Beiträge von Maus1970

    Für Till sind Hundekontakte auch jeden Fall sehr wichtig und er braucht sie um wirklich ausgelastet zu sein. Glücklicher Weise haben wir vor der Haustür ein ganz tolles Spaziergehgebiet. Dort trefffen wir täglich viele andere Hunde die ebenfalls Kontakt haben dürfen und möchten. Von daher hat er jeden Tag die Gelegenheit zu ausgiebigem Kontakt. Wir sich der gestaltet ist immer unterschiedlich. Mit vielen Hunden tobt er herum, veranstaltet kleine Jagdspiele oder rangelt mit ihnen. Mit manchen läuft es ruhiger ab, da wird gemeinsam geschnüffelt und nebeneinander hergelauffen.
    Da Till sehr selbstbewußt und selbst sehr Aktiv ist haben wir auch kein Problem wenn andere Hunde mal auf uns zu stürmen. Till nutzt dann die Gelegenheit um ein Tobespiel zu beginnen. Wie gesagt ihm macht das nichts aus, im Gegenteil er findet es Klasse. Ich selbst achte allerdings darauf, daß Till das nicht tut. Er hat die Regel immer erst einmal zu mir zurück zu kommen bevor er loslegen darf. Das funktioniert wunderbar.
    Wichtig finde ich nur, gerade wenn man einem noch fremden Hund begegnet die Situation immer im Blick zu haben um sicher sein zu können, daß der Kontakt für die Hunde auch immer etwas schönes ist und eingreifen zu können, sollte der Kontakt einmal nicht wirklich gut laufen.
    Von daher Hundekontakte auf jeden Fall ja.

    LG

    Franziska mit Till

    Till hat in der ersten Zeit auch in der geschlossenen Transportbox, jedoch direkt neben meinem Bett geschlafen. Er hat einfach alles, auch Kabel, angeknabbert. Gewinselt hat er nur in der ersten Nacht einen ganz kleinen Augenblick. Dann ist er sofort eingeschlafen und hat sich erst wieder gemeldet als er nach draußen mußte. Von daher brauchte ich auch kein schlechtes Gewissen zu haben. Ich hätte ehrlich gesagt kein Auge zugetan, hätte ich ihn nicht gesichert gewußt. Ansonsten hätte ich immer das Schreckensszenario mein Welpe tot durch Stromschlag vor Augen gehabt.
    Selbst wenn er bei mir im Bett geschlafen hätte, hätte ich befürchtet, daß er sich Nachts, ohne das ich es merke, heraus hüpft und auf Erkundungsgang geht. Mit 8 Wochen sind sie ja noch Leichtgewichte.

    LG

    Franziska mit Till

    Irgendwie hat sich bei uns das Problem nicht wirklich ergeben. Nachdem wir uns zunächst für Rasse, Geschlecht und dann für den Züchter entschieden hatten haben wir uns den kompletten Wurf angesehen. Von den 5 Rüden waren 3 bereits vermittelt. Der Züchter hat die 2 in Frage kommenden Rüden, gemeinsam mit der Mutterhündin, von der Wurfkiste in die Küche gebracht. Dort haben wir uns dann intensiv mit den Beiden beschäftigt. Wobei sich dann schnell heraus stellte, daß Till sich einfach auf meinem Arm richtiger anfühlte. :herzen1: schwärmundverliebtsei :D
    Die Frage nach dem Aussehen stellte sich dann nicht denn vom Äußeren her war der Unterschied zwischen den Beiden sehr gering.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich stelle mir das mit der Vererbung eher wie eine Scalar vor. Höchstwert und Niedrigswert sind vorgebene. Wo das Lebewesen letztendlich steht bestimmt die Umwelt.
    Um beim Beispiel zu bleiben: Wie sicher oder selbstbewußt ein Hund unter optimalen Bedingungen maximal werden kann oder selbst unter schlechten Bedingunen wird bestimmt die Genetik. Wie letztendlich die Realität aussieht bestimmt die Pägung/Umwelt.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Naja... es sollte hald irgendwo schon vermittelt werden dass Hundetraining Arbeit ist und nicht alles mit einer Wasserflasche gelöst werden kann.

    Denn was ich hald schon bemerkt habe:
    seit MR seine Reizangel (welche ja mal sehr groß in Mode bei ihm war) gegen die alleProblemelösende Wasserflasche getauscht hat lese ich hier öfter mal Tipps wie "Wenn der Hund meiner Mutter am Zaun gebellt hat flog einfach ein Plastikeimer nach ihm" oder ähnliches. Seither wird auch gegen den Einsatz von Spritzpistolen oder Wasserflaschen nciht mehr so heftig protestiert...

    Hoffen wir nur dass CM von Sixx keinen ähnlichen Einfluss nehmen kann :sad2:

    ...und ich denke, da kommen wir dem eigentlichen Problem, glaube ich, schon näher. Ich denke, daß größte Problem ist, daß in einem solchen Format nicht alles differenziert genug dargestellt werden kann/ dargestellt wird. Dabei wird eben leider nicht immer deutlich genug, daß solche Methoden zwar in bestimmten Fällen notwendig sein können, dabei sehr sorgfälltig eingesetzt werden müssen um nicht zu Fehlverknüpfungen zu führen aber nicht "Allproblemlösend" sind. Von daher sehe ich, daß Problem weniger in der Methode selbst, die im Einzelfall richtig sein mag, als darin, daß alles nicht differenziert genug dargestellt wird und Leute damit zu undifferenziert umgehen und einfach nachahmen.

    LG
    Franziska mit Till

    Zitat

    Ich habe ja geschrieben, dass ich mich auf den VDH beziehe, da die meisten seriösen Züchter in Deutschland da anzutreffen sind.
    Mal ganz davon abgesehen, dass die Züchter die ich kenne dem VDH angehören und ich deshalb auch nur darüber sprechen kann.


    Weil ich denke, dass viele ängstliche Hunde vermieden werden können, wenn die Prägung stimmt. Das muss nicht nur an den Erbanlagen liegen.

    Da möchte ich dir widersprechen. Ob ängstlich oder selbstbewußt/ souverän ist zu einem sehr großen Teil durch die Erbanlagen festgelegt. Natürlich kann man einem Hund mit sehr ängstlichen Erbanlangen durch liebevolles Training, gute Prägung und umsichtige Führung seitens des Halters einiges an selbstbewußtsein geben, alltagstauglich und zu einem tollen Begleiter machen. Aber es ist und bleibt immer ein erlerntes Verhalten und keines das aus dem Hund selbst heraus kommt. Bei einem selbstbewußten Hund hingegen ist das ein Teil seiner selbst. Der Unterschied ist, daß bei Lebewesen ein erlerntes Verhalten, gerade in Strsssituationen, nie so zuverlässig gezeigt wird wie ein genetisch verankertes.

    LG

    Franziska mit Till

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    Überhaupt erst mal die Basics, Grundgehorsam aufbauen und festigen. Den Rückruf verbessern, ein Kommando für "dreh dich zu mir um" aufbauen mit dem man schon VOR loshetzen rausholen kann. Click for Blick, also wenn der Hund mich anschaut statt loszurennen C&B (und dieses Verhalten wird kommen wenn man bei Reizobjekten das vorgenannte Signal verwendet).

    Man kann doch nicht erwarten dass ein Hund der dieses Verhalten schon jahrelang macht in 30min damit aufhört - und ich meine dauerhaft aufhört!


    Für mich wäre es Ziel dass der Hund es eben abkann dass jemand an ihm vorbeiläuft und sich dabei nicht aufpusht, nicht dass er Angst vor dem jogger hat. Aber das ist eben viel Arbeit und setzt einen mitdenkenden, aufmerksamen und konsequenten HH voraus - und da sehe ich bei Frau Steeger schwarz...


    ... eben und muß man sich, als guter Trainer nicht auch immer den Möglichkeiten des Halters anpassen? Ich meine was nutzt es ein super Training anzuleiern, wenn die Halterin das nicht leisten kann? Aus welchen Gründen auch immer. Ansonsten sind die Beiden ja total glücklich miteinander. Wie du schon selbst geschrieben hast, zeigt Eliza dieses Verhalten schon Jahre lang. Ich kann mir vorstellen, daß es da selbst für einen erfahrenen und konsequenten Halter sehr schwierig wird einem Hund ein solches selbstbelohnendes und verfestigtes Verhalten wieder abzutrainieren ohne es ihm unangenehm zu machen. Letztendlich wurde bei dem Training auch darauf geachtet, daß Eliza am Ende noch einen positiven Kontakt zum Jogger gehabt zu hat und somit die Chance hatte die "Wasseratacke" konkret auf ihr Verhalten "Jagen" zu beziehen und nicht au den Jogger an sich.

    Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich selbst trainiere mit meinem Hund ausschließlich auf der Basis positiv aufgebauter Komandos. Und ein Trainingsansatz von uns ist die Fehlervermeidung im Training. Also in kleinen Schritten arbeiten und nur soviel von dem Hund verlangen wie er auch leisten kann ohne Fehler zu machen. Ansonsten eben Absichern. Im Prinzip ähnlich wie du es beschrieben hast. Ich weiß also, dieser Ansatz funktioniert super und führt sogar dahin, daß mein Jagdhund bei Wildsichtung problemlos abrufbar ist. Aber Till lebt eben schon bei uns seit dem er 8 Wochen alt ist und wir haben von Anfang an so mit ihm trainiert. Der hätte nicht mal Tagelang, geschweige denn jahrelang Jogger gejagt, ohne daß ich adäquart reagiert hätte.
    Bei einem Hund der Jogger schon derart in sein Jagdreportoire aufgenommen und sich permanent selbst dafür belohnt hat stelle ich mir es jedoch sehr schwierig vor, alleine durch positive Verstärkung zu erreichen, daß er dieses Verhalten einstellt.

    LG

    Franziska mit Till

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    Bei Eliza ist das Problem vielleicht kurzfristig behoben, aber ich bin mir recht sicher dass sie es irgendwann wieder probieren wird und dann hat der Jogger/Radfahrer eben keine Wasserflasche dabei...
    Wenn ich das schon höre, "aktives Meideverhalten ist hier das Ziel" könnte ich :motz:
    Statt zu erziehen wird zur Wasserflasche gegriffen. Naja, sonst wäre es wohl weit weniger spektakulär und die Hundehalterin müsste ihren Hund womöglich noch sinnvoll beschäftigen, das wäre ja ein Ding der Unmöglichkeit!!!! :roll:

    Davon scheint Martin Rütter auch auszugehen. Er hat mit Ingrid Steeger besprochen, daß sie Eliza, sollte sie noch einmal einen Radfahrer oder Jogger jagen, sofort anleinen, ihn anrufen und den Hund nicht mehr von der Leine lassen soll bis er sie nochmals besucht.

    Wie würdest du denn Eliza alternativ trainieren, wenn du den Aufbau eines Meideverhaltens nicht für gut hältst?

    LG

    Franziska mit Till

    Ich kenne da wenigstens zwei und einer heißt Till, ist unser "Racker" und seines Zeichens Beagle. :D (der Andere war mein erster Hund Gino :D )
    Nein, mal im erst. Wir sind ja gerade dabei zu schauen, ob Till die Zuchtzulassung bekommt. Setze mich also mit dem Thema Zucht gerade etwas intensiver auseinander, ohne dabei bereits Profi zu sein.
    Für die Rasse Beagle kann ich sagen, daß es sich hierbei um eine recht robuste Rasse handelt. Zum Einen was die Gesundheit aber auch was die psychische Konstitution betrifft.
    Ich weiß, daß bei der Zuchtzulassung die Prüfung der charakterlichen Eignung einen sehr großen Teil einnimmt und intensiv geprüft wird bevor ein Hund zur Zucht zugelassen wird. 2 von 4 Prüfungsteilen beziehen sich beim Beagle auf das Wesen des Hundes. Zum einen wird das Verhalten eines Hundes mit anderen Hunden in der Meute ohne Einflußnahme des Halers geprüft. Wobei der Halter den eigenen Hund beobachten darf, der Hund seinen Halter jedoch nicht sehen können soll. Zum Zweiten wird der Umgang des Hundes mit Menschen jeglicher Art getestet. Auch mit solchen die außergewöhnlich aussehen oder benehmen. Es scheint dem Verband also schon wichtig zu sein, daß sich nur wesensfeste Tiere vermehren und das finde ich sehr gut so.
    Bei uns gibt es eine ganze Reihe von Beaglen. Ich kenne sie nun nicht so gut, daß ich deren komplettes Verhalten beurteilen könnte. Aber ich sehe, daß nahezu alle diese Hunde Menschen und anderen Hunden gegenüber sehr aufgeschlossen und freundlich sind. Stress und Angst konnte ich da nie beobachten.

    LG

    Franziska mit Till

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    Na gut, wenn Du damit leben kannst, dass dafür das Muttertier in Etappen drauf geht !

    Warum stehen Dir die Welpen näher als der Hund, aus dem sie vorher gekrochen sind ? Weil sie putzig sind ? Warum denkst Du nicht an die Mutterhündin - DIE hat das grössere Elend vor und vor allem bereits hinter sich ! Gilt nicht, IHR vorrangig zu helfen, damit sie von ihrem regelmässigen Nachwuchs nicht regelrecht ausgesaugt wird.

    Du schaust doch auch weg. Ein Hund ist gerettet - fein. Dann ist man erst mal mit dem süssen putzigen Welpen beschäftigt. Achso - immerhin hat man mal beim Vetamt angerufen. Die machen das schon. Dafür werden die ja bezahlt ...

    Letztendlich gibt es ja auch die Möglichkeit die Behörden zu informieren, deren Vorgehen weiter mitzuverfolgen und den Welpen dann zu übernehmen, wenn er beschlagnahmt sein worden solltte. So gibt man dem Tier ein zu Hause, ohne daß der Vermehrer noch etwas daran verdient.

    LG

    Franziska mit Till