Alles anzeigenWenn du dich beschweren willst würde ich also erstmal den Lehrer fragen warum und dann ggf eine Beschwerde an die SL
Wobei ich irgendwie finde, dass ja ggf die betrügende Person sich einen Vorteil erschlichen hat, den anderen Prüflingen aber kein Nachteil entstanden ist. Deshalb würde ich mich da nicht einmischen, glaube ich.
Ich erinnere mich an eine völlig anders gelagerte Situation, da hatte ich bei der Korrektur etwas falsch gelesen und dadurch einer Schülerin zu viele Punkte gegeben, das fiel bei der Besprechung auf. Eine andere Schülerin, die selbst eine sehr gute Note hatte, hat sich dann beschwert, sie hatte sich die Note ja selbst erarbeitet, die andere sehr gute Note war durch meinen Fehler zustande gekommen. Darauf hab ich lange herumgekaut. Klar war: ich durfte die Note ja nicht verschlechtern, wollte es aber dann letztendlich auch nicht, weil ja niemandem ein Nachteil entstanden war, nur ein bisschen „Inflationsrate“.
Nicht so wild, finde ich.
Es hilft niemand anderem, wenn die betrügende Person (oder die, die unrechtmäßig zur Note gelangt ist) sanktioniert wird, denke ich.
Kurz ärgern und dann Schwamm drüber, fürs Seelenheil.
Das ist für mich gerade die Frage. Haben die anderen Prüflinge tatsächlich keinen Nachteil davon?
Wenn der betrügende Prüfling nach 14 Tagen zusätzlicher Lernzeit in der Prüfung letztendlich eine 2 erreicht steht er, rein das Zeugnis betrachtet, erstmal besser da als der Prüfling der seine Prüfung regulär geschrieben hat und eine 3 erreicht hat, mit den zusätzlichen 14 Tagen aber ebenfalls eine 2 erreicht hätte. Das kann bei Bewerbungen dann durchaus relevant werden.
Außerdem schafft es natürlich unter den ehrlichen Prüflingen häufig eine ziemliche Frustration und Demotivation, auch für ihren weiteren Lebensweg,; wenn sie erleben, dass solch ein Verhalten letztendlich fast noch belohnt wird. Das ist für mich ebenfalls eine negative Folge.
Ich kann den Ärger da sehr gut verstehen. Eine Konsequenz fände ich da schon absolut wichtig. Es muss ja nicht gleich eine 6 sein. Ein vorher festgelegter Punktabzug auf die nachgeschriebene Prüfung wäre ja vielleicht auch eine Alternative, die dem Prüfling eine faire zweite Chance bietet. Ihn aber auch gleichzeitig dazu zwingt sich dafür aber richtig ins Zeug zu legen.
Ändern wird man daran wohl nichts können.
Deshalb dürfte dein letzter Satz wohl die beste Alternative sein. ![]()
LG
Franziska mit Till