Zitat
Mit Allem was der Hund nicht kennt muss er jetzt erst mal fertig werden, und Du weisst nicht, welche Erfahrungen er mit Kindern gemacht hat. Dazu ist Dein Sohn ein ganz quirliger und schreit rum, was für diesen unsicheren Hund denkbar schlecht ist, er weiss jetzt nicht, wie er damit umgehn soll. Wenn Du es übers Herz bringst, warte mit dem Besuch Deines Sohnes, bis dass Dein Hund sich eingelebt hat.
Ist das jetzt wirklich dein Ernst? Du rätst einem Vater allen Ernstes, daß er seinen 3 jährigen Sohn nicht mehr zu den Wochenendbesuchen zu sich nimmt, weil sich der Hund einleben muß???!!! Du ziehst es in Erwägung, daß er seinem kleinen Sohn erklärt, daß er ihn die nächste Zeit nicht zu sich nimmt, weil es für den Hund besser ist und der sich erst an sein neues zu Hause gewöhnen muß? Nur mal nebenbei erwähnt: Anscheinend lebt der Themenstarter von der Mutter seines Kindes getrennt in einer neuen Partnerschaft. Das Kind an den Wochenenden nicht zu sich zu holen würde deshalb vermutlich bedeuten, daß er das Kind in dieser Zeit gar nicht sieht. Außerdem ist doch momentan ja noch absolut nicht absehbar wie lange der Hund brauchen wird um sich einzuleben und ob es nur darum geht, daß der Hund sich einleben muß oder eine tiefgreifende Verhaltensproblematik dahinter steckt, deren Therapie sehr lange dauern würde.
Ganz ehrlich, daß geht für mich eindeutig zu weit und wäre, in meinen Augen, ein Fall von übertriebener Tierliebe. Das Wohl eines Tieres darf, meiner Meinung nach nicht über dem eines Menschen stehen.
Mein Rat wäre folgender:
Ich würde schauen, daß ich schnellstmöglich eine Fachkraft angagiere die sich den Hund genauestens anschaut und eine umfassende psychologische Einschätzung des Hundes vornimmt.
Wobei es für mich darauf ankommen würde, daß diese Fachkraft sowohl eine fundierte Ausbildung als auch viel Erfahrung im Umgang mit Problemhunden hat. Beispielsweise ein Tierarzt mit einem abgeschlossenen Studium der Tierpsychologie und Erfahrung in Verhaltenstherapie.
In meinen Augen sollte zunächst einmal herausgefunden werden, was hinter dem Verhalten steckt um dann entscheiden zu können wie es weiter geht. Es kann sehr gut sein, daß sich dieses Verhalten unter fachkundiger Anleitung recht problemlos korrigieren lässt. Aber wie bereits geschrieben wäre es, meiner Meinung nach, bei der Vorgeschichte des Hundes, durchaus denkbar, daß der Hund sich eben nicht nur einleben muß, sondern ernsthafte Verhaltensprobleme dahinter stecken.
Und dann wäre es für mich durchaus denkbar, daß dieses in letzter Konsequenz leider auch bedeuten könnte, daß sich der Themenstarter leider für den falschen Hund entschieden hat und dieser dort nicht wirklich gut aufgehoben ist. Zumal Hund und Kind ja nicht wirklich, oder zumindest nur sehr schwer, systematisch zusammengeführt werden können, da der Sohn nur alle 14 Tage über das Wochenende beim Themenstarter ist und nicht permanent dort lebt.
Bitte, bitte das jetzt nicht falsch verstehen. Ich meine damit lediglich, daß es gut möglich ist, daß der Hund, auf Grund seiner Vorgeschichte, wohl möglich andere Bedürfnisse hat und Lebensumstände braucht als sie ihm der Themenstarter, auf Grund seiner Lebensumstände, bieten kann und ob das so ist sollte dringend abgeklärt werden. Das hat nichts mit dem Themenstarter als Person oder mit seinem Angagement zu tun und soll ihn in keinster Weise eingreifen.
LG
Franziska mit Till