Beiträge von Maus1970

    Für mich besteht vor allem auch ein großer Unterschied zwischen einer Abgabe im Alter von 10-12 Wochen anstelle von 8 Wochen und einem Mindestabgabealter von 16 Wochen.
    Um das zu rechtfertigen müsste es den Hunden definitv schaden wenn sie jünger als 16 Wochen abgegeben werden und das dem so ist, sehe ich nicht so.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Also was deine Nachbarn so erzählen, gehört ja mal überhaupt nicht hier rein! :klugscheisser: :hust:

    Ach das Problem kenn ich ja selbst so gut. Othello darf keine Menschen anspringen, hab ich ihm mühevoll abgewöhnt. Jetzt waren wir ja sechs Tage weg mit ein paar Leuten aus dem Team vom Café wo ich arbeite und Othello war mit, alle haben sich über ihn gefreut und mit ihm gerauft und wenn sie ihn morgens zum ersten Mal gesehen haben, durfte er immer an ihnen hochspringen und wurde dann geknuddelt :tropf: Gestern haben Daniel und Othello mich nach der Arbeit von der U-Bahn abgeholt und als erstes sprang Herr Hund natürlich an mir hoch. Baah. Hab mich dann weggedreht und ihn erst beachtet, als er ruhig neben mir auf dem Boden stand und ich find es nicht sooo dramatisch, aber nervig ist es trotzdem, wenn andere einem den Hund versauen :D
    Ich bin so froh, dass ich nicht mehr bei meiner Familie wohne. Mein Vater hat mir immer ein schlechtes Gewissen einreden wollen, wenn wir es gewagt haben, vor dem Hund zu Abend zu essen, meine Oma hat Othello jeden Tag einen Apfel gefüttert, natürlich direkt auf dem Küchenboden und ohne von ihm vorher wenigstens ein "Sitz" abzuverlangen und wenn mein Vater mal mit dem Hund geht, hat er noch weniger Lust auf Leinenführigkeitstraining als Daniel. Da hätt ich's Köterli sicher längst ausgesetzt :pfeif:

    Das wird besser, wenn sie ein wenig älter sind. Dann können andere sie ruhig verwöhnen, die Regeln behalten sie trotzdem intus. *malebenetwasmutmach*


    LG

    Franziska mit Till

    Zitat


    Die darf doch genervt sein! Das nennt sich natürliche Entwöhnung, die Milchbar wird langsam geschlossen. Gehört eigentlich zum Reifeprozess, auch der Umgang mit dem Frust....

    Wenn nur die Mutterhündin da ist, sehe ich schon ein mögliches Problem - da muss der Züchter ihr Rückzugsorte schaffen. Wenn eine echte Familiengruppe da ist, zieht sich die angenervte Mutter zurück, und die Verwandschaft übernimmt den Job....

    Rhian hat in so einer Familengruppe gelebt. Sie hat vielleicht weniger gut Sitz und Platz gekonnt als andere Welpen in ihrem Alter, aber sie konnte Hunde unglaublich gut lesen und ihre Signale interpretieren, hat in der Welpengruppe auch andere Rassen kennengelernt. Mir hing nach der Übernahme dauernd der Kiefer runter, so souverän hat die in Hundebegegnungen agiert. Auch mit grantigen Hunden, die keine Welpen/Junghunde mögen.

    Mich würde aber interessieren, was für Nachteile ihr für die Welpen seht, wenn der Züchter bereit ist, den zusätzlichen aufwand zu treiben. Was genau seht ihr für Vorteile darin, den Welpen schon mit 8 statt erst mit 10 oder 12 Wochen aus dem Familienverband zu nehmen? Jetzt mal Butter bei die Fische.... :roll:

    10-12 Wochen wären für mich auch noch in Ordnung. Aber 16 Wochen Mindestabgabealter, wie von der Themenstarterin gefordert halte ich für übertrieben. Mit 16 Wochen ist eine wichtige Prägephase abgeschlossen und ich muß darauf vertrauen, daß der Züchter die Hunde gut sozialisiert hat. Ob er das getran hat ist für mich als zukünftige Halterin nur sehr schwer zu kontrolieren. Dazu müsste ich mich sehr sehr lange im Vorfeld mit meinem zukünftigen Hund befassen. Bei einem 8 Wochen altem Welpen habe ich es selbst in der Hand. Zumal ich einige Hunde kenne die recht spät Abgegeben wurden und die extremst unsicher sind und vor fast allem Angst haben was sich außerhalb des Gartens befindet, weil die einfach nichts kennen gelernt haben.

    LG

    Franziska mit Till

    [
    Das sehe ich anders |)[/quote]
    ich bin ehrlich, ich habe hier noch keine Begründung von dir gelesen, die nicht nur aus persönlicher Erfahrung resultiert

    wo sind die Fakten, dass es "tierschutzrelevant" sein sollte, Welpen so früh abzugeben? :???:[/quote]


    Fakt ist z.B. dass man dem jungen Wesen einen wichtigen Teil für seine Entwicklung einfach entreisst (meine Meinung)
    Ein so junges und auch soziales Tier gehört zu seiner Mutter und zu seinen Geschwistern.[/quote]
    siehst du, deine Meinung ... Studien? qualifizierte Meinungen?

    Oder siehst du dich nach 3 Würfen deines Vaters als Zuchtexperte? :???:

    ne sorry, aber dafür schreib ich das Tierschutzgesetz nun nicht um, da muss schon mehr kommen[/quote]

    Ach, du bist fürs Tierschutzgesetz verantwortlich :roll: :lachtot:

    Ich bin weder Zuchtexperte noch brauche ich irgendwelche Studien um sowas nicht gut zu heissen.[/quote]

    Schade eigentlich. Mit welcher Begründung glaubst du das zu wissen. Weil deine Eltern es so gehandhabt haben? Ich denke wenn man sich mit einem solchen Thema auseinandersetzt sollte einem die neuesten, wissenschaftlich belegten Forschungsergebnisse nicht egal sein.
    Wenn man über etwas diskutieren möchte muß man nicht zwangsläufig die neuesten Forschungsergebnisse parat haben, aber sie sollten einem nicht egal sein.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Danke!
    Genauso denken wir/ich auch!

    Und natürlich haben auch unsere Welpen etwas kennen lernen sollen so das sie mit 16 Wochen nicht aus ihrem "Paradies" gerissen werden und dann in einer Welt landen wo sie nichts kennen.

    Dazu gehörte bei uns auch der regelmässige Kontakt mit den neuen Besitzern (ohne fixe Intressenten wurde die Hündin nicht gedeckt und diese Interessenten kannte mein Vater persönlich bzw. waren es Freunde von Freunden von ihm - er hat Jagdhunde gezüchtet).
    Erst nur besuchen, dann ab ca. der 10. Woche (bei manchen Welpen wo man das Gefühl hatte das man sie dadurch nicht überfordert auch schon früher) kurze Spaziergänge wo die Mutter oder der Vater der Kleinen mitging, kurze Autofahrten und irgendwann auch mal ohne ein Elterntier so das sich die Hunde langsam daran gewöhnen konnten und nicht von jetzt auf gleich aus ihrem Umfeld gerissen wurden.

    Es gab 3 Würfe und wir sind damit immer gut gefahren und haben immer nur positive Rückmeldungen bekommen.

    LG

    Aber genau das stelle ich mir sehr schwierig vor. Die zukünftigen Halter können doch nicht immer so in der Nähe wohnen, daß das möglich ist.
    Wir haben uns z.B sehr bewußt und nachdem wir uns ausgibig informiert haben für die Rasse Beagle entschieden. Die nächsten verbandmäßigen Züchter wohnen 1,5 Stunden Autofahrt entfernt. Bei so einer Entfernung, und die ist ja noch nicht mal besonders groß, sind regelmäßige oder gar tägliche Besuche einfach nicht realisierbar. Wenn ich das richtig verstanden gab es bei euch insgesamt 3 Würfe und das eine Hündin nur gedeckt wurde wenn zuvor schon Interessenten da waren. In einem so kleinen Rahmen ist es durchaus möglich, daß die zukünftigen Halter aus der Nähe stammen. Aber immer dort wo in einem etwas größerem Rahmen als diesem gezüchtet wird, wird das schlichtweg nicht mehr möglich sein. Und die Entfernung in der man zu einem Züchter wohnt sagt ja nichts über die Eignung als Halter dieser Rasse aus.
    Und wenn regelmäßige Besuche von den zukünftigen Haltern nicht möglich sind wird es mit Ausflügen in den Wald oder ähnlichem vermutlich auch schwieriger, weil der Züchter alleine es wahrscheinlich nur schwer wird leisten können mit allen, vielleicht 7 Welpen, das Haus zu verlassen.

    LG

    Franziska mit Till

    Wir haben Till auch mit 8 Wochen zu uns geholt. Am Abholtag ist er so mit uns mitgegangen und sich vom ersten Tag an problemlos eingelebt. Jaulen, Fiepen oder ähnliches gab es bei uns nicht. Heute ist Till ein glücklicher, fröhlicher sehr gut sozialisierter zweijähriger Beagle. Das ein Welpe guten Hundekontakt braucht ist klar. Aber dafür kann man als Welpenhalter auch ohne eigenen Ersthund sorgen. So war es jedenfalls bei uns. Vor allem sehe ich in diesem Punkt den Unterschied zu einem 16 Wochen alten Junghund nicht wirklich. Denn auch in diesem Alter brauchen Hunde doch noch adäquarten Hundekontakt, oder sehe ich das falsch?

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Ja dann wird er bestimmt eher klein bleiben bzw nicht so kräftig werden:) mal schauen...
    Freut mich dass till sich so gut entwickelt hat!
    Chico hat gestern zum ersten mal eine Ente gejagt:( hab sie zu spät gesehen.ich hoffe so sehr dass ich den Jagdtrieb später unter Kontrolle halten kann,sodass ich ihn auch ohne leine laufen lassen kann.habt ihr vielleicht Tipps was man da jetzt im welpenalter schon beachten kann? Das jagen gestern war zwar glaube eher spielen,weil es ihm einfach Spaß gemacht hat etwas hinterherzulaufen,kam ja denn auch gleich wieder,aber irgendwann wird der richtige Jagdtrieb ja kommen:(

    Ja, da kannst du bereits jetzt eine ganze Menge tun. Du solltest dir für deinen Hund ein Alternativverhalten überlegen, daß du ihm dann anstatt des Jagens anbietest und bestärkst.
    Also du möchtest nicht das Chico Enten jagd. Jetzt geht es darum Chico zu zeigen was er statt dessen tun soll. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Du kannst entweder trainieren, daß du ihn sofort abrufst, ihn absetzen lässt oder ihn dich anschauen lässt sobald er Anzeichen zeigt Enten oder irgendetwas anderes jagen zu wollen. Bestimmt gibt es da noch andere Möglichkeiten. Was du da wählst würde ich ganz von deinem Hund abhängig machen und das auswählen was Chico am leichtesten fällt und er am ehesten anbietet. Bei Till habe ich Beispielsweise den Rückruf gewählt, weil für ihn die Bewegung an sich schon eine Belohnung darstellt. So fällt es ihm am leichtsten sich von etwas Begehrtem abzuwenden und das Verhalten abzubrechen.
    Ich würde das ruhig auch trainieren und Beispielsweise an einem entenreichen Teich, angeleint üben.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich kann das auch schon ein wenig nachvollziehen. Da spielen wohl auch jede Menge Hormone, besonders bei Frauen, eine Rolle wenn man auf das "Kindchenschema Welpe" trifft.
    Die selben Hormone die halt auch die Brutpflege auslösen.
    Und das man Mitleid für einen Hund hat der z.B unter erbärmlichsten Bedingungen bei einem Vermehrer aufwachsen muß finde ich auch nicht wirklich ungewöhnlich, sondern menschlich.
    Wichtig ist halt trotzdem das der Verstand siegt.
    Ich denke am häufigsten passieren diese "ich habe mich verliebt" Geschichten wenn sich die zukünftigen Hundehalter im Vorfeld nicht hinreichend über das Thema informiert und damit auseinander gesetzt haben.
    Jemand der sich, im Vorfeld, intensiv mit dem Thema Hundeauswahl und Hundehaltung auseinandergesetzt hat wird vermutlich gar nicht erst in eine solche Situation kommen, da er sich zum Einen sehr wahrscheinlich erst dann einen Welpen/Hund anschauen wird wenn er weiß, das die Zeit für einen Hundeeinzug gekommen ist. Zum Anderen wird er sich wohl auch nur dort einen Welpen/Hund anschauen wo er weiß es wäre in Ordnung sich von dort einen Hund auszuwählen. Alles Andere würde ja keinen Sinn machen. Und dann kann man sich, wie Nightstalcer auch geschrieben hat die Verliebtheit halt auch erlauben.
    Zu Hause bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Hundeauswahl/Hundehaltung lässt sich der Kopf halt wesentlich leichter einschalten als beim direkten Anblick der Tiere.

    LG

    Franziska mit Till