Beiträge von Maus1970

    Zitat


    Du erziehst deinen Hund bevor du dich auch nur darüber erkundigt hast, was artgerecht ist? Ist dir das Wissen in die Wiege gelegt wurden oder wie kommt deine Meinung zustande, wenn du selbst entscheidet, welche Hundetrainer gut ist und welcher nicht?Ich orientiere mich an eine Hundetrainerin in meinem Freudeskreis, die sich stets weiterbildet und die eine Hundeschule hat und das schon fast 10 Jahre. Sie hat ihre Ausbildung bei animal learn gemacht. Und animal learn arbeitet nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

    Woher weißt du denn das RatzRatz sich nicht im Vorfeld intensiv mit artgerechter Hundeausbildung auseinandergesetzt hat? Woher weißt du, daß sich ihre Ansicht von Hundeerziehung nicht auf professionelle Quellen gegründet und ihr Handeln darauf ausgerichtet hat?
    Jeder fängt einmal an seinen ersten Hund zwangsläufig ohne Erfahrung zu erziehen, aber nicht zwangsläufig ohne theoretische Vorbildung. Du hast dir deine Meinung zum Thema Hundeerziehung doch bisher auch nur aus der Theorie, die dir deine befreundete Hundetrainerin vermittelt hat, gebildet; ohne dabei eigene Erfahrungen in der Ausbildung von Hunden gemacht zu haben, oder sehe ich das falsch? Dann solltest du das anderen Hundehaltern auch zugestehen und ihnen nicht unterstellen, sie hätten sich im Vorfeld mit nichts auseinander gesetzt. Im übrigen ist Animal learn e i n Konzept der Hundeerziehung, zu dem ich nichts sagen kann, weil ich es nicht kenne. Darüber hinaus gibt es noch viele andere Konzepte die genau so wissenschaftlich einwandrei arbeiten.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat


    Doch, das klappt, man muss nur dran arbeiten. Ist natürlich arbeitsintensiver als so ein Schlauch... Ich habe schon viele positive Berichte gelesen, wo der Hund trotzdem er Wild gesehen hat, auf Rufruf sofort zu Frauchen gekommen ist.


    Ich möchte lieber einen glücklichen Hund und würde dann auch 2 Jahre dran arbeiten.

    Glaubst du denn ein Hund kann nur glücklich sein, wenn er nie eine Maßregelung/Grenze erfährt?
    Ich denke das nicht. Jedes soziale Lebewesen, also auch ein Hund, möchte seine Grenzen kennen und durch Regeln einen sicheren Rahmen gesteckt bekommen. Je nach Charakter brauchen Lebewesen die buchstäbliche Mauer gegen die sie rennen können. Klare, verständliche Regeln die dann auch durchgesetzt werden, erzeugen auch Sicherheit.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Lass den Knirps möglichst von der Leine zum Gassi, und wenn er beim Flippen was beissen muss, biete ihm ein passendes Spieli dazu an, an dem er sich abreagieren kann!

    Ja, das habe ich mit meinen Hunden auch immer gemacht. Wenn die beim Kuscheln und Toben aufgedreht sind und beißen mussten einfach ein Spieli ins Maul gesteckt. Man glaubt gar nicht wie die Hunde das genießen beides zu können!
    @ Themenstarterin Wenn Welpen so aufdrehen sind sie manchmal auch einfach übermüdet. Dann hilft es sehr gut ihn einfach in den Arm zu nehmen und ganz fest zu halten. Bei Till hat es nicht mal 1 Minute gedauert bis er in meinem Arm eingschlafen ist. :D

    LG

    Franziska mit Till

    Hallo Hundemammi777!

    Ich habe ja selbst auch einen Beagle und auch für meinen gibt es kaum etwas tolleres als das Toben mit anderen Hunden. Mit 4 Monaten ist es allerdings wirklich noch sehr sehr viel verlangt aus einer spielenden Gruppe von Hunden abrufbar zu sein. Ich denke nicht, daß es ein Problem ist wenn du dir momentan deinen Hund in solchen Situationen einfach schnappst, anleinst und dann mit ihm gehst; solange die anderen Hunde noch eine zu große Ablenkung für ihn darstellen. Wenn du Sorge hast, daß er dich dann mit: "Das Vergnügen ist zu Ende" verbindet kannst du ja auch während des Spielens immer mal ganz dicht an deinen Hund heran gehen ohne das du irgendetwas tust. Funktioniert der Abruf denn wenn du dich ganz dicht an ihn heran stellst und dann rufst? Das wäre der erste Schritt. Dabei wäre es auch egal, wenn du quasi neben ihm stehst. Im ersten Schritt ist nur wichtig, daß er lernt sich, bei einer solchen Ablenkung, überhaupt ersteinmal nach dir umzuwenden, wenn du rufst. Dann kannst du die Distanz gaaaanz langsam immer e t w a s verlängern.
    Wie gut kennst du denn die anderen Hundebesitzer? Wie sind die denn so "`drauf" ? Eine andere Möglichkeit wäre es nämlich mit den anderen Hundehaltern gemeinsame Sache zu machen. Vielleicht können ja z.B alle immer mal zwischendurch kurz ihre Hunde zu sich rufen und du rufst deinen als letztes. Dann wird es ihm vermutlich viel leichter Fallen, da das Spiel eh unterbrochen ist. Oder ihr legt alle mal eine "Sitz" Pause beim Spielen ein? Vielleicht sind die anderen Hundehalter ja so nett und rufen ihre Hunde zu sich wenn du gehen möchtest?
    Ansonten fleißig den Rückruf weiter trainieren und jede Gelegenheit nutzen in Anwesenheit von anderen Hunden mit ihm zu üben. Möglicherweise ja auch in einer Hundeschule? Denn gerade den Grundgehorsam unter Ablenkung durch andere Hunde ist ja etwas, daß man in einer Hundeschule sehr gut trainieren kann.

    Ich wäre allerding sehr sehr vorsichtig damit einfach zu gehen, wenn er nicht kommt. Das kann, gerade bei einem Beagle, sehr schnell komplett schief gehen. Der Beagle ist ein Hund einer sehr selbständigen Rasse, was bedeutet, daß diese Hunde tendenziell eher kein Problem damit haben auch mal alleine auf Streifzug zu gehen. Besonders wenn du ein selbstbewußtes Kerlchen hast und noch dazu in einem Gebiet in dem er sich schon auskennt und regelmäßig spazieren geht. Außerdem haben Beagle eine exellente Nase. Glaube mir so schnell wirst du vermutlich gar nicht weit genug wegkommen können, als daß dein Hund dich nicht ruckzuck und ohne Probleme findet wenn er dich wirklich sucht und einmal seine Nase an den Boden "klebt" :D Was ich damit sagen möchte: Bei einem Beagle kann es dir sehr gut passieren, daß er sich eben nicht erschrickt, wenn du plötzlich weg bist und deshalb in Zukunft gut darauf achtet wo du bist, sondern daß er das tut, was er auf der Jagd auch tun würde und was er instinktiv kann, nämlich die Nase an den Boden und per Geruchssinn zurück zu Frauchen. Wenn er dich dann ruckzuck in der Nähe findet, denn allzuweit wirst du ja auch nicht weggehen können ohne ihn zu gefährden denkt er nämlich vermutlich nicht: "Wie furchtbar Frauchen ist weg" Sondern eher: Ich ignoriere Frauchens Rückruf= Frauchen beginnt ein super tolles Suchspiel. Cool das will ich immer!!! :D
    Womit ich nicht sagen möche, daß diese Methode generell nicht funktioniert. Aber eben für einen Beagle halte ich sie nicht für die erste Wahl.


    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Zwischen feiern und aus menschlicher "Gewohnheit" heraus dem Hund ne Leckerei und ein kleines "Geschenk" oder halt den neuen Korb an dem Tag hervorkramen und andere Hunde einladen etc. liegt ja ein ziemlicher Unterschied ;)

    Ich finds auch net schlimm, wenn der Hund ne "Torte" bekommt, ja mei. Jeder wie er mag.

    Menschen haben ja auch nix vollbracht indem sie auf die Welt gekommen sind ;)
    Is auch eher so ein "schön dass es den Tag gab, sonst wärst du nicht hier!" und darüber freu ich mich bei meinen Hunden auch
    !

    So sehe ich das auch. Ich möchte meinem Hund an seinem Geburtstag einen besonders schönen Tag bereiten, weil ich mich freue, daß es ihn gibt. Ich kann daran auch nichts verkehrtes finden; und warum nicht den Geburtstag zum Anlass zu nehmen sich mal wieder mit Leuten zu verabreden, mit denen man sich auch ansonsten immer mal wieder trifft? Mein Hund freut sich einfach über einen besonders tollen Tag.

    LG

    Franziska mit Till

    Wir versuchen unserem Hund an seinem Geburtstag immer einen besonders schönen Tag zu machen. Wie das genau aussieht, ist immer verschieden. Wenn ich arbeiten muß versuche ich schon früher frei zu bekommen, damit wir noch einen schönen Spaziergang im hellen machen können. Am Wochenende beispielsweise treffen mit befreundeten Hunden und Menschen zum Spaziergang.
    Auf jeden Fall gibt es viele besondere Leckerreien und ein Geschenk.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Natürlich habe ich das immer durchgesetzt. Zu 100 %. Er hatte die letzten Jahre KEINERLEI Erfolg mehr damit bei einem Ruf nicht zu kommen. Deshalb hab ich die Schleppe ja dran.

    Und bei Fuß gehen kann er auch. Wir haben BH Kurs gemacht und wären für die Prüfung bereit gewesen. Hab sie nur nicht gemacht weil ich keine Lust hatte. Was Fuß gehen allerdings mit Rückruf zu tun hat erschließt sich mir nun nicht wirklich. Ich kenne viele Hunde die bei Rückpfiff sofort da stehen und sonst aber keinerlei Komandos können.

    Wow das ist ja ne mega anleitung. Für mich teilweise nicht so machbar da mir der Helfer fehlt um regelmäßig zu üben. Aber ich schaue mal was ich daraus verwenden kann :)

    Wenn du keinen Helfer hast, kannst du alternativ auch einfach Passanten als Ablenkung nutzen. So kannst du z.B dort hingehen wo du weißt, daß dort regelmäßig Kinder spielen, ihn dort zunächst einmal an die 5 oder maximal 7 Meter Schleppleine und dann in Anwesenheit von Kindern trainieren.

    LG

    Franziska mit Till

    Hallo liebe Themenstarterin!

    Was hast du denn während der drei Wochen, die ihr nicht im Feld wart, denn mit ihm auf euren Spaziergängen gespielt? Waren das Dinge bei denen er gezielt mit dir zusammen seine Nase einsetzen musst, entschuldigung durfte? :D
    Ich kann mir gut vorstellen, daß dein Ansatz die Spaziergänge für ihn interssanter zu gestalten und dich mit ihm zu beschäftigen schon der absolut richtige ist. Es gibt, gerade für den Bereich Nasenarbeit ganz ganz viele kleine einfache Spiele und Aufgaben die man ohne Materialien auf seinen täglichen Spaziergängen mit einbauen kann und bei denen der Hund mit dir zusammen zielgerichtet seine Nase einsetzen kann. Ich persönlich mache das auch gerne und viel mit meinem Beagle. Vielleicht nimmst du dir einfach mal eine Einzelstunde bei einer guten Hundeschule bei euch in der Nähe und machst gemeinsam mit dem Trainer/in einen "Abenteuerspaziergang" auf dem dir ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten für Nasenarbeit auf einem normalen Spaziergang gezeigt werden können.
    Im September diesen Jahres haben wir mit dem Mantrailen begonnen und ich muß sagen, wir beide genießen das sehr. Till ist da absolut in seinem Element und es lastet ihn unwahrscheinlich gut aus und macht ihn sehr sehr zufrieden und ausgelichen.
    Vielleicht wäre es für euch auch eine Option mit einem Hundesport anzufangen. Fährten und Mantrailing würden sich für einen passionierten Jagdhund anbieten.
    Eine Möglichkeit wäre es auch, daß schnüffeln und stöbern gezielt als Belohnung einzusetzen. So könntes du z.B mit deinem Hund in Richtung Feld gehen. Bevor er jedoch das erste Mal schnüffeln darf lässt du ihn erst ein wenig "arbeiten". Am Anfang nur ganz einfache Dinge wie ein kleines Stück "Fuß" gehen oder "Sitz" machen lassen oder ähnliches. Wenn er das getan hat belohnst du das ausgibig und er darf ersteinmal schnüffeln. Nach einiger Zeit nimmst du ihn wieder kurz und baust ein kleines Spiel mit ein. Hat er seine Aufgabe erfüllt wieder belohnen und dann darf er wieder schnüffeln. So lernt er, daß es ein Previleg ist schnüffeln zu dürfen und daß es, wenn du die richtigen "Nasenspiele" gefunden hast, Spaß macht und sich lohnt mit dir zusammen zuarbeiten.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich stelle es mir sehr schwierig vor einem Wurf von, sagen wir mal 7 Welpen, bis zur 16 vollendeten 16 Lebenswoche wirklich in allem gerecht zu werden. Mit 7-8 Wochen fangen die Kleinen an richtig aktiv zu werden und alles zu erkunden. Sie müssen an die Dinge herangeführt werden die für sie im zusammenleben mit ihren Menschen wichtig sind. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das leistbar ist.
    Nur mal ein Beispiel: Als Till zu uns kam hat er alles angeknabbert, was er gefunden hat. Ein ganz normales Welpenverhalten. Warum tut er das heute nicht mehr? Weil ich auf ihn aufgepasst habe, ihm beigebracht habe, daß das nicht in Ordnun ist und ihm Alternativen geboten habe. Aber ich hatte e i n e n Welpen. Wie soll ein Züchter das bei gleichzeitig 7 Welpen machen? Ich kann mir nicht vorstellen, daß das Möglich ist. Was dann geschieht ist doch vermutlich folgendes: Entweder die Hunde bleiben in einem Raum des Hauses der Welpensicher gestaltet wurde und lernen maximal einen zweiten kennen in dem sie sich immer mal kurz aufhalten dürfen und sind ansonsten im Garten oder Hof oder sie dürfen wirklich ins gesamte Haus, können nicht wirklich ausreichend beaufsichtigt werden und lernen nur, daß sie Blödsinn machen können.
    Für einen Welpen bis 10 oder auch 12 Wochen ist das, was der Züchter ihm bieten kann mit Sicherheit ausreichend. Ab der 12 Woche jedoch, denke ich, daß ein Welpe einfach mehr braucht.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Da kann ich mich nur anschließen. Es könnte der hässlichste Welpe jenseits des Polars sein, ich würde ihn dennoch nehmen, wenn jemand ihn mir hinhält und sagt: »Hier. Kannste haben!«

    Und weil ich weiß, dass ich so grässlich anfällig bin, gehe ich auch erst dann Welpen ansehen, wenn ich weiß, dass ich auch einen mitnehmen könnte, wenn der richtige dabei ist. Um der eigenen Anfälligkeit fürs Kindchenschema zu entgehen, sehe ich mir alles erstmal aus der Ferne an und sondiere aus dem sicheren Gebiet heraus. Und wenn da alles stimmt, dann sehe ich mir Welpen in natura an.

    Das typische Verliebt-sein rein nach Bildern zieht bei mir nämlich erstaunlicher Weise nicht. Dazu muss so ein Fratz schon tatsächlich vor mir stehen. Dann ist mein Gehirn zwar arbeitsfähig genug, um den vermeidlich passensten aus einem Wurf auszusuchen, aber zu gehen, ohne dass einer für mich dabei ist - uah, schwer! Als wir damals vor den Bordeaux-Doggen standen, wars schon echt schwer ... allerdings schaltet sich mein Hirn wenigstens noch ein, wenns absolut indiskutabel unpassend ist.

    Trotzdem: Wenn ich Welpen in einem Pappkarton sehen würde, irgendwo an der Grenze oder vernachlässigt in einer Pferdebox aufm Hof - ich dürfte nicht hingehen, denn wenn ich davor stehe, dann würde es mir unendlich schwer fallen nicht aus purem Mitleid zu handeln, wider aller Vernunft. :/

    Vielleicht ist dieses Mitleid haben ein weiterer Teil des Verliebt-seins. Neben dem Haben-will und dem Kindchen-Schema.

    Dito! :D Das geht mir genau so. Deshalb sind auch wir erst dann losgefahren um uns Welpen anzuschauen als wir uns für die Rasse entschieden hatten und klar war, daß ein Hund einziehen kann. Außerdem haben wir es auch bewußt vermieden uns im Internet oder bei den Kleinanzeigen "mal umzuschauen"um zu vermeiden, daß wir etwas tun, was wir dann bereuen. Vor allem warum auch, wenn man das nicht unterstützen möchte.
    Wir haben uns die Liste der Züchter im BCD geben lassen, der ist dem VDH angeschlossen, und haben uns dort Adressen in unserer Nähe herausgesucht. Das dann gleich der erste Züchter bei dem wir Welpen angeschaut haben der "Jackpot" war, und wir dort unseren Sonnenschein gefunden haben war natürlich auch ein wenig Glück. Es hat dort einfach einfach alles gestimmt, Umgebung, Züchter, Umgang mit den Hunden und natürlich die Welpen selbst. Ich wollte immer einen freundlichen, fröhlichen unternehmungslustigen selbstbewußten und wenig ängstlichen Welpen. Und genau davon liefen dort 7 herum. :D Die Entscheidung für Till fiel dann rein aus dem Bauch und dem Gefühl heraus.
    Aber hätte ich mir zuvor Welpen beim Vermehrer angeschaut mir wäre es auch, trotz allen Wissens, extrem schwer gefallen die Welpen dort zu lassen. Deshalb bin ich auch Nummer sicher gegangen und habe mich da durch Vermeidung einwenig selbst geschützt.

    LG

    Franziska mit Till