Beiträge von Maus1970

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    Und was mach ich mit meinem Hund, der einfach in gar kein Schema/Muster passt? Ich würde ihn nie niemals nicht mit in die Stadt nehmen, 4,5h Prüfung (auch wenn zwischendrinn viel warten ist) - wie soll das mein Hund schaffen, der mit 1,5h spazieren in bekannter Umgebung, dazu eher reizarm, schon arg am Knapsen ist was die Konzentration angeht? Wenn dann das Wetter noch entsprechend ist und ihm Rücken und Hüfte wehtut, gut Nacht.Wir belästigen/gefährden hier niemanden, ich kenn mein Tier und entsprechend ist es gesichert, wenn wir unter Menschen/Hunden sind. Das ist meistens mit einem großen Aufwand verbunden, aber für manche Hunde brauchs das halt.
    Aber einen Standart-Test für normale Begleithunde könnte Finn nie bestehen, auch wenn wir uns ein Loch in den Bauch traineren (was wir trotzdem tun, nur sind die Fortschritte winzig).

    Sollte hier in BW so ein Test kommen, hieße das also, dass man sich besser gar keinen Hund mit wirklichen Problemen mehr ins Haus holt bzw wenn man doch so einen erwischt, dieser schnellsmöglich entsorgt wird. Da werden sich die Tierheime aber freuen, bzw die TAs, die die Hunde dann einschläfern dürfen.

    So wie ich den Hundeführerschein kennen gelernt habe wäre auch das kein Problem. Wenn es bei einem Hund eine besondere Problematik gibt soll diese bereits im Vorfeld beim Prüfer angesprochen werden. Am Besten gleich beim Anmelden der Prüfung. Dann wird, gemeinsam mit dem Halter nach Möglichkeiten gesucht diese zu lösen.
    In eurem Fall z.B würde man schauen in wie fern man die Prüfung bei Finn komprimieren könnte. (Vielleicht in dem ihr zwischen den verschiedenen Prüfungsteilen nach Hause fahrt oder ähnliches.) Aber es soll durchaus individuelle Lösungen geben.

    LG

    Franziska mit Till

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    Hier betrifft es jeden Hund, jeder Rasse und jeder Größe.
    Und warum soll der Hund es denn lernen, wenn es schlicht nicht nötig ist? Finde ich doof. Es gibt wichtigeres, auf das man sich konzentrieren sollte, wenn es nicht nötig ist.
    Abruf, Abbruchsignal, mit und ohne Leine gut und sicher mitlaufen, Aufgaben, die später wichtig für den Hund sind, etc.

    Aber das sind doch auch wesentliche Bestandteile des Hundeführerscheines. Es ist doch nicht so, daß das gar nicht dazu gehört und nur unsinnige Sachen getestet werden. Von daher verstehe ich das Problem nicht so ganz.

    LG

    Franziska mit Till

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    Hallo Patrick,

    ich sage es mal in aller Deutlichkeit.
    Was da bei euch abläuft, schließlich ist das ein Kind involviert, ist absolut gefährlich.
    Durch in - und auswendig lernen irgendwelcher, auch noch sehr fraglichen, Trainer-Methoden aus dem TV in "do it youself" umzusetzen, ist der Hohn auf Socken.
    Entweder du holst dir schnellstmöglich einen guten Hundetrainer ins Haus, der den Quark mit "Hund dominieren" sein lässt oder ihr gebt den Hund wieder ab, bevor es zu einem ernsthaften Beißunfall mit Kind kommt.
    Es ist dein Sohn, erst drei Jahre alt und er kommt regelmäßig zu dir.
    So geht das nicht!

    Viele Grüße!


    Das sehe ich genau so! :gut:

    Na, ja Brizo im Grunde stimmt es schon, was du schreibst aber trotzdem sehe ich das anders.
    Der Sinn einer Hundeführerscheinpflicht ist doch, daß jeder Hundehalter unter Beweiß stellen soll, daß er in der Lage ist seinen Hund so zu führen, daß von ihm weder Gefahr, noch eine unangemessene Belästigung ausgehen.
    Das finde ich sehr sinnvoll. Denn
    1. Profitieren davon die Hunde da sich j e d e r mit der Erziehung und dem Führen seines Hundes intensiv
    auseinander setzen muß. Auch die Halter die es bisher nicht getan haben.
    2. Die Gesellschaft dürfte dadurch weniger mit Mensch-Hundehaltern konfrontiert werden die nicht in der Lage
    sind ihre Hunde wie oben beschrieben zu führen.
    3. Alle anderen Hundehalter die schon heute ihre Hunde kompetent führen. Denn je weniger schwarze Schaafe
    desto weniger Stress und mehr Freiheiten für alle.
    Wenn ich das aber sinnvoll finde, ist auch klar, daß es irgendeine Form der Überprüfung geben muß. Das die nicht immer und zu 100% zu jedem Hundehalter und seinem Hund passen kann ist auch klar. Dann kann es eben auch mal vorkommen, daß man ein paar Dinge üben muß, die man so im Alltag nicht unbedingt braucht. Aber wenn ich in einer Gemeinschaft lebe heißt das für mich auch, daß ich mich manchmal anpassen muß.
    Und was ist denn letztendlich sooo schlimm daran, wenn man dann mal mit seinem Hund das Eine oder Andere üben muß was man so im Alltag vielleicht nicht unbedingt braucht, solange das Ganze nicht unzumutbar wird und allzuweit von der Realität entfernt ist? Das ist in einer Gemeinschaft nun mal so. Für mich zählt da eher das Ziel.
    Letztendlich lernen Hunde, die gut im Gehorsam stehen, die ihn für die Hundeführerscheinprüfung fehlenden Dinge, sehr schnell, da sie das Wichtigste: Komandos die mein Halter gibt gelten und Regeln sind verbindlich bereits gelernt haben.

    LG

    Franziska mit Till

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    Die Frage "Sportgerät?" kommt hier imho von der falschen Seite. Dass man sich einen Hund genauso wie einen Lebenspartner tendenziell so aussucht, dass es möglichst gute Schnittmengen gibt ist doch vollkommen normal. Im Gegenteil - wenn ich als Couchpotatoe nen Border heim hole und der Hund dann ausrastet weil´s ihm langweilig wird, dann ist das einfach meinem Egoismus geschuldet, einen Hund haben zu wollen, der mit größter Wahrscheinlichkeit nicht zu meiner Mentalität passt.

    Die Sportgerätefrage stellt sich imho immer dann, wenn ein Hund doch nicht für den Sport geeignet ist, den man ausüben wollte oder Anlagen für was vollkommen anderes zeigt. Da zeigt sich dann ob Sport mit Hund oder Hund für Sport.
    Ich hatte ne Maline auf dem Platz, die nie in den SD reingefunden hat. Das wär ein grandioser Hund für OBE gewesen, da bin ich mir sicher. Agi hätte ich bei ihr auch gut gesehn. Fährte war sie solide, nur halt der SD im IPO - das hat sie zwar auch gemacht, aber es war nie ganz ihrs.

    Jetzt hab ich nen AHH, der sicherlich ne sehr gute Agi-Anlage hat. Ich behaupte aber auch, der würde im SD extrem solide aufzubauen sein. Die Anlage ist absolut da. IPO würde aber nix, weil der Hund zwar ne Nase hat, die aber aus Prinzip nicht benutzt. Fährte? Kannsu knicken. OBE? Könnte man reinwürgen, klar. Können tut er sowas. Aber es würde ihm nie wirklichen Spaß machen.

    :gut: Das sehe ich genau so. In diesem Falle würde der Hund nicht als Hund gesehen werden, sodern als Sportgerät mißbraucht werden.

    LG

    Franziska mit Till

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    Mit Allem was der Hund nicht kennt muss er jetzt erst mal fertig werden, und Du weisst nicht, welche Erfahrungen er mit Kindern gemacht hat. Dazu ist Dein Sohn ein ganz quirliger und schreit rum, was für diesen unsicheren Hund denkbar schlecht ist, er weiss jetzt nicht, wie er damit umgehn soll. Wenn Du es übers Herz bringst, warte mit dem Besuch Deines Sohnes, bis dass Dein Hund sich eingelebt hat.

    Ist das jetzt wirklich dein Ernst? Du rätst einem Vater allen Ernstes, daß er seinen 3 jährigen Sohn nicht mehr zu den Wochenendbesuchen zu sich nimmt, weil sich der Hund einleben muß???!!! Du ziehst es in Erwägung, daß er seinem kleinen Sohn erklärt, daß er ihn die nächste Zeit nicht zu sich nimmt, weil es für den Hund besser ist und der sich erst an sein neues zu Hause gewöhnen muß? Nur mal nebenbei erwähnt: Anscheinend lebt der Themenstarter von der Mutter seines Kindes getrennt in einer neuen Partnerschaft. Das Kind an den Wochenenden nicht zu sich zu holen würde deshalb vermutlich bedeuten, daß er das Kind in dieser Zeit gar nicht sieht. Außerdem ist doch momentan ja noch absolut nicht absehbar wie lange der Hund brauchen wird um sich einzuleben und ob es nur darum geht, daß der Hund sich einleben muß oder eine tiefgreifende Verhaltensproblematik dahinter steckt, deren Therapie sehr lange dauern würde.

    Ganz ehrlich, daß geht für mich eindeutig zu weit und wäre, in meinen Augen, ein Fall von übertriebener Tierliebe. Das Wohl eines Tieres darf, meiner Meinung nach nicht über dem eines Menschen stehen.

    Mein Rat wäre folgender:
    Ich würde schauen, daß ich schnellstmöglich eine Fachkraft angagiere die sich den Hund genauestens anschaut und eine umfassende psychologische Einschätzung des Hundes vornimmt.
    Wobei es für mich darauf ankommen würde, daß diese Fachkraft sowohl eine fundierte Ausbildung als auch viel Erfahrung im Umgang mit Problemhunden hat. Beispielsweise ein Tierarzt mit einem abgeschlossenen Studium der Tierpsychologie und Erfahrung in Verhaltenstherapie.
    In meinen Augen sollte zunächst einmal herausgefunden werden, was hinter dem Verhalten steckt um dann entscheiden zu können wie es weiter geht. Es kann sehr gut sein, daß sich dieses Verhalten unter fachkundiger Anleitung recht problemlos korrigieren lässt. Aber wie bereits geschrieben wäre es, meiner Meinung nach, bei der Vorgeschichte des Hundes, durchaus denkbar, daß der Hund sich eben nicht nur einleben muß, sondern ernsthafte Verhaltensprobleme dahinter stecken.
    Und dann wäre es für mich durchaus denkbar, daß dieses in letzter Konsequenz leider auch bedeuten könnte, daß sich der Themenstarter leider für den falschen Hund entschieden hat und dieser dort nicht wirklich gut aufgehoben ist. Zumal Hund und Kind ja nicht wirklich, oder zumindest nur sehr schwer, systematisch zusammengeführt werden können, da der Sohn nur alle 14 Tage über das Wochenende beim Themenstarter ist und nicht permanent dort lebt.
    Bitte, bitte das jetzt nicht falsch verstehen. Ich meine damit lediglich, daß es gut möglich ist, daß der Hund, auf Grund seiner Vorgeschichte, wohl möglich andere Bedürfnisse hat und Lebensumstände braucht als sie ihm der Themenstarter, auf Grund seiner Lebensumstände, bieten kann und ob das so ist sollte dringend abgeklärt werden. Das hat nichts mit dem Themenstarter als Person oder mit seinem Angagement zu tun und soll ihn in keinster Weise eingreifen.

    LG

    Franziska mit Till

    In meinen Augen spricht da auch nichts dagegen. Besonders dann wenn der Hund die Tätigkeit im Grunde liebt. Ich handhabe das beim Fahrradfahren mit meinem Hund ähnlich. Till läuft mit absoluter Begeisterung am Fahrrad. Da lasse ich ihn auch oft am Springer obwohl er frei nebenher laufen könnte, einfach weil ich eine Runde fahren, mich entspannen und mal nicht so genau nach ihm schauen und nicht immer mal wieder anhalten um ihn vor befahrenen Strecken wieder zu sichern möchte. Ich finde das auch vollkommen in Ordnung. Allerdings ist es mir extrem wichtig, daß mein Hund eine Möglichkeit hat mir zu sagen: "Ich kann nicht mehr", weil ich am Fahrrad nun einmal die Stärkere von uns beiden bin. Also etwas woran ich unterscheiden kann, ob er jetzt einfach nur einmal schnüffeln möchte, weil es hier gut riecht oder ob er an seiner Leistungsgrenze angekommen, oder das Tempo zu schnell ist. Oftmals machen wir Kombitouren. Zunächst fahren wir eine Strecke mit dem Rad die uns zu einem Gebiet führt wo ich das Fahrrad dann abstelle und wir eine Runde zu Fuß gehen. Anschließend geht es dann mit dem Fahrrad ein kurzes Stück direkt nach Hause.

    LG

    Franziska mit Till

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    Nachts halten meine Hunde meist so 12 Stunden aus (am WE), in der Woche um die 6 Stunden, aber da wollen sie morgens eigentlich nichtmal raus, die Pappnasen :lol: Sollen sie aber, weil wir ja zur Arbeit müssen.

    Sie können 20 Stunden aushalten (ob länger, weiß ich nicht und "getestet" wurde das mit den 20 Std. auch nur ungewollt).
    Edit: Im Grunde gehen wir 3x am Tag raus, wenns sich ergibt auch 4x kurz.
    Wenn sie sich melden, dann ists wirklich kurz vorm Kacken :D

    Das ist bei uns genauso. 16-17 Stunden sind kein Problem. (Das ist leider bei uns auch schon einmal ungewollt vorgekommen, weil er Abends nicht mehr nach draußen gekommen ist. Jeder dachte vom Anderen er hätte Till noch einmal vor dem Schlafengehen in den Garten gelassen. Leider war dann niemand mit ihm. Allerdings hätte er sich in der Nacht jeder Zeit melden können, da er mit im Schlafzimmer schläft. Er hatte es am nächsten Morgen um 9:30 jedoch noch nicht mal besonders eilig.
    Das letze Mal am Morgen mich geweckt, weil er nach draußen mußte, hat er uns mit 3 Monaten. Seit dem schläft er auch am Wochenende so lange wie wir.

    LG

    Franziska mit Till

    In der Woche geht Till noch einmal so gegen 22:30 Uhr zum Pipi machen in den Garten; direkt bevor wir schlafen gehen. Am nächtsten Morgen breche wir dann so gegen 6:45 Uhr zu unsere Morgenrunde auf. Er hält dann also gute 8 Stunden aus.
    Am Wochenende oder im Urlaub, wenn wir ausschlafen können, wird es Morgens natürlich später. Da können es dann schon mal 10 Stunden werden. Aber im Grunde genommen hält er genau so lange aus wie wir Menschen auch. Vor dem Schlafengehen und nach dem Ausschlafen kann er direkt Pipi machen. Er würde allerdings noch viel länger aushalten, was ich jedoch, aus gesundheitlichen Gründen nicht möchte.
    Sollte er außer der Reihe einmal "müssen" dann meldet er sich. Dann kommt er sofort nach draußen.

    LG

    Franziska mit Till

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    Konnte gestern Abend auch wieder ein bißchen üben... Stühle klappen schon echt gut, hab es dann mal draussen mit einem Baum versucht... FEHLANZEIGE. :headbash:

    Versuche es einmal in dem du deinen Hund ganz dicht vor einem Baum so ins "Sitz" bringst, daß er direkt auf den Baum schaut. Dann stellst du dich seitlich neben den Baum und führstt den Hund mit einem Leckerlie drumherum.
    Wenn der Trick drinnen schon gut klappt wirst du es draußen vermutlich nur zwei/drei Mal so machen müssen und dein Hund wird dann wissen was er tun soll.

    LG

    Franziska mit Till