ZitatJa, das kenn ich auch. Es fällt einem kein Zacken aus der Krone, wenn man seinem Hund auch mal was zutraut. Dieses pauschale "ICH entscheide ALLES und ich regle alles" ist Unsinn. Hunde haben ja ein ausgeprägtes Sozialverhalten, das man sicherlich hier und da mal steuern oder auch korrigieren sollte, aber man sollte sich selbst nicht so wichtig nehmen. Mein Hund soll in der Lage sein, auch ohne Mama eine Konfliktsituation zu meistern. Ich bin sehr froh, dass ich in einer HuSchu gelandet bin, in der nicht jedes Knurren und Rumprollen sofort von Menschenhand unterbunden wird, das hat mir und meiner Hündin sehr viel gebracht.
Ich glaube ihr habt mich da ein wenig mißverstandnen oder ich mich schlecht ausgedrückt.
Ich regel auch beileibe nicht alles für meinen Hund und finde das auch wichtig und richtig so. Ich denke auch, daß man seinem Hund durchaus auch einmal etwas zutrauen muß. Hünde müssen die Gelegenheit haben mit anderen Hunden zu kommunizieren und sich mit ihnen auseinander zu sezten. Ansonsten können sie nicht erlernen andere Hunde zu lesen und adäquarte Verhaltensstrategien zu entwickeln. Dazu gehört auch, daß ein Hund, gerade ein Welpe oder Junghund, auch mal adäquart in die Schranken gewiesen wird, wenn er mal die Etikette vergisst. Das finde ich auch vollkommmen richtig so. Auch mein Rabauke ist ab und an einmal zurecht gewiesen worden als er als Welpe oder Junghund mal die Etikette vergessen hat. Aber eben durch Hunde die in der Lage waren das alles in einem verhältinismäßigem Rahmen zu tun; und ich bin gut damit gefahren. Denn die Folge ist, daß ich heute einen 21 Monate alten Hund habe der sehr offen und freundlich und ohne Angst auf fremde Hunde zugeht, der aber sehr gut andere Hunde lesen entsprechend reagieren kann. Das heißt er weiß genau wer mit ihm spielen will, wer seine Ruhe möchte, wer stinkig ist etc und reagiert entsprechend. Ich bräuchte ihn selbst beim größten Proll der an der Leine gesichert nicht einmal anleinen oder ins Fuß nehemen, weil er genau weiß, daß die keine Lust auf ihn haben und er keine Lust auf Ärger. Er geht stumpf im Bogen an solchen Hunden vorbei. (Ich leine ihn trotzdem an, eben aus Höflichkeit, damit der andere Halter sieht ich kümmere mich um meinen Hund und mein Hund wird nicht auf den Proll zulaufen)
Allerdings habe ich noch keine Situation erlebt in dem es mir sinnvoll erschien sich einen dritten Hund in die Angelegenheiten von zwei anderen einmischen zu lassen. Entweder haben die Halter der zwei "Streithähne" entschieden: "Das ist noch in Ordnung, daß können die noch selbst regeln" oder es wurde eingegriffen. Dritte Hunde haben wir da generell heraus gehalten.
Lg
Franziska mit Till