Beiträge von Donnerunddoria

    Auf einmal kam der Emil mit Speed von hinten, sprang über das Rückenteil der Couch und landete...nicht etwa auf der Couch, sondern dank etwas zu viel Schwung, auf dem Couchtisch. Sitzend auf seinem Hintern. Da fällt einem dann auch nix mehr ein.

    :lol: Emil hat Showtalent, oder? :D

    Ist halt auch nach dem Traben am Rad und das wirkt wirklich sehr beruhigend auf ihn.

    Bei uns ist Bewegung auch das Beruhigungsmittel schlechthin. Aber ich kann ja nicht immer im Laufschritt unterwegs sein...

    Obwohl ich sowohl Cosima als auch Bolero als absolut verträgliche Hunde beschreiben würde, stelle ich bei Hundepensionen ganz unterschiedliche Ansprüche, bzw. gelten für uns ganz unterschiedliche Kriterien. In der Pension, in der Cosima gerne betreut wurde (im Haushalt eines älteren Ehepaars), hat Bolero Hausverbot bekommen :hust: Dagegen käme er mit nächtlicher Zwingerhaltung wahrscheinlich prima klar, was für Cosima ein absolutes NoGo war.
    Wichtig ist mir Sachkunde (wenn Bolero rammelt, hat er massivsten Stress, der muss deshalb nicht kastriert werden!) und lieber ein ehrliches "Nein" als ein "Ach, das wird schon klappen!" Bei Rudelhaltung bzw. gemeinsamen Auslauf bitte nur einen "Eiermann" pro Gruppe.
    Schön finde ich Pensionen, die auch kranke oder unverträgliche Hunde aufnehmen. Betrifft uns zwar alles nicht, ich finde es aber schön, wenn es Menschen gibt, die sich auch diesen Herausforderungen stellen.

    Ganz ehrlich einen Hund zu haben der so neutral wie die Schweiz ist, ist echt von Vorteil.

    Jepp, gerade bei einem unkastrierten Rüden. Wir hatten schon einige blöde Zusammenkünfte mit kastrierten Rüden, die meinten, Bolero berammeln oder anpöbeln zu müssen und er hat das total souverän gelöst. Man sollte natürlich ein Auge darauf haben, dass solche Begegnungen nicht zur Regel werden, aber wenn es mal passiert, ist es sehr erleichternd, wenn der eigene Hund das ohne Blutverlust ganz unaufgeregt lösen kann.

    ... macht ihr Urlaub mit Euren Hibbels? Wenn ja, wie sieht das aus?

    Ja, machen wir. Die Anschaffung einer Softbox hat uns da sehr geholfen. Am Urlaubsort angekommen, gibt es erstmal einen Spaziergang und in der Ferienwohnung geht es sofort in die Softbox, da entspannt er sich sehr schnell. Es wirkt so, als sei er ganz froh darüber, die neue Umgebung nicht für uns abchecken zu müssen.
    Schwierig sind im Urlaub aber gemeinsame Familienspaziergänge (die es zuhause nicht gibt). Und wehe, die Familie trennt sich auf dem Spaziergang :omg: Das ist für einen Hütehund sicher nicht ungewöhnlich, aber trotzdem sehr nervig.

    Bezüglich der "Entstehung" von Hibbelhunden wird es, denke ich, nie eine einfache Antwort geben. Natürlich kann man sich sicherlich einen Hibbelhund ranerziehen, wenn man sich Mühe gibt. Aber gerade die Beiträge in diesem Thread zeigen ja noch einmal deutlich, dass offensichtlich auch die Ernährung entscheidend sein kann, die Genetik oder auch suboptimale erste Lebenswochen.

    Und oft ist es wahrscheinlich eine Mischung verschiedener Komponenten :ka: Gerade den Ernährungsansatz finde ich auch sehr interessant. Eine Hundetrainerin riet mir ebenfalls, Bolero über Wochen abends nur Kohlenhydrate zu geben und die Fleischration auf dem Morgen zu beschränken.
    Leider sah Bolero das anders :hust: und bei einem sowieso schon untergewichtigen Hund mag ich da keine Experimente machen.

    Außerdem spielen m. E. Haltungsumstände auch eine Rolle. Es macht gerade für Hunde mit dünnem Nervenkostüm sicherlich einen Unterschied, ob sie abgeschieden mit eher wenigen, einschätzbaren Außenreizen leben, innerhalb eines Dorfes mit Müllabführ & Co. oder in einer Stadt, in der sich sehr viele Reize auf geringem Raum vereinen.

    Ich frage mich oft, wie Bolero wäre, wenn er in der Stadt leben würde und täglich an Ampeln warten müsste, von Menschen angesprochen würde und einer gigantischen Mischung akustischer, visueller und olfaktorischer Reize gleichzeitig ausgesetzt wäre. Vermutlich wäre er viel, viel ruhiger, würde aber dafür bei seltenen Waldspaziergängen das Jagdschwein in sich entdecken. Wie ich`s mache, es ist verkehrt :smile:

    Bei uns hat tatsächlich die Reduzierung meiner eigenen Erwartungshaltung mit zur Enspannung beigetragen. Ich hatte halt den Anspruch, mit Bolero Obedience zu machen. Ich wollte ihn unbedingt hundeschultauglich bekommen und habe uns damit unnötig unter Druck gesetzt.
    Von daher fand ich @Dackelbennys Hinweis, dass Hunde bei älteren Menschen oft ruhiger sind für mich persönlich absolut nachvollziehbar. Würde Bolero bei dem netten älteren Herrn in der Nachbarschaft leben, würde er sein Leben lang an der Flexi neben ihm her laufen, würde bellen und janken, wenn er irgendwo warten müsste, aber das wäre halt so und würde niemanden stören. (Gut, er würde wahrscheinlich aufgrund krasser Unterforderung andere Macken entwickeln, aber auch das würde wahrscheinlich einfach so akzeptiert).

    Seit wir Augenzeugen wurden, wie drei (!) Greifvögel (absolute Solitärjäger - eigentlich...) gleichzeitig (!!!) unser Hühnergehege überfielen, glauben wir diesbezüglich nichts mehr, was wir nicht selbst gesehen oder per DNA-Test nachgewiesen bekommen haben.

    Oder, wie unser alter Tierarzt früher sagte: die Natur geht manchmal seltsame Wege! (Wobei mich die Ninja-Eichhörnchen schon interessieren würden :D ).

    Tad Williams: Der Drachenbeinthron
    Wird von Andreas Fröhlich gelesen, für meinen Geschmack einer der besten Hörbuch-Vorleser überhaupt.