Beiträge von Maus1970

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    Von Anfang an? Was heißt das? Alleine bleiben problemlos entspannt, ohne Training? Dann hast Du tatsächlich viel Glück. Wie heißt Dein Züchter? So einen Hund, der problemlos entspannt ohne Training allein bleiben kann, den würde ich mir auch gerne holen, sozusagen ein Hund, der mit dem "Allein bleiben Gen" geboren wurde.

    Von Anfang an bedeutet in unserem Fall etwa 2 Wochen nach dem wir ihn abgeholt haben. Also mit 10 Wochen. Ja, mir ist klar, daß wir da viel Glück gehabt haben. Aber es war in der Tat so. Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen. Wir haben unseren Welpen in diesem Alter nicht täglich 5 Stunden alleine gelassen. Aber es war kein Problem ihn alleine zu lassen während wir Einkaufen waren, oder mal am Abend essen gegangen sind.
    Das erste Mal waren wir für eine knappe 3/4 Stunde einkaufen, ganz in der Nähe. Unsere Nachbarn waren so nett während dieser Zeit immer mal wieder von außen zu horchen ob er bellt oder jault. In diesem Fall hätten sie uns angerufen und einer von uns wäre innerhalb von 5 Minuten zurück gewesen. Und auch das haben wir erst ausprobiert nach dem er zuvor im Hause überhaupt keine Anzeichen von Verlustängsten gezeigt hat. (Wenn ich ins Bad gegangen bin oder in ein anderes Zimmer etc.) Wir haben es also nicht einfach naiv darauf ankommen lassen. Das ich einen Zeitraum von 5-6 Stunden allerdings für einen Welpen für zu lang halte um ihn alleine zu lassen, habe ich in vorangegangenen Posts ja bereits geschrieben.
    Das er entspannt war mache ich unter anderem daran fest, daß nichts beschädigt war, keine Geschäfte im Haus erledigt wurden, beim betreten des Hauses nichts zu hören war und uns dann ein fröhlicher, ausgeglichener Welpe entgegen kam, der sich zwar gefreut hat aber keine Anzeichen von : "Gut das ihr da seid, ich hatte solche Angst" gezeigt hat.
    Wenn es dich wirklich interessiert kann ich dir gerne den Link zur Homepage von Tills Züchter posten.
    Vielleicht sollte ich besser nicht erwähnen, daß er auch schon bereits mit 8 Wochen stubenrein war und es wirklich nur 3-4 "Unfälle" gab. Den letzten mit 12 Wochen

    LG

    Franziska mit Till

    Den Punkt sich selbst interessant zu machen, mit dem Hund gemeinsam etwas zu tun/ zu erleben finde ich besonders wichtig. Besonders für Hunde die eine Aufgabe brauchen.
    Ich habe mit meinem Beagle ja auch ein Arbeitstier. Klar ist ein Beagle noch einmal ein ganz anderes Kaliber als ein Malinois. Aber beides sind Spezialisten und in sofern schon etwas vergleichbar.
    Für meinem Hund und mich ist es das Schönste etwas gemeinsam zu tun und gemeinsam zu erleben. Und ich denke genau beim "Für meinen Hund und mich" liegt bei der Themenstarterin das Kernproblem. Wenn ich selbst keine Lust habe mich mit meinem Hund während der Spaziergänge zu beschäftigen und dabei keine Freude erlebe, werde ich schwerlich einen Hund dazu motivieren können und er wird sich anderem zu wenden. Ich kann mir vorstellen, daß es sehr schwer ist den Anfang zu finden, weil vieles nicht sofort klappt und der Hund erst einmal verstehen muß, daß es bei Frauchen nun auch jede Menge Spaß gibt bevor sich sein Verhalten verändert. Aber dann bekommt man soviel zurück, daß es einem jede Müdigkeit vergessen lässt. Für mich wäre das der Punkt an dem ich ansetzten würde. Die Leinenführigkeit käme dann später. Denn je erstrebenswerter es für den Hund ist sich draußen in der Nähe seiner Halterin aufzuhalten, desto einfacher wird er die Leinenführigkeit erlernen. Bis dahin gäbe es bei mir eine richtig gehandhabte Schleppleine am Geschirr und viel gemeinsamen Spaß/Spiel und Arbeit draußen.

    LG

    Franziska mit Till

    @AnniMalisch Wobei auch das von Hund zu Hund sehr unterschiedlich ist. Ich habe jetzt den zweiten Hund und habe das große Glück, daß Beide von Anfang an problemlos entspannt alleine bleiben konnten, ohne daß wir es je trainiert haben.

    LG

    Franziska mit Till

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    Glaubst du wirklich, dass es so viel einfacher ist, einen seriös gezüchteten Welpen zu bekommen, der genau dann zu diesem Zeitpunkt zur Abgabe bereit ist, wenn die Familie Urlaub hat?
    Und gerade bei einer solch modernen Rasse dürfte es für den Anfänger genau so schwer sein, da die seriösen Angebote zu erkennen, wie die Entscheidung beim erwachsenen Hund die Einschätzung des Charakters

    Ja, daß denke ich schon. Alleine schon deshalb weil durch den VDH schon eine gewisse Kontrolle vorhanden ist und gewisse Dinge erfüllt sein müssen. (Natürlich ist auch da nicht alles Gold was glänzt, aber schon mal eine gewisse Sicherheit) Außerdem kann man sich gut im Internet über Kriterien für seriöse Züchter informieren, auch als Anfänger.

    LG

    Franziska mit Till

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    Verstehe ich nicht. So ein Besuch dauert vielleicht 2-3 Stunden, ggf. sogar länger (Interessenten für einen Pflegehund haben hier bei mir sogar mal einen halben Tag verbracht). In der Zeit schaut man sich den Hund an, geht mit ihm spazieren. Meinetwegen macht man das noch ein zweites Mal, aber dann sollte sich heraus kristallisiert haben, ob es grundsätzlich passt oder nicht. Warum man mehr Besuche braucht erschließt sich mir nicht ganz (Ausnahme sind natürlich Hunde, die aufgrund starker Unsicherheit, Schutztrieb etc. nicht mal eben einem für sie Wildfremden mitgegeben werden können). 100, selbst 200 Kilometer sind echt nicht die Welt, finde ich.

    Dass ein Besuch beim Züchter prinzipiell reicht würde ich so auch nicht unterschreiben. Welpen entwickeln sich binnen weniger Wochen oft noch recht stark und selbst hier im DF gibt es Berichte von Usern, die sich nach mehrmaligem Besuchen doch gegen den ursprünglich ausgewählten Welpen entschieden haben, weil die Chemie einfach nicht passte.

    Weil ich nicht glaube, daß man einen Hund so schnell einschätzen kann. Zumindest nicht als Hundeanfänger.

    LG

    Franziska mit Till

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    Deiner Meinung nach? Worauf beruht diese Meinung denn? Erfahrung? Oder eher "vom Hören-Sagen..."?

    Sorry, dass ich da so nachhake, aber mir fällt einfach vermehrt auf, dass dieses "lieber kein älterer Hund, weil..." sehr oft hier im DF von Usern kommt, die noch sehr jung sind und z.T. noch gar keinen bereits ausgewachsenen Hund aus dem Tierschutz/von privat hatten (oder nur einen und das zum Anlass nehmen mal eben alle über einen Kamm zu scheren). Geht jetzt nicht speziell gegen dich, bitte nicht falsch verstehen. Finde das nur so unglaublich schade.

    Ich bin übrigens auch nicht jemand, der schon 20+ Hunde in seinem Leben hatte, aber nach Ehrenamt im Tierheim, Pflegestelle und dem, was ich so im Freundes- und Bekanntenkreis erlebe, kann ich deine Aussage auch nicht wirklich bestätigen.

    Maus1970

    Kommt vielleicht auch drauf an wo man wohnt. Aber wenn man sich nicht gerade auf einen Umkreis von 50 km beschränkt sollte eigentlich für jeden etwas zu finden sein, ob nun Pflegestelle, Privatabgabe oder Züchter.

    Aber genau da hakt es doch. Wenn ich einen Hund häufiger besuchen möchte um ihn richtig kennen- und einschätzen zu lernen, dazu noch berufstätig bin, dann bin ich doch schon fast auf diesen Umkreis beschränkt.
    Bei einem Züchter reicht hingegen 1 Besuch um zu sehen was ich sehen möchte/sehen muß.

    LG

    Franziska mit Till

    Wenn ihr einen Welpen nehmt, dann solltet ihr wirklich nur einen reinrassigen Welpen aus seriöser (VDH-Zucht) nehmen. Damit ihr keine Vermehrer unterstützt.
    Ein Welpe wird nach 8 Wochen wohl noch nicht so weit sein eine solch lange Zeit täglich allein bleiben zu können. Ihr müßtet euch in diesem Fall darauf einstellen zunächst eine Betreuung für ihn zu organisieren. Später, wäre das schon ein Zeitraum in dem es machbar wäre einen Hund alleine zu lassen. Aber bis zum Sommer hättet ihr ja noch genug Zeit euch in Ruhe umzuschauen um etwas geeignetes zu finden.
    Ich habe mittlerweile den zweiten Welpen vom Züchter und ich muß sagen beide Male empfand ich die Welpen und Junghund- und Pubertätszeit als unwahrscheinlich schön und wesentlich weniger anstrengend als gemeinhin gesagt wurde. Besonders bei meinem jetzigen Hund war sie absolut unkompliziert. Eine Hundeschule zu besuchen die euch hilft gleich von Anfang an auf den richtigen Weg zu kommen finde ich, aus eigener Erfahrung, eine super Idee. Ich denke ansonsten hätte ich keinen freilaufenden Beagle.
    Bei einem erwachsenen Hund gäbe es noch zu bedenken, daß ihr auch dort damit rechnen müsst, daß er eine längere Eingewöhnungszeit braucht um entspannt solange allein bleiben zu können. Also auch da wäre es ratsam eine Betreuung in der Hinterhand zu haben. Erschwerend kommt hinzu, daß ihr nie wisst wann ihr den richtigen Hund findet. Das macht die zeitliche Planung sehr schwer. Denn auch der erwachsene Hund sollte unbedingt ein paar Wochen bei euch sein und sich etwas eingelebt haben, bis er in eine Betreuung geht. ( Wann fangt ihr an zu suchen damit ihr e u e r n Hund nicht noch ewig dort lassen müsst wo er ist? Was macht ihr wenn ihr wesentlich länger für die Suche braucht als gedacht und der Sommerurlaub vorbei ist?)
    Bei einem Welpen wäre das wesentlich einfacher. Da gibt es viele tolle Züchter von denen bestimmt einer zum richtigen Zeitpunkt Welpen hat.

    LG

    Franziska mit Till

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    Das steht aber im Widerspruch zu deiner von mir zitierten Aussage. Es so hinzustellen, als wäre es ein mega schwieriges Unterfangen, einen ausgewachsenen Hund OHNE irgendeine Macke zu finden, ist einfach nicht ok und auch nicht richtig (fällt mir in diesem Forum aber schon länger extrem auf). Wie kommt man zu sowas? Nur weil dein eigener Hund nicht ganz unkompliziert war? :???:

    Ich halte es allerdings in der Tat für wirklich nicht so einfach einen solchen Hund zu finden. Denn um einen Hund kennenzulernen und richtig einschätzen zu können braucht es Zeit. Das bedeutet der erwachsene Hund müßte bereits in einigermaßen erreichbarer Nähe zum neuen Halter wohnen, damit häufigere Besuche möglich sind. Dadurch wird die Auswahl bereits ziemlich eingegrenzt. Zum anderen braucht es, um einen erwachsenen Hund richtig einschätzen zu können, eine gewisse Erfahrung mit Hunden, die in diesem Fall nicht vorliegt.
    Zu guter Letzt werden die meisten Hunde abgegeben eben weil sie (teils massive) Probleme machen; oder weil ihr das Interesse am Hund erloschen ist. (auch ein solcher Hund wird bis dahin aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die top Erziehung genossen haben...) Natürlich gibt es auch die Fälle wo ein Hund der bis dahin ein geliebter Bestandteil seiner Familie war und sehr gut erzogen wurde auf Grund tragischer Umstände abgeben werden musste. Aber diese Hunde, ohne Erfahrung, heraus zu finden halte ich schon für schwierig.

    LG

    Franziska mit Till

    So wie du es beschreibst kommuniziert deine Hündin klar und deutlich und ist anscheinend auch recht geduldig.
    Das Anspringen ist eine grobe Unhöflichkeit, da hast du schon Recht. Leider verstehen nicht alle Hunde ein "Nein" von Seiten eines anderen Hundes und machen trotzdem weiter. Der Kommunikationsfehler liegt hier wohl eher auf der Seiter der anderen Hunde. Außerdem denke ich, daß es auch unter Hunden, ähnlich wie bei uns Menschen, diejenigen gibt die eine natürliche Autorität ausstrahlen und sofort ernst genommen werden; und diejenigen die im Grunde das selbe tun, die man aber trotzdem nicht ernst nimmt.
    Ich kann dir auch nur raten deine Hündin in solchen Fällen zu unterstützen und den fremden Hund zu verscheuchen sobald deine Hündin das erste klare Signal gesendet hat, daß sie das nicht mag. So lernt sie, daß sie sich in solchen Fällen auf dich verlassen kann und sie die Situation nicht selbst regeln muß. Denn, wie schon zuvor beschrieben, wenn ihr das häufig passiert kann es sein, daß ihre Reizschwelle immer weiter sinkt wenn sie immer und immer wieder die Erfahrung macht, daß ein höfliches "Hör`auf ich mag das nicht!" nicht ausreicht. Da ist es dann eine Frage der Zeit bis sie andere Handlungsstrategien entwickelt und sich vielleicht sofort ernsthaft wehrt.

    LG

    Franziska mit Till