
    Wird von Andreas Fröhlich gelesen, für meinen Geschmack einer der besten Hörbuch-Vorleser überhaupt.

    Also Aufregung nimmt ab und das ist ja, was ich will. Irgendwann überlege ich dann mal, wie ich den Schnuller los werde, aber so schnell nicht.

    Dann kommt die Schnullerfee, das ist doch klar :D
    Spaziergänge ansich sind ja bei uns eigentlich kein Problem, außer: Hunde laufen am Fahrrad an uns vorbei. Das geht ja mal gar nicht, dass die schnell laufen dürfen und das muss man auch lautstark mitteilen :fluchen: Ich bin heute dann einfach umgedreht, nachdem der Hund uns überholt hatte und in die entgegengesetzte Richtung zurück marschiert :p