Beiträge von Maus1970

    Zitat

    Mir ist schon klar, was du meinst, aber darum geht es doch gar nicht. Es geht hier um das, was im Kopf des Hundes vorgeht - und da geht es eben nur um die Befriedigung, die ihm aus seiner Arbeit erwächst. Der rechnet nicht auf, dass er sich dabei öfters die Pfote verletzt.

    Und sei bitte fair in den Vergleichen, stelle nicht den miserabelst gehaltenen Jagdhund (der vermutlich auch nicht gut sein wird in seinem Job, da untrainiert) gegenüber dem optimalst ausgelasteten Nichtjäger-Hund. Wenn schon, müsstest du ihn mit dem fettgefütterten Flexi-Beagle vergleichen, der als Highlight des Tages einmal um den Block schnauft.

    Da hast du schon Recht. Deshalb habe ich ja uch geschriben, daß das von Halter zu Halter sehr verschieden. ist. Sicher gibt es leider viele Jagdhunde die nicht jagdlich geführt werden, denen ihre Halter nicht ansatzweise gerecht werden; genauso wie es eben auch jagdlich geführte Hunde gibt die als reines Arbeitstier mißbracht und ansonsten nicht gut gehalten werden. Leider. Beides ist für die betreffenden Hunde gleich schlimm.
    Ich verstehe auch, was du mit der Befriedigung meinst die seine Arbeit einem Jagdhund gibt. Ich merke auch ganz klar, daß mein Hund eine Aufgabe braucht um glücklich zufrieden und ausgelastet zu sein. Allerdings habe ich bei ihm nicht das Gefühl, daß er nun absolut nur auf das eigentliche Jagen fixiert ist. Ihm ist wichtig, daß seine Nase angesprochen wird, daß ja, definitiv aber ich habe nicht das Gefühl, daß es nun undbedingt das Kaninchen oder das Reh sein muß, daß er sucht; sondern eben auch der Dummy. Es gibt viele Dinge bei denen er mit Leidenschaft dabei ist. Z.B auch beim Agility.
    Aber vielleicht habe ich auch einfach nicht so einen Vollblutjäger erwischt und andere Hunde sind da wesentlich extremer und ich sehe das Ganze deshalb in einem etwas anderem Licht. Das mag gut möglich sein.
    Nur ich denke, wenn Jagdhunde nur von Jägern gehalten werden sollten, dann müßte man sich vermutlich damit abfinden, daß diese Rassen über kurz oder lang aussterben würden, weil sie einfach zu wenig gebraucht werden würden, als daß man den Genpool groß genug halten könnte um eine gesunde Population aufrecht zu erhalten.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Ich denke, hier ging es bei "Kompromiss" nicht um die Gesundheit des Hundes, sondern um die Erfüllung, die er findet bei seiner Beschäftigung. Also die Diskrepanz zwischen dem, was der Hund am liebsten tun würde, und dem, was er tatsächlich tun darf. Darf er seine Passion auf der Jagd oder beim Hüten kontrolliert ausleben, muss er diesbezüglich keine Kompromisse eingehen.

    PS: Dobbys Beagle wird jagdlich geführt und ist, wenn ich mich nicht irre, ganz ausgesprochen ein Hund, der mit dem Kompromiss nur mässig glücklich geworden wäre.

    Beim Ausleben seiner Passion nicht, aber doch häufig auf anderen Gebieten und da eben auch Gesundheitlich.
    Ein jagdlich geführter Hund darf zwar seine Jagdpassion ausleben, aber wie oft geschieht das und wie sieht sein Leben ansonsten aus? (sicherlich von Halter zu Halter sehr verschieden) Das ist das was ich meinte. Es gibt leider genügend Jagdhunde, die zwar zur Jagd dürfen die aber in den Zeiten dazwischen keinerlei Anregungen oder Ähnliches erhalten.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Ich glaube das obige bestreitet ja auch keiner...
    Trotzdem vertrete ich aber die Meinung, dass ein sehr passionierter Jagdhund (oder Hütehund) mit entsprechend hoher Trieblage tatsächlich besser beim Jagen oder bei Schafen aufgehoben ist in den entsprechenden Händen.
    Alles andere ist dann immer ein Kompromiss - der Einzelcharakter spielt da eine große Rolle, schließlich können die Charaktere einer Rasse ja sehr unterschiedlich ausfallen.

    Mein Beagle würde z.B. die Beine in die Hand nehmen, wenn ich mit ihm einen Apportierkurs besuchen würde ;)

    Ich sehe das ein wenig anders. Es stimmt schon, daß z.B Jagdhunde die nicht zur Jagd gehen, Hütehunde die keine Herde zum Hüten haben; oder Schutzhunde die nicht im Dienst stehen Kompromisse eingenen müssen. Aber das müssen Hunde die einer konkreten Arbeit nachgehen meiner Meinung nach auch. Hunden, die konkret Arbeiten, wird oftmals pysisch und psychisch sehr viel abverlangt. Auch dafür zahlen die Hunde einen, oftmals nicht geringen, Preis. Was häufig ihre Gesundheit betrifft. Auch das ist ein Kompromiss. Ich denke die wenigsten Hunde die konkret Arbeiten, arbeiten so und in einem solchen Ausmaße, daß es für sie optimal ist. Das können sich die wenigsten leisten.
    Von daher denke ich sind viele Hunde mit dem Kompromiss "Ersatzbeschäftigung" noch sehr gut dran.
    Das mit dem Apportieren und den Suchspielen habe ich genannt weil es halt Tills Leidenschaft ist. Natürlich gibt es auch Unterschiede zwischen den Hunden einer Rassen und wenn dein Beagle Apportieren schrecklich findet, gibt es bestimmt etwas Anderes was euch Beide begeistern kann.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Ich finde wichtig, dass das Dummytraining kleinschrittig aufgebaut wird und die Trainerin für jeden Hund individuelle Trainingsschritte parat hat. Der Hund sollte einen guten Grundgehorsam mitbringen, also auch unter Ablenkung ein anständiges Fuß laufen können und in Grundstellung sitzen bleiben, bis er die Freigabe bekommt, sowie ein sicherer Rückruf.
    Ich wünsche euch viel Spaß beim Dummytraining!

    Danke schön!
    Na, dann sind wir ja anscheinend ganz gut aufgestellt. Das ist ganz gut zu wissen. Fuß läuft er zwar nicht besonders schön, aber zuverlässig. Im "Sitz" bleiben bis die Freigabe kommt beherrscht er auch unter starker Ablenkung. Die Grundstellung als solche wie bei der Begleithundeprüfung kennt er nicht. Allerdings ein Komando für "setz dich neben mich" und ich kann ihn per Handzeichen überall hindirigieren und ihn dort ins "Sitz" schicken.
    Das dürfte dann doch auch funktionieren, oder?
    Wie habt ihr denn mit dem Training begonnen?

    LG

    Franziska mit Till

    Hallo ihr Lieben!

    Ich pusche dieses Thema mal ein wenig, da es micht interessiert. Ab September möchte ich mit meinem Beagle mit dem Dummytraining in unserer Hundeschule beginnen. Dann beginnt dort einen neue Trainerin und wird das Dummytraining anbieten.
    Habt ihr Tipps für eine Anfängerin wie mich? Worauf sollte ich achten, woran erkenne ich ein gutes Dummytraining? Aber vor allem: Wie kann ich meinen Hund optimal darauf vorbereiten bzw. gibt es etwas was der Hund dafür besonders gut können sollte?

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Ich denke auch, dass nur alleine durch das Verstecken die wenigsten Hunde dauerhaft aufmerksam sind. Deswegen gab es (bzw. gibt es in wildreichen/unbekannten Gebieten noch immer) eine Belohnung fürs Aufpassen. Mal ein Leckerli, mal ein kurzes Spiel. Auch zwischendurch wird er mal gerufen und es wird gespielt etc. Ich denke, die Mischung aus verschiedenen Übungen bringt dann erst wirklich was.

    Ja, das sehe ich genau so. Ich denke auch, daß es entscheident ist, daß man als Halter erspührt, was für den Hund gerade wichtig ist. Ob nun gerade das Fressen oder ein Spiel.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Mmh, ich bin irgendwie einfach gestrickt. Ich trainiere einfach, dass es sich lohnt mir zu folgen und ab und an mal bei mir vorbeizuschauen. Ich habe aber auch keine Lust dauernd den Überraschungsentertainer zu mimen.

    Ich habe aber auch einen Spitz, der würde die Chance nutzen ohne mich endlich mal eine Runde zu drehen, wenn ich verschwunden bin.

    Viele Grüße
    Corinna

    Genau so mache ich es auch. Einem selbständigen Arbeiter wie einem Beagle würde es vermutlich nämlich auch nicht sonderlich imponieren mich suchen zu müssen.
    Da er sehr gerne frisst läuft bei ihm vieles über das Futter. Ich habe, als er kleiner war, sehr viel den Blickkontakt im Freilauf bestätigt und mit Leckerli belohnt, damit er von Anfang an erfährt das die Aufmerksamkeit auf den Halter etwas tolles ist. Gerade Beagle sind ja von Natur aus recht eigenständig. Von daher war es mir wichtig, daß er vom Welpenalter an merkt wie schön es ist mit mir zusammen zu arbeiten.. Mittlerweile lobe ich ihn da nur noch verbal. Nur in seeeehr interessanten und neuen Gebieten bestätige ich ihn immer nochmal ab und an mit einem Leckerli. (Wobei Leckerli bei uns sein normales Trockenfutter bedeutet. Dann gibt es noch Superleckerli für den Rückruf oder eine super Leistung. Das ist dann Fleisch oder seine Lieblingshundekekse; aber in aller Regel ungewürztes Fleisch) Oder aber ich biete ihm, nach dem Blickkontakt, ein kleines Spiel an. Je nach dem wie wir beide gerade drauf sind und was ich für ein Gefühl habe, was er braucht. (vorzugsweise ein Apportier- oder Suchspiel)
    LG

    Franziska mit Till

    Ich fürchte ihr seid die Sache leider nicht ganz richtig angegangen.
    Habt ich die Pfeife denn vorher konditioniert bevor ihr angefangen habt den Hund damit zu rufen?
    Ich habe bei meinem Hund die Pfeife zunächts 4 Wochen lang nur konditioniert. das heißt den Hund auf mich aufmerksam gemacht und das Superleckerlie gezeigt, sobald er auf mich konzentriert war habe ich gepfiffen und ihm dann sofort das Leckerchen gegeben. Diesen Schritt solltet ihr alle drei mit dem Hund trainieren.
    Danach habe ich die Pfeife nur in Situationen eingesetzt in dem der Hund schon auf dem Weg zu mir war. Ihn also gelockt und als ich wußte jetzt läuft er 100% zu mir durch gepfiffen. Erst danach habe ich den Pfiff in ganz einfachen Situationen eingesetzt um ihn zu rufen und allmählich den Schwierigkeitsgrat erhöht. Wichtig ist, daß dein Hund dabei möglichst keine Fehler macht, damit er gar nicht erst die Erfahrung macht, daß man die Pfeife auch ignorieren kann.
    Notfalls würde ich 2 Wochen warten, eine ganz andere Pfeife besorgen, die komplett anderes klingt und die noch einmal komplett neu aufbauen. Und übt nicht zuviel, damit es immer etwas besonderes für euren Hund bleibt und er sich das Superleckerlie immer gerne verdienen will.

    LG

    Franziska mit Till

    Hallo Julia!

    Das Foto ist zwar nicht optimal aber in Augen sieht Dony dort sehr schön schlank aus und als hätte er Idealgewicht. Man ahnt schon bei der Seitenansicht, daß er deutlich Taille haben wird.
    Einen hübschen Kerl hast du. Wie alt ist er eigentlich?

    LG

    Franziska mit Till