Beiträge von Maus1970

    Zitat

    Ja, das kenn ich auch. Es fällt einem kein Zacken aus der Krone, wenn man seinem Hund auch mal was zutraut. Dieses pauschale "ICH entscheide ALLES und ich regle alles" ist Unsinn. Hunde haben ja ein ausgeprägtes Sozialverhalten, das man sicherlich hier und da mal steuern oder auch korrigieren sollte, aber man sollte sich selbst nicht so wichtig nehmen. Mein Hund soll in der Lage sein, auch ohne Mama eine Konfliktsituation zu meistern. Ich bin sehr froh, dass ich in einer HuSchu gelandet bin, in der nicht jedes Knurren und Rumprollen sofort von Menschenhand unterbunden wird, das hat mir und meiner Hündin sehr viel gebracht.

    Ich glaube ihr habt mich da ein wenig mißverstandnen oder ich mich schlecht ausgedrückt.
    Ich regel auch beileibe nicht alles für meinen Hund und finde das auch wichtig und richtig so. Ich denke auch, daß man seinem Hund durchaus auch einmal etwas zutrauen muß. Hünde müssen die Gelegenheit haben mit anderen Hunden zu kommunizieren und sich mit ihnen auseinander zu sezten. Ansonsten können sie nicht erlernen andere Hunde zu lesen und adäquarte Verhaltensstrategien zu entwickeln. Dazu gehört auch, daß ein Hund, gerade ein Welpe oder Junghund, auch mal adäquart in die Schranken gewiesen wird, wenn er mal die Etikette vergisst. Das finde ich auch vollkommmen richtig so. Auch mein Rabauke ist ab und an einmal zurecht gewiesen worden als er als Welpe oder Junghund mal die Etikette vergessen hat. Aber eben durch Hunde die in der Lage waren das alles in einem verhältinismäßigem Rahmen zu tun; und ich bin gut damit gefahren. Denn die Folge ist, daß ich heute einen 21 Monate alten Hund habe der sehr offen und freundlich und ohne Angst auf fremde Hunde zugeht, der aber sehr gut andere Hunde lesen entsprechend reagieren kann. Das heißt er weiß genau wer mit ihm spielen will, wer seine Ruhe möchte, wer stinkig ist etc und reagiert entsprechend. Ich bräuchte ihn selbst beim größten Proll der an der Leine gesichert nicht einmal anleinen oder ins Fuß nehemen, weil er genau weiß, daß die keine Lust auf ihn haben und er keine Lust auf Ärger. Er geht stumpf im Bogen an solchen Hunden vorbei. (Ich leine ihn trotzdem an, eben aus Höflichkeit, damit der andere Halter sieht ich kümmere mich um meinen Hund und mein Hund wird nicht auf den Proll zulaufen)
    Allerdings habe ich noch keine Situation erlebt in dem es mir sinnvoll erschien sich einen dritten Hund in die Angelegenheiten von zwei anderen einmischen zu lassen. Entweder haben die Halter der zwei "Streithähne" entschieden: "Das ist noch in Ordnung, daß können die noch selbst regeln" oder es wurde eingegriffen. Dritte Hunde haben wir da generell heraus gehalten.

    Lg

    Franziska mit Till

    Hallo liebe Beate!

    5:00 Uhr beziehungsweise 5:30 Uhr ist natürlich sehr, sehr früh. Besonders am Wochenende.
    Was du versuchen kannst ist folgendes:
    Wenn er dich um diese Uhrzeit weckt, versuche ihn noch einmal mit einem "Nein" kurz zur Ruhe zu bringen. Sobald er kurz ruhig ist stehst du auf. Ich würde ihn dann aber zunächst komplett ignorieren. Das heißt ihn nicht zur Begrüßung kraulen, nicht mit ihm sprechen, nicht füttern etc. und auch nicht mit ihm nach draußen gehen! Es sei denn ihr habt noch einen Welpen, der wirklich dringend muß. Am Besten setzt du dich irgendwo ruhig hin, schaust Fernsehen, liest, machst Kreuzworträtsel oder irgendetwas in der Art.
    Wichtig dabei ist, daß der Hund die Erfahrung sammelt: "Um diese Uhrzeit passiert hier noch nichts. Da ist hier im Hause total tote Hose." Dann, zu der Uhrzeit die dir paßt und wenn er gerade absolut ruhig und entspannt liegt, beginnst du irgendwann den Tag. Ich würde das zunächst immer mit den selben Worten tun, wie z.B "Guten Morgen mein Kleiner" Dann wird er begrüßt, gekrault und der Tag beginnt. Ihr könnt dann auch zum Lösen nach draußen gehen. Wichtig ist halt, daß Luc erfährt: "Meine Menschen starten den Tag"
    Das du aufstehst hat den Vorteil, daß zumindest der Rest deiner Familie schlafen kann. Vermutlich wird sich sehr schnell der Effekt einstellen, daß der Hund neben dir wieder einschläft, während du wegen ihm wach bist und liest. Wenn das einige Male zuverlässig so war, kannst du dich auch wieder ins Bett legen. Sollte der Hund dann wieder anfangen zu fiepen. Beginnst du das gleiche Spiel noch einmal von vorne. Du stehst zwar auf, damit nicht alle anderen Familienmitglieder wach werden, aber der Tag für den Hund beginnt noch nicht. Sondern erst dann wenn du es willst.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich bin das Thema anders angegangen. Ich habe meinem Hund von vornherin beigebracht, daß er erst zu mir zurück zu kommen hat, bevor es Kontakt zu anderen Hunden gibt und wir uns gemeinsam dem anderen Hund bis auf eine adäquarte Distanz nähern bevor er loslegen darf. Dann durfte er allerdings Kontakt haben, wann immer es für den anderen Halter und Hund in Ordnung war.
    Das hat mir sehr geholfen. auf diese Art und Weise kann ich meinem Hund, wann immer Möglich den Kontakt zu anderen Hunden bieteten ( was meinem Hund sehr wichtig ist und seine Lebensqualität stark hebt ) habe ihn aber anderer Seits immer unter Kontrolle. Heute hat sich das schon fast Ritualisiert. Häufig dreht er schon von allleine bei und kommt zu mir, wenn er andere Hunde sieht. Ansonsten reicht eine sanfte Erinnerung und er kommt angeflitzt.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich könnte mir vorstellen, daß der kranke Hund, gerade nach Schlaganfällen, eventuell anders kommuniziert als ein gesunder Hund und deshalb von Deinem mißverstanden wird. Vielleicht sind Mimik, Gestik und Körpersprache bei dem Hund, auf Grund der Erkrankung, eingeschränk oder verändert.

    LG

    Franziska mit Till

    Dann solltest du wirklich mit deinem Tierarzt darüber sprechen. Mit dem Kastrationschip gibt es ja auch eine Möglichkeit die Wirkung einer Kastration erst einmal auszutesten bevor etwas unwiderrufliches geschieht.

    LG

    Franziska mit Till

    Hallo Xeandra!

    Ich würde auch zunächst einmal beim Tierarzt alles Gesundheitliche abklären lassen, damit du da auf der sicheren Seite bist. Auch über das Einsetzten eines Kastrationschips oder eine Kastration würde ich, bei der Gelegenheit, mit dem Tierarzt sprechen.
    Du besschreibst, daß dein Rüde früher sehr gut gefressen und sich das nun verändert hätte. Da kommt mir ein Gedanke zu.
    Kann es sein, daß die Veränderung seines Fressverhlaltens langsam mit Beginn der Geschlechtsreife eingesetzt hat? Das wäre noch ein Punkt, der für eine Hypersexualtität sprechen würde.

    LG

    Franziska mit Till

    Also an deiner Stelle würde ich wohl auch lieber die Alternative mit der Sitterin wählen, wenn diese kompetent und zuverlässig ist.
    Egal wie die Sache rechtlich auch aussehen mag; moralisch wäre es für mich die Sache des Gassigängers gewesen für den Schaden (Tierarztkosten) aufzukommen. Letztendlich kam es zu dem Vorfall während er die Verantwortung für die Hunde hatte. Er hätte die Hunde so führen müssen, daß es nicht zu einem solchen Vorfall kommen kann.
    Womit ich allerdings keines Falls sagen möchte, daß nicht jedem einmal ein Fehler unterlaufen kann und soetwas niiiiemals hätte passieren dürfen. Nur finde ich es wichtig, daß man dann auch zu seinen Fehlern steht und dafür aufkommt und die Kosten nicht auf andere Hundehalter oder irgendwelche Versicherungen abwätzt. Es sei denn es ist die Eigene, die man extra für solche Fälle abgeschlossen hat. :smile:
    Ich hatte beim Lesen der Schilderungen des Vorfalls übrigens den Eindruck als wäre der Max mit seiner Rolle als Aufpasser des Rudels doch überfordert gewesen und als hätte der Gassigänger ihm schon früher häufiger klar machen müssen, daß er die Angelegenheiten des Rudels regelt und nicht Max. (Ich würde es Beispielsweise nicht dulden, wenn ein Hund, in diesem Falle Max, sich in einen Streit zwischen zwei Anderen einmischt, sondern ihm klar machen: Das regel ich!
    Aber wie gesagt, daß war mein Eindurck den ich beim Lesen hatte. Ich war nicht dabei, mag also daneben legen. Aber das würde einiges an Verhalten erklären.
    Ansonsten sehe ich die Angelegenheit ähnlich wie Bordy. Jeder ist für seinen Hund verantwortlich. Sowohl der Halter eines "Prolls" als auch der Halter eines Hundes der blutig zurecht weist.
    Klar ist prollen nicht in Ordnung aber blutig zurecht weisen eben auch nicht. Ein soviel größerer Hund kann sich halt auch unblutig wehren.

    LG


    Franziska mit Till

    Franziska mit Till

    Ich habe mal eine Frage an euch: Macht jemand von euch Dummyarbeit in einem Verein als Sportart mit seinem Hund?
    Ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte von euch freuen. Vielleicht auch bei wem ihr trainiert habt.
    Wir wollen im September damit starten.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich würde versuchen deiner Hündin ein Alternativverhalten aufzuzeigen. Also etwas das sie tun soll, wenn sie eine Maus riecht. Das können die verschiedensten Dinge sein. Je nachdem was deine Hündin toll findet.
    Als mein Rüde 5 Monate alt war, meinte er es wäre eine tolle Idee mal mit dem Enten und Vögel jagen anzufangen.
    Ich habe dann mit ihm so trainiert, daß ich immer wenn er eine Ente oder einen Vogel fixiert hatte sofort abgerufen und bei mir mit Leckerli belohnt und ihn ganz doll gelobt habe. Ich habe für meinen Hund den Rückruf als Alternativverhalten gewählt, weil er sich sehr gerne bewegt. Für ihn ist es etwas tolles zu mir hinrennen zu können. Das Rennen an und für sich hat schon einen hohen Reiz für ihn. Auf diese Weise habe ich es ihm möglichst leicht gemacht, weil er als Alternative etwas tun durfte, was er gut findet und dafür am Ende noch belohnt wurde. Das hat bei uns sehr gut funktioniert. Es hat nicht lange gedauert und er hat Enten und Vögel vollkommen ignoriert.
    Das bedeutet du müßtest dir überlegen was für deine Hündin in dieser Situation das Einfachste und Angenehmste ist. Gegebenenfalls mußt du zunächst eine Zeit lang mir der Leine absichern, bis sie das Alternativverhalten wirklich verinnerlicht hat.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich würde das Verhalten im Moment versuchen vollkommen zu ignorieren und mit ihr sofort zügig und gaaanz ruhig weiter gehen. Sobald sie anfängt zu knurren locke sie kurz weiter und nehme sie dann einfach an der Leine mit. Sobald sie ruhig ist und mit dir mit geht bestätige sie und gebe ihr gegebenenfalls ein Leckerli. Sollte sie dir, auf dein locken hin, Aufmerksamkeit schenken bestätige sie sofort.
    Auf diese Art und Weise bestätigst du ein gewünschtes Verhalten, egal wie das Knurren motiviert sein sollte, und du zeigst ihr ein klares Alternativverhalten auf. (sich an dich wenden, dir Aufmerksamkeit schenken) Außerdem nimmst du ihr den Streß in dem du sie schnell aus der Situation nimmst. Bis zur Trainerstunde am Sonntag solltet ihr so eigentlich ganz gut fahren.

    LG

    Franziska mit Till