Da liegt wohl der Fokus anders... mir war und ist Leinenführigkeit sehr wichtig, weil sie in meinen Augen zwangsläufig mit der Fähigkeit Umwelterfahrungen zu ertragen zusammenhängt. Ein Hund, der gelernt hat wie man sich an der Leine verhalten soll (auch bei Ablenkung), hat einen Stressfaktor weniger - die Umwelt ist so schon aufregend genug.
Sitz, Platz und Steh finde ich in dem Alter dagegen ziemlich unnötig. Dafür verschwende ich die drei konzentrationsfähigen Hirnzellen lieber nicht.
Viele Grüße
Corinna
Ja, es kann sehr gut sein, daß bei uns der Fokus woanders liegt. Ich hatte nie das Gefühl, daß Till als Welpe Stress hatte beim Ertragen von Umwelterfahrungen. Klar, war alles Spannend und Aufregend, aber als gestresst habe ich ihn dabei nie erlebt. Zu dem ist er von vornherein sehr viel ohne Leine gelaufen. Da wir eh zwischen Leine am Halsband ( absolute Leinenführigkeit) und Leine am Geschirr ( Laufe wie du möchtest ) unterscheiden ; stand ich da eh nie unter Druck. Hinzu kommt, daß Till zu den Hunden gehört die nicht zum ziehen an der Leine neigen. Von daher war es auch für mich absolut erträglich. ( Ich gebe zu, daß ich das bei einem 40 Kilo Hund vermutlich anders gesehen hätte.
) Aber für uns hat es so gepasst.
Wobei ich unter Leinenführigkeit das wirklich korrekte, Zug lose laufen verstehe; was aber nicht bedeutet hat, daß mein Kleiner mich damals durch die Gegend geschliffen hat. Der Hauptfokus in dieser Zeit lag für uns auf dem gemeinsamen Spaß haben, erleben und tun draußen.
LG
Franziska mit Till